Markus Stadler

Wilder Kaiser > Ackerlspitze > Südwand


Wie a Klassiker

Bew. E-Grad Zeit Länge Wandh. Expos. Schön Beg.
5+ E3 5 - 6 h 800 m 500 m S 4 3

Charakter

Alpine Kletterroute mit klassischer Linienführung meist entlang von Rissen und Verschneidungen. Die Felsqualität ist großteils gut, aber aufgrund der bisher noch nicht allzuvielen Begehungen (ca. 20 in den ersten drei Jahren) auch noch recht ursprünglich. Dazwischen gibt es einige Schrofenpassagen und kurze etwas brüchige Abschnitte.

Erstbegeher

Franz Greiderer, Josef Pluto Astl am 24.07.2013

Schwierigkeit

5+ (mehrmals), überwiegend 5 und 4

Absicherung

Standplätze sind gebohrt, ansonsten stecken kaum weitere Haken und die Tour muss mit mobilen Sicherungsmitteln abgesichert werden.

Ausrüstung

Schlingen, Keile, Friends

Zustieg

Vom Tannbichlparkplatz oder vom Parkplatz Hüttling zur Ackerlhütte. Weiter aufwärts in Richtung Ackerlspitze bis zur Wegabzweigung vor dem Hochgrubachkar. Hier nach links (Westen) und nach etwa 2 Minuten rechts ins Hochgrubachkar aufwärts (Steinmann, verbleichte Markierungen) und über Geröll und Schnee zum Einstieg. (1,5 h vom Parkplatz).

Einstieg

Der Routeneinstieg ist in der rechten Rinne wo das Kar am Vorbau ungefähr in Fallinie der Hochgrubachspitzen am weitesten hinaufreicht. Meist liegt hier bis in den Herbst Schnee. Die Route beginnt bei hoher Schneelage mit dem Standplatz der 2. Seillänge rechts der Rinne.

Routenverlauf

Die Route führt auf den Gratkopf im Ackerlspitze-Westgrat und startet ganz unten unten im Hochgrubachkar. Über den Vorbau sucht sie sich den schönsten/felsigsten Weg bis zum Einstieg der Rigelekante. Von dort hält sie sich rechts über den ausgeprägten Pfeiler rechts der Schlucht an der auch die Rigelekante beginnt und führt hinauf zum Grat.

Die einzelnen Seillängen:

1.SL In direkter Falllinie der Rinne ist in 3 Meter Höhe ein Klemmblock mit Schlinge. Stand. Vom Stand 5m steil empor und im leichten, gestuften Gelände zum Stand rechts der Rinne.

2.SL In der Verschneidung zu gefädelter SU, danach ca. 3m nach links, über glatte Platten hoch in die Verschneidung, vom BH nach links oben in einen Kessel, geradeaus zu Stand.

3.SL Leicht rechtshalten, immer in der Schlucht, nach 10m Zackenschlinge, weiter spreizen zu BH, danach 3m nach rechts und die Rampe hoch zu kleinem Bauch. Gute Sicherungsmöglichkeit. Nach der Rinne nach links zu Stand.

4.SL In der Schlucht spreizen zu Klemmblock mit Schlinge, danach leicht über Blöcke zum Stand.

5.SL Gerade hoch zum Grat, Spreizschritt nach rechts zu steilem griffigen Aufschwung. Das Grasband queren 2x SU gefädelt.

6.SL 6m gerade empor, danach leicht linkshalten zu BH. Den BH am besten von links nach rechts überklettern. Weiter leicht linkshalten zu BH und weiter zu Stand.

7.SL Nach rechts zu einem kleinen Baum an der Felswand. In der Rissverschneidung hoch, kurz nach links gerade hoch zu BH. Zum zweiten BH in einer Linksschleife, danach nach rechts zum höchsten Punkt der Wand.

8.SL Gerade empor und den Grat nach links folgen zu einer kleinen Scharte. Im leichten Gelände nach links gehen zum großen Schuttfeld. Hier beginnt auch die Riegelekante (V-) und die Hochgrubach SO Kante (III +).

9.SL Der Stand ist links der Kante etwas versteckt (damit Riegelekanten – Begeher nicht in die falsche Tour einsteigen). Gerade empor zu gefädelter SU, weiter auf der Rampe. Nach ca. 30 m in der Verschneidung auf den Grat spreizen und über eine Platte am Grat zum Stand.

10.SL Leicht rechtshalten zur Zackenschlinge, Rechtsquergang über Platte BH zu einem Riss. Diesen empor zu BH. Der Rampe folgen. (Seilzug beachten)

11.SL Im leichten Gelände auf den Grat, nach links auf einen kleinen Turm. Spreizschritt zu glatter Platte mit BH. Bei nächstem Turm rechts vorbei, Spreizschritt zu einer Rissverschneidung.

12.SL Gerade empor auf den Turm, danach ca. 3m absteigen und auf schmalem Grat zum Stand.

13.SL Den Riss folgen zu BH, danach ein steiler Bauch, weiter zu einer spitzen Felsnadel. Gerade empor zum Grat. 2m absteigen und mit einem Spreitzschritt zum Stand.

14.SL Gerade empor, dann leicht nach links zu Riesensanduhr, weiter auf dem Grat.

15.SL Am Grat entlang.

16.SL Am Grat entlang zum Pfeilergipfel. Wandbuch

Abstieg

Am Grat nach Osten (kurz abklettern 3) und in 10 Minuten auf dem Weg hinauf zum Gipfel der Ackerlspitze.

Stützpunkt

Ackerlhütte

Hinweise

Die ersten drei Seillängen sind westseitig, daher vormittags im Schatten.

Informationsquelle

Topo, Info und Fotos: Josef Astl


Topo

Topo der Kletterroute Wie a Klassiker an der Ackerlspitze


Wandbild

Übersichtsfoto über den Routenverlauf der Kletterroute Wie a Klassiker an der Ackerlspitze.

Übersichtsfoto über den Routenverlauf.


Weitere Fotos von der Route

In der zweiten Seillänge der Kletterroute Wie a Klassiker an der Ackerlspitze

In der zweiten Seillänge.


In der zweiten Seillänge der Kletterroute Wie a Klassiker an der Ackerlspitze

Quergang in der 10. Seillänge


Luftige Gratpassage am Ende der 13. Seillänge der Kletterroute Wie a Klassiker an der Ackerlspitze

Luftige Gratpassage am Ende der 13. Seillänge


Sonstiges

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