Berchtesgadener Alpen: Hoher Göll Nordwand "Raucherbein"
Die Nordseite des Hohen Göll wird bisher nur wenig von Kletterern besucht. Mit Ausnahme eines alten klassischen und selten begangenen Wanddurchstiegs fanden sich in diesem abgeschiedenen Winkel des Göllstocks lange Zeit keine Kletterrouten. Inzwischen sind zwei anspruchsvolle Anstiege hinzugekommen.
Charakter: Abwechslungsreiche Kletterroute mit alpinem Charakter in wilder Felslandschaft.
Erstbegehung: Franz-Xaver Mittermayer, Martina Mitterer, Christian Braun am 06.09.2004
Schwierigkeit: 6 (3 Seillängen), insbesondere am Anfang teils deutlich einfacher / E3
Absicherung: Standplätze und die schwierigen Passagen sind mit Bohrhaken abgesichert - der Rest muss weitgehend selbst abgesichert werden.
Ausrüstung: 55 m Doppelseil, Keile, Friends und Schlingen.
Anfahrt: Von Berchtesgaden zum Obersalzberg und dann rechts auf die Rossfeldstraße. Auf dieser ca. 2,5 km bis zum Parkplatz Ofnerboden
Zustieg: Vom Parkplatz noch ca. 300 m an der Straße aufwärts, bis rechts der Forstweg zur Ofneralm abzweigt. Auf diesem an der Jagdhütte vorbei und nach 200 m links abbiegen. Ein Steig führt nun hinein in das Nordkar oberhalb der Alm. Über einen Grasrücken geht es aufwärts zu den schon von unten sichtbaren Plattenschüssen, wo das Geröll am weitesten hinaufreicht (1 1/4 - 1 1/2 Std.).
Abstieg: Am schnellsten über die Route abseilen. Es kann auch über den Mandlgrat zum Gipfel weitergestiegen oder nach rechts über den Mandlgratsteig zum Kehlsteinhaus abgestiegen werden (zieht sich).
Topo und Infos: Franz-Xaver Mittermayer

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