Berchtesgadener Alpen: Hoher Göll Nordwand "Rauchfangkehrer"
Die Nordseite des Hohen Göll wird bisher nur wenig von Kletterern besucht. Mit Ausnahme eines alten klassischen und selten begangenen Wanddurchstiegs fanden sich in diesem abgeschiedenen Winkel des Göllstocks lange Zeit keine Kletterrouten. Inzwischen sind zwei anspruchsvolle Anstiege hinzugekommen.
Charakter: Ausgesprochen schöne, abwechslungsreiche aber anspruchsvolle Platten-, Riss- und Verschneidungskletterei in kompaktem, rauem Fels.
Erstbegehung: Franzi Mitterer, Franz-Xaver Mittermayer am 26.09.2003
Schwierigkeit: 6 (Stellen), häufig 4 und 5 / E3+
Absicherung: Die Route ist sparsam mit Bohrhaken abgesichert - zusätzlich ist eigenverantwortliche Absicherung erforderlich.
Ausrüstung: 55 m Doppelseil, Keile, Friends und Schlingen.
Anfahrt: Von Berchtesgaden zum Obersalzberg und dann rechts auf die Rossfeldstraße. Auf dieser ca. 2,5 km bis zum Parkplatz Ofnerboden
Zustieg: Vom Parkplatz noch ca. 300 m an der Straße aufwärts, bis rechts der Forstweg zur Ofneralm abzweigt. Auf diesem an der Jagdhütte vorbei und nach 200 m links abbiegen. Ein Steig führt nun hinein in das Nordkar oberhalb der Alm. Über einen Grasrücken geht es aufwärts zu den schon von unten sichtbaren Plattenschüssen, wo das Geröll am weitesten hinaufreicht (1 1/4 - 1 1/2 Std.).
Abstieg: Über den Mandlgrat nach rechts hinab zum Kehlsteinhaus (ca. 1,5 h) und von dort in 1 Stunde zurück zum Parkplatz.
Topo und Infos: Franz-Xaver Mittermayer

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