Berchtesgadener Alpen: Reiteralm
Feuerhörndl "Astrofant"

Luftiger aber bequemer Standplatz in der Astrofant

Charakter: Sehr schöne alpine Sportkletterroute mir relativ gemässigten Schwierigkeiten und guter Absicherung. Durchgehend fester und oft sehr rauer Fels. Überwiegend Wasserrillen- und Plattenkletterei.

Erstbegehung: Markus Furtner, Wolfgang Schmid, 2002

Schwierigkeit: 6+/E1+, eine Stelle 6+ (kann rechts umgangen werden), mehrmals 6 und 6-, überwiegend 5

Übersicht: Die Route verläuft in der Wand zwischen Westl. Feuerhörndl und dem Wartsteinband. Sie führt parallel links der sehr ähnlichen Route "Sternschnuppe" (deren Einstieg ist angeschrieben) hinauf zur Hochfläche.

Wandbild zum Vergrößern anklicken!
zum Vergrößern anklicken!


Absicherung:
Gute Absicherung mit Bohrhaken. Im 6er Gelände Boltabstände meist 2 - 3 Meter, im 5er Gelände 3 - 5 Meter. Stopper und mittlere Friends sind kaum sinnvoll einsetzbar - die wenigen nennenswerten Abstände sind durch den kompakten Fels kaum zusätzlich absicherbar.

Zustieg:
Von Schneizlreuth auf der B305 in Richtung Wachterl und nach ca. 1 km rechts weg nach Oberjettenberg. Direkt vor dem Kasernengelände links zum Wanderparkplatz. Am besten ist der sog. "Schnellzustieg":

Zuerst auf der Teerstraße aufwärts, dann auf der Forststraße in Richtung Traunsteiner Hütte. Etwa 5 min. nach der Schranke zweigt links eine große Forststraße ab, der man folgt. (Ein Weg-Abzweiger kurz vor der Forststraße führt auch wieder auf diese). An einer Gabelung nach weiteren 5 min rechts und steil hinauf zu einer großen Lichtung (Windbruchzone). Nach einer Linkskurve zweigt rechts ein gelb markierter aber teilweise undeutlicher Weg ab, der am linken Rand des Windwurfs aufwärts führt. An seinem oberen Ende leitet der Weg ein Stück waagrecht nach rechts und dann ziemlich direkt durch die steile Waldflanke hinauf an die ersten Felsen des Wartstein-Sockels. Nun links aufwärts in das Schotterkar bis ca. 50 HM unterhalb des Wartsteinbandes. Hier evtl. Rucksackdepot (ca. 1,5 h von Oberjettenberg).

Nun waagrecht auf einem undeutlichen Pfad nach links immer etwas unterhalb der Felsen queren, bis man unter den Drahtseilen der Bundeswehrseilbahn durch ist. Hier kommt man zu einer Rinne durch die man rechts hinauf (Stelle II) auf den Vorbau und schräg rechts aufwärts zum Einstieg kommt (1 Bohrhaken).

Im Frühling liegt noch lange Schnee in der Rinne, dann am besten so lange rechts bleiben, bis ein Felsband den Weg versperrt, dann die Rinne queren und links davon ein Stück hinaufklettern (II) auf ein Band, auf diesem nach rechts zu einem Absatz in der 1. Seillänge.

Raue Wasserrillenkletterei in der 5. SL

Abstieg: Vom letzten Stand durch eine grasige Rinne und über kurze Schrofen hinaus zu den Latschen der Reiteralm-Hochflache. Durch Latschengassen ca. 50m nach Osten bis auf eine Fahrstrasse. Dieser ein Stück nach rechts folgen, bis ein Weg (Holzplanken im moorigen Boden) rechts zur Bergstation der Bundeswehr-Seilbahn führt. Rechts am Seilbahngebäude vorbei zur Abbruchkante der Hochfläche, wo der Weg über das (mit Drahtseilen gesicherte) Wartsteinband beginnt. Über das Wartsteinband erreicht man bequem wieder das Geröllkar mit dem Rucksackdepot. (ca. 30 Min.). Über den "Schnellzustieg" zurück nach Oberjettenberg (1 Std.).

Topo von Paula's neue Welt an der Reiteralm

Infos zur Schleierkante als PDF-DateiBeschreibung, Topo und Wandbild zum Drucken downloaden (800 KB)