Berchtesgadener Alpen: Reiteralm
Alpawand "Wassersymphonie"

Johannes an dem kleinen Überhang der 11. Seillänge

Erstbegehung: Josef Brüderl und Fritz Amann 2002, nach mehreren Tagen Vorarbeit von unten zusammen mit P. Jordan und S. Flat.

Schwierigkeit:
VII+/VIII- (eine kurze Stelle), mehrmals 7 und 7+, überwiegend 6, (7 obligat.)

Charakter:
Lange, alpine Sportkletterroute in nahezu durchgehend festem, rauhem und meist sehr griffigem Fels. Gehört sicher zu den lohnendsten Sportkletterrouten der Berchtesgadener Alpen. Das alpinste an der Route ist der Zustieg, der Erfahrung in steilem Schrofengelände erfordert und das schattige, einsame Nordwandambiente. Auch für den Abstieg schadet eine gewisse alpine Spürnase nicht.

Absicherung:
Perfekt mit Bohrhaken abgesichert - Abstände im 6er Gelände ca. 3 - 4 Meter, in den schwierigeren Stellen noch weniger. An jedem Stand ein Klebehaken und ein Bolt (am ersten ein Klebehaken, letzter Stand an Latschen). Keile sind nicht notwendig, dafür mindestens 13 Expresschlingen.

Zustieg:
Von Reit auf dem Alpasteig in Richtung Traunsteiner Hütte. nach ca. 1 Stunde auf etwa 1100 m kommt man an ein Schild "Achtung Felssturz". Nun noch einige Kehren aufwärts aus dem Wald heraus zu einer Linkskehre (ca. 20 m oberhalb ist an einem Baum nochmal ein "Achtung-Felssturz-Schild"). Hier kann man ein Rucksack-Depot einrichten, wenn man ihn nicht durch die Wand mitnehmen möchte. Von der erwähnten Linkskehre auf undeutlichen Steigspuren nach rechts queren (teilweise eher leicht aufwärts) bis zum Ende des Schotterfeldes. Auf einem Gamssteig weiter einen waldigen Vorbau queren bis zum obersten Rand einer Rinne (Fixseil). Die Rinne queren und weiter immer auf etwa gleicher Höhe weiter bis zu den letzten Bäumen. Nun auf einem grasigen Rücken hinauf zur Wand und am Wandfuß entlang rechts aufsteigend zum höchsten Punkt des Vorbaus. Hier an einem kurzen Fixseil nochmal 5m absteigen zum Einstieg vom "Alpatraum". ca. 25 m weiter rechts befindet sich der Einstieg der Wassersymphonie. (ca. 1,5 h).

Abstieg:
Vom Ausstieg durch eine steile Latschengasse wenige Meter hinab zu einer Wiese. Nun immer rechts haltend abwärts über zuerst flache Wiesen und lichten Wald, zu einem Steilabbruch, den man am besten rechts umgeht und so zur Alpaalm kommt. Entlang des Alpasteigs zurück zum Rucksackdepot (ca. 45 min.) und zum Parkplatz (ges. ca. 1,5 h).

Links: Alpawand-Seite von Josef Brüderl und Fritz-Amann, mit Wandbild und weiteren Infos zur Wand.

Topo der Wassersymphonie an der Alpawand, Reiteralm