Etschtal - Monte Cimo: "Nicola Simoncelli"

Allgemeines: Der Monte Cimo gehört noch zum erweiterten Aktionskreis der "Arco-Urlauber". Trotzdem verirren sich relativ selten Auswärtige an diesen kilometerbreiten und bis zu 200 m hohen Felsriegel mit dem gigantischen Tropflochfels. Gewaltige Dächer (bis zu 20 m Ausladung) und große Plattenzonen, die von überwiegend gut abgesicherten Sportkletterrouten durchzogen werden, charakterisieren den Monte Cimo. Wer den steilen Zustieg erst einmal hinter sich hat, findet eine riesige Auswahl von etwa 75 Routen zwischen 100m und 200m Länge - und das ganz ohne Andrang und ohne marmorierte Griffe.
Erstbegehung: S. Coltri 1988
Routenverlauf: Die Route schlängelt sich geschickt durch die mit kleinen Dächern gespickte Wand
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Charakter: Schöne und sehr homogene Plattenkletterei, die sich den Weg des geringsten Widerstands durch den plattigen Pfeiler sucht. Die für den Cimo typischen Tropflochplatten sind in dieser Tour weniger ausgeprägt als in vielen anderen Routen, so dass eine gute Fusstechnik der Schlüssel zum Erfolg ist.
Schwierigkeit: 7 (E1), überwiegend 7- und 6+
Zeit: 2 - 3 Stunden
Absicherung: Sehr gut mit Bohrhaken abgesichert. Keile und Friends sind nicht notwendig und können in dem plattigen Gestein auch kaum zusätzlich eingesetzt werden. Die Stände sind jeweils mit Ketten und Ringen versehen, sind aber (auch typisch für den Monte Cimo) oft an der denkbar unbequemsten Stelle gebohrt.
Anreise: Von der Autobahn Brenner - Modena an der Ausfahrt "Ala/Avio" abfahren und nach Avio. Durch den Ort hindurch, ebenso durch Rivalta (mit guter Pizzeria) und noch einige Kilometer bis Brentino. An der ersten Ortszufahrt fährt man noch vorbei, bis rechts eine weitere Strasse rechts abzweigt, die von Süden ebenfalls nach Brentino führt. Über eine Brücke kommt man über den Kanal, gleich danach eine scharfe Rechtskurve. In der Kurve sind einige Parkmöglichkeiten - ansonsten noch 200 m der Strasse folgen, bis sich rechts ein Parkplatz befindet (links ist der Friedhof).
Zustieg: Entweder an der Kurve geradeaus in den Wald (rote Markierungen) oder vom Friedhof auf einem Fahrweg ca. 100 m nach Süden zum Waldrand, wo der Steig beginnt. Auf dem gut markierten Weg ca. 45 min steil aufwärts zum Wandfuss. Etwa 30 m vor der Wand trifft man auf den Querweg unterhalb der Wand. Hier einige Meter nach links, dann auf Steigspuren aufwärts an die Wand. Der Name der Route ist als "Simoncelli" angeschrieben.
Abstieg: abseilen über die Route (am besten 55m Doppelseil, mit 50er können die oberen beiden Längen nicht zusammengefasst werden).
Führer: Arrampicare in Valadige (erhältlich z. B. in Arco).
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