Wegscheidalm

Die Wegscheidalm wurde lt. Mitteilung von Erwin Rast Anfang Januar 2012 von einer gewaltigen Staublawine zerstört (Bilder Hans Zott).

Die Wegscheidalm

 

Die Wegscheidalm

So sah es vorher aus...

Die Wegscheidalm

Und hier der bisherige Beschreibungstext - in wie weit der für die Zukunft noch Gültigkeit hat kann momentan nicht abgeschätzt werden:


Der jüngste allgemein zugängliche Stützpunkt im Wilden Kaiser ist die Wegscheidalm. Nachdem die urgemütliche Hütte bis 2006 von der DAV-Sektion München-Oberland gepachtet und nur deren Mitgliedern zugänglich war, ist mit Marcus Sappl nun ein engagierter neuer Hüttenwirt aus Scheffau auf der Wegscheidalm, der die Hütte mit seiner Frau von Mai bis Oktober bewirtschaftet. Neben den Tagesausflüglern, die um die Mittagszeit den kurzen Anmarsch vom Jagerwirt hierher in Angriff nehmen, bietet die Hütte insbesondere Wanderern und Kletterern eine willkommene Einkehr.

Eigentümer: Gemeinde Scheffau

Pächter: Marcus Sappl

Kontakt: 0043 (0)664 - 976 3552 - oder über die Homepage unter www.wegscheidalm.com

Bewirtschaftung: ca. Anfang Mai bis Ende Oktober - im Winter bei guten Tourenverhältnissen evtl. an Wochenenden.

Anfahrt:

  • Die Inntalautobahn verlässt man in Kufstein-Süd und fährt über die Eiberg-Bundesstraße in Richtung St. Johann. An der Abzweigung "Scheffau" biegt man links ab zur Ortsmitte und nimmt dort nach rechts die kleine Bergstraße zum Jagerwirt.
  • mit der Bahn fährt man nach Kufstein, dann mit dem Bus nach Scheffau oder Auwald bei Ellmau.
Der "Almrundling" von der Wegscheidalm ist ein Speckknödel im XXL-Format und sättigt Kletterer und Wanderer
Der "Almrundling" von der Wegscheidalm ist ein Speckknödel im XXL-Format und sättigt Kletterer und Wanderer

Zustieg:

  • Vom Jagerwirt auf der Fahrstraße in ca. 20 Minuten bequem zur Hütte.
  • Wer mit dem Bus anreist, muss von Scheffau entlang der Straße zum Jagerwirt wandern.

Übergänge:
Die Wegscheidalm ist ein willkommener Stützpunkt auf der Südseite des Wilden Kaisers für eine mehrtägige Hüttenwanderung. Folgende Weiterwege sind möglich:

  • zur Kaindlhütte über Steiner Hochalm und Walleralm (ca. 3 - 4 Stunden) oder über den Scheffauer mit Abstieg über den Widauer Steig (mittelschwierige Bergwanderung und leichter Klettersteig ca. 5-6 Stunden).
  • zur Gruttenhütte über den Gruttenweg ca. 3 Stunden
  • zur Gaudeamushütte über Gruttenweg und Wochenbrunner Alm
  • zum Anton-Karg-Haus oder zum Hans-Berger-Haus über Wiesbergsteig und Sonneck (mittelschwierige Bergtour, 1300 Höhenmeter - ca. 5 - 6 Stunden)
Im Hüttenzustieg
Im Hüttenzustieg

Gipfelanstiege:

  • Scheffauer (2111 m) - mittelschwierige Bergtour, 2,5 - 3 Stunden - Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
  • Sonneck (2260 m) - mittelschwierige Bergtour, 2,5 - 3,5 Stunden - Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
  • Treffauer (2304 m) - mittelschwierige bis anspruchsvolle Bergtour, 2,5 - 3,5 Stunden - nur für trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger - Weiterweg zum Tuxeck (2226 m) möglich und Abstieg über SW-Flanke. Gipfelanstieg zum Tuxeck mit einigen Meter Felskletterei im 3. Grad, dieser Gipfel kann aber auch ausgelassen werden.

Klettermöglichkeiten: Das Klettergebiet des Westkaisers ist vor allem im Herbst sehr populär. Insbesondere die modernen, mit Bohrhaken abgesicherten Routen am Sonneck und an der Kopfkraxen sind sehr beliebt. Aber auch die neue alpine Sportkletter-Arena am Westsockel des Treffauer spricht sich zunehmend herum. Deutlich weniger Betrieb herrscht an den Hackenköpfen, wo der Zustieg länger und die Klettermöglichkeiten deutlich kürzer und weniger sind, die Felsqualität ist aber auch gut.

Am Wildangerwandl klettert man in Sichtweite der Hütte.
Die geniale Piaz-Verschneidung der Blue-Moon

Skitouren: Ob die Hütte zur Tourenzeit bewirtschaftet ist, kann zwar nicht garantiert werden - sollten jedoch gute Verhältnisse herrschen, kann man davon ausgehen, dass man zumindest am Wochenende nach der Tour auf der Sonnenterasse der Wegscheidalm noch ein Bier geniessen kann. Zwei klasse Skitouren lassen sich von hier aus unternehmen - der steile Wiesberg und das etwas schattigere Schneekar.

Literatur: