Klettern im Wilden Kaiser
Wilder Kaiser: Christaturm "Neue Ostwand"

Sabine geniesst die schöne 4. Seillänge
Erstbegehung: E. Hoffmann, H. Trautmann 1953
Charakter: Schöne, abwechslungsreiche Kletterei an teilweise sehr gutem, griffigem Fels - aber auch mit einigen etwas brüchigen Passagen. Seit der Sanierung relativ gut abgesichert, bzw. absicherbar.
Die Schlüssellänge lässt sich schöner klettern als sie aussieht.
Schwierigkeit: eine Seillänge 7, wobei davon viel A0 geklettert werden kann; zwingend ist etwa 6- zu klettern, ansonsten überwiegend 5+ und leichter.
Absicherung: Die Route wurde mittlerweile saniert, wobei sich das überwiegend auf die Standplätze und die Schlüsselseillänge bezieht. In den anderen Längen stecken nur wenige Bolts und dort können Stopper, Schlingen und mittlere Friends noch gut verwendet werden.
Zustiege: a) von der Wochenbrunner Alm in ca. 1,5 h zum Ellmauer Tor. Nun waagrechte, bzw. leicht fallende Querung an den Schrofenvorbau der Ostwand. Über ein Bändersystem (1-2, schuttig) zum Einstieg bei einer Sanduhr oder noch ca. 15 m weiter zum gebohrten Stand.
b) von der Griesener Alm, bzw. der Strips in die Steinerne Rinne und durch diese hinauf bis zum obersten Flachstück unter dem Ellmauer Tor (kurz oberhalb der Notrufsäule). Nun Querung der Geröllhalde unter das Rinnensystem, das zwischen Fleischbank und Christaturm herabzieht. Durch die Rinnen so lange aufwärts, bis man ca. 40 m unterhalb der ersten Überhänge des Christaturms links auf das Band mit dem gebohrten Stand gelangt. (1,5 - 2 h von der Griesener Alm).
Sabine im Ausstieg aus der Schlüsselseillänge
Einstieg: Der Einstieg befindet sich am rechten Rand des markanten Bandes, das den Schrofenvorbau der Christaturm-Ostwand durchzieht. Es bieten sich zwei Stände an, entweder rechts der gebohrte Stand oder 15 m weiter links ein Stand an einer (gefädelten) guten Sanduhr.
Abstieg: Vom Gipfelkreuz 25 m nach Westen abseilen. Nun noch einige Meter leicht hinabklettern in die Fleischbankscharte zum Normalweg der Fleischbank. Jetzts jenseits etwa 40 Höhenmeter aufwärts an den Fuß des Karlspitze NO-Grates und nach Süden auf einem Steiglein hinab bis zu einem Abseilstand. Diesen am besten noch auslassen und nach links (Osten) durch eine Rinne hinabklettern (1-2) bis zu zwei weiteren Abseilständen. Nun mit Doppelseil nach Südosten 2 x 55 m abseilen oder mit einem Seilstrang nach Süden durch die Schlucht 3 x 25 - 30 m bis ins Geröllfeld. je nach Stau 30 min bis 1 h.
Kletterführer
Kletterführer Wilder Kaiser Band 2 (Niveau 6 - 10), Markus Stadler; Panico-Verlag; 1. Auflage 2004.
Hier könnt Ihr den Führer direkt beim Panico-Verlag
Update: Das überarbeitete Topo nach der Sanierung gibts hier
