Klettern im Wilden Kaiser
Wilder Kaiser: Hintere Goinger Halt Ostwandsockel "Gelipfeiler"
Erstbegehung: Luggi Brandner, Markus Stadler am 17.5.02 Die Tour ist dem Andenken an Angelika (Geli) Grätzlmaier gewidmet, die im August 2001 an der Ackerlspitze verunglückt ist.
Charakter: Schöne alpine Kantenkletterei in festem Fels.
Schwierigkeit: VI (eine längere Passage) überwiegend V und IV
Absicherung: Die Tour wurde ohne Zwischenhaken, nur mit zwei Normalhaken als Standhaken erstbegangen, zum Abseilen wurde anschliessend an den Standplätzen jeweils ein Bolt gesetzt. Die Route läßt sich mit einem kompletten Satz Stopper und Friends von 1 - 3 zumindest in den schwierigeren Passagen recht gut absichern.
Zustieg: Von der Griesener Alm auf dem Weg in Richtung Fritz-Pflaum-Hütte durchs Griesener Kar bis in eine Höhe von ca. 1450 m - dort wo das Kar flacher wird. Weglos nach rechts über Geröll (im Frühsommer meist noch Schnee) zum Einstieg.
Übersicht: Die Ostwand der Hinteren Goinger Halt bricht die untersten 200 Meter mit einer kompakten, senkrechten, zum Teil überhängenden Wand in das grosse Schotterfeld im Griesener Kar ab. Rechts wird diese Wand von einer markanten Pfeilerkante begrenzt. Über diese Kante führt die Route.
Einstieg: Der Einstieg befindet sich am tiefsten Punkt der Kante an einer auffallenden plattigen Rampe.
Abstieg: Vom Stand nach der 6. Seillänge Abseilen über die Route (Doppelseil), der Ausstieg auf den Pfeilerkopf (IV) lohnt sich nicht wenn man nur die Route klettern möchte.
Es ist allerdings auch ein Weiterweg zu der grossen Terasse in der Ostwand und über eine Ostwandroute auf die Hintere Goinger Halt vorstellbar, dann wird's aber ein langer Tag. Der Übergang zur Terasse führt vom Pfeilerkopf über einen brüchigen Grat (anfangs ca. III)
Kletterführer
Kletterführer Wilder Kaiser Band 1 (Niveau 3 - 6), Markus Stadler; Panico-Verlag; 3. Auflage 2009.
Hier könnt Ihr den Führer direkt beim Panico-Verlag
