Klettern im Wilden Kaiser

Maukspitze "Spenglerkamin"

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Erstbegehung: P. Fankhauser, E. Minarek 1930

Routenverlauf: Die Route führt durch das auffallende Kaminsystem im linken Teil der unteren Maukspitze-Südwand, links der plattigen Südwestwand. Der Originaleinstieg aus dem Hochgrubachkar wird so gut wie nie geklettert, da er grasig und eher brüchig ist. Üblicherweise quert man vom Niedersessel unter dem linken Teil der Südwand bis zum Beginn des steilen oberen Kaminabschnitts.

Charakter: Sehr interessante und eindrucksvolle Kaminkletterei. Leider selten trocken - am ehesten nach einer langen Hochdrucklage im Herbst. Überwiegend guter Fels - einige etwas brüchige Passagen sind gut abgeklettert, die 4. Seillänge ist grasig und dreckig und der einzige Schönheitsfehler (neben dem relativ langen und in der Querung heiklen Zustieg).

Schwierigkeit: 7 (6/A0); E3. Anhaltende Schwierigkeiten im 5. und 6. Grad - die Schlüsselseillänge (7) kann teilweise technisch geklettert werden - der 6. Grad im alpinen Gelände sollte allerdings sicher beherrscht werden.

Absicherung: Die Route wurde im Juni 2005 saniert, allerdings beschränken sich die Bolts auf die Stände und insgesamt 5 Zwischenhaken in der Tour. Stopper und Friends 1 - 3 sollten dabei sein und zusätzlich sollte man schon noch den ein oder anderen Meter wegklettern können.

Sabine in der vorletzten Seillänge

Zustieg: Vom Parkplatz in Prama (Häusling) der Ausschilderung zur Ackerlhütte folgen. Von hier weiter ins Hochgrubachkar und der Beschilderung "Ackerlspitze" über eine steile Stufe in den Geröllkessel des Niedersessel folgen. Kurz nach Erreichen des kleinen Geröllkars gabelt sich der Weg (links zur Ackerlspitze, rechts zur Maukspitze). Hier quert man weglos, leicht abwärts das Geröllkar und erreicht so das breite Grasband unterhalb der Maukspitze-Südwand. Auf wenig ausgetretenem Gamssteig dem Band entlang, das zunehmend steiler wird. Anfangs eher aufwärts haltend, eine heikle schrofige Stelle quert man am unteren Rand, danach schräg aufwärts weiter querend bis direkt unter die plattige Südwand und an deren rechten Rand zum Beginn des Kamins.

Der Einstieg befindet sich an einem kleinen Geröllkessel am Kaminanfang (ein Klebehaken).

Abstieg: Vom letzten Stand durch die Rinne noch ca. 20 Meter aufwärts zum gut markierten Wanderweg, der vom Niedersessel auf die Maukspitze führt. Von hier entweder in 20 min. zum Gipfel oder gleich nach links hinab in 30 min in den Niedersessel.

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