Klettern im Wilden Kaiser
Wilder Kaiser: Totenkirchl "Oben Ohne "
Erstbegehung: Erich Weißsteiner und Florian Burggraf am 29.06.08, die Ausstiegsseillänge wurde vermutlich schon früher von P. Brandstätter als Variante zum Schneiderweg geklettert - deshalb blieb sie auch ohne weitere Haken ("oben ohne...").
Routenverlauf: Die Route beginnt am Einstieg des Schneiderwegs, zieht dann nach links in die Wand hinaus und gerade hoch, wobei sie den Schneiderweg noch einmal am Stand nach dessen Linksquergang tangiert. Im oberen Teil verläuft sie über die luftige Kante links vom Schneiderweg.
Charakter: Kurze alpine Kletterroute an bestem, wasserzerfressenem und griffigem Kirchlfels. Aufgrund des Absicherungscharakters und des absicherungsfreundlichen Geländes eignet sie sich hervorragend dazu, für Sportkletterer die im 7. Grad zu Hause sind, sich an eigenverantwortliche Absicherung zu gewöhnen.
Schwierigkeit: 7 (eine Passage), meist 7-, 6- und 5 / E3-
Absicherung: Mindestens ein Bohrhaken an den Ständen (wenn nur ein Bolt steckt, kann noch was dazugelegt werden), an den schwierigeren Stellen der ersten drei Seillängen stecken ebenfalls Bohrhaken. Die letzte Seillänge ist nur mit einer Sanduhr ausgestattet, der Rest kann aber - ebenso wie die hakenfreien Passagen der unteren Längen - gut mit Camalots 0,3 bis 3 oder entsprechenden anderen Klemmgeräten selbst abgesichert werden.
Zustieg: Vom Stripsenjoch auf dem Führerweg bis zur langen Querung. Kurz bevor man die Rinne hinabsteigen müsste, hält man sich links und steigt unter den Wänden, zuerst über Schrofenhänge, dann durch eine Rinne hinauf zum höchsten Punkt eines Dreieckigen Vorbaus. (Einstieg Schneiderweg).
Abstieg: Vom Ausstieg über die 2. Terasse nach Westen zum Führerweg und über diesen zum Gipfel oder wieder hinab.
