Klettern im Wilden Kaiser

Wilder Kaiser: Totenkirchl-Westpfeiler "Z"

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Übersichtsbild

Allgemeines: Eine der eindrucksvollsten Linien im Wilden Kaiser ist nun mit einer neuen Route versehen. Am Kirchl-Westpfeiler konnten Benno Keill und Jörg Meyer einen Weg durch das sog. "Z" - eine auffällige, z-förmige Risstruktur im oberen Drittel des imposanten Totenkirchl-Pfeilers legen. In der Mitte wurde der rassige Quergang der Perters/Eidenschink als Vernindung zwischen oberem und unterem Wandteil begangen. Die Route führt im weiteren Verlauf über kompakte Platten und durch die auffällige, (namengebende) Z-förmige Rissstruktur im oberen Drittel der Wand und endet auf der 3. Terrasse (5 Min. zum Gipfel). Mit ihren anhaltenden Schwierigkeiten auf 17 Seillängen gehört die "Z" somit zu den anspruchsvollen alpinen Sportkletterouten im Kaiser.

Erstbegehung: Jörg Meyer und Benno Keill nach längeren Vorarbeiten von unten erstbegangen (Oktober 2006 – August 2008) am 03.08.2008

Charakter: Lange und anpruchsvolle alpine Sportkletterroute. Jedoch relativ gut mit Bohrhaken abgesichert, an den Ständen jeweils 2 Bohrhaken. Die Länge der Tour sowie die schwierigen Rückzugsmöglichkeiten im oberen Wandteil (v.a. 10.-13. SL) sollten beachtet werden und erfordern sichere Wetterverhältnisse. Fluchtmöglichkeit nach Peters-Eidenschink-Quergang (Abseilen) bzw. nach der 13. Seillänge Ausquermöglichkeit (5 Bolts, heikel) auf Band und dann zum Normalweg. Zahlreiche schwierige Einzelstellen, die größtenteils obligat zu klettern sind. Die schwierigen Seillängen befinden sich vorwiegend im oberen Wandteil. Bis auf wenige Ausnahmen fester und rauher Kaiserkalk, fast durchwegs hervoragender Fels.

Schwierigkeit: 9/A0 (E3+), 8 obligat. - anhaltende Schwierigkeiten im 7., nach oben hin sogar im 8. Grad. Viele der schwierigen Stellen liegen zwischen den Bohrhaken und müssen zwingend geklettert werden.

Material: 2 Expressschlingen, Camalots 0,3-3, Material zum Fädeln von SU (teils vorhanden), evtl. Stirnlampe für Abstieg

Zustieg: Von der Griesener Alm zum Stripsenjochhaus (1 Std.) und dann ins Kar Hoher Winkel bis unter die Westwand (45 Min.) des Totenkirchls. Insgesamt 1,30-2,00 Std.

Einstieg: Über den großen Schneefleck in die Winklerschlucht (Zugang manchmal schwierig). Nach etwa 30 Hm an der orographisch rechten Seite der Schlucht 40m unterhalb eines markanten Daches (darunter Stand der 1. Sl.) befindet sich der Einstieg (2 Bolts am Fuß einer Platte mit großen Löchern).

Abstieg: Vom letzten Stand kurz bergauf zum Normalweg des Totenkirchls (Führerweg). Den roten Markierungen (Pfeile, Punkte) und deutlichen Steigspuren bergab folgen. Nicht zu unterschätzen wenn es bereits dunkel ist und man den Weg nicht kennen sollte! (III, teilweise Abseilen, ca. 1,5 Std. bis zum Stripsenjochhaus)

==> Topo, Wandbild und Beschreibung als PDF zum Ausdrucken