Karwendel, Hinterautal - Tratenwand:"Isarflüstern"

Am Ausstieg hab man einen herrlichen Blick ins Gramaital und zum Achensee

Allgemeines: Wenn man das Hinterautal in Richtung Hallangerhaus wandert oder hinterradelt, fällt einem noch vor der Kastenalm auf der linken Seite eine große Plattenflucht auf. Zwischen dem Ödkarbach und dem Birkkarbach bricht die Tratenseite unterhalb des Tratenköpfls mit Wänden zwischen 50 und 300 m bis knapp über dem Talboden ab. Dort haben Christoph Martin und Ricarda Spieker im Frühjahr 2007 eine erste alpine Sportkletterroute eröffnet, die aufgrund ihrer einfachen Zugänglichkeit und der relativ guten Absicherung sicherlich bald desöfteren Kletterer anziehen wird. Im Jahr 2008 ist bereits einen neue Route hinzugekommen: Auf leisen Sohlen (7-)

Beste Zeit: Aufgrund der ssw-seitigen Ausrichtung und des plattigen Felses ist die Route relativ schnell trocken. Ideal ist das Frühjahr (z. B. nach einer Skitour im Roßloch) oder der Spätherbst.

Erstbegehung: Christoph Martin, Ricarda Spiecker 22. April 2007

Schwierigkeit: 7+ (Stelle), überwiegend 6 bis 7/E2-

Charakter:
Alpine Sportkletterroute, die mit Bohrhaken relativ gut abgesichert ist. Vorwiegend feinste Plattenkletterei in festem Fels, wobei auch entsprechend der berühmt, berüchtigten Qualität des Karwendelfelses brüchige und kleinsplittrige Passagen zur Pflichtübung gehören. Für Kletterer, die sich nicht nur im Plaisier wohlfühlen, bestimmt ein lohnenswertes Ziel.

Absicherung:
In den schwierigen Passagen gut mit Bohrhaken abgesichert, im leichteren Gelände evtl. noch Raum für eigene Zwischensicherungen, sofern anbringbar.

Material: 60 m Doppelseil, 10 Expresschlingen, evtl. kleinere bis mittlere Keile

Ausgangspunkt: Scharnitz - hinterer Parkplatz

Zustieg: Vom hinteren Parkplatz in Scharnitz mit dem Rad das Hinterautal etwa 12 km bis kurz vor die Isar – Ursprünge. Auf der linken Seite befindet sich unterhalb des Tratenköpfl die große Plattenflucht. Die Schuttrampe etwa ¼ h zum Einstieg hinauf und oberhalb der Latschen rechts 200 m am Fels entlang zum Einstieg. Noch weiter rechts befindet sich der riesige Felsausbruch, der vom Weg gut zu erkennen ist.

Abstieg: Über die Route abseilen - vom Stand der 6. SL führt eine Abseilpiste die riesige schräge Rampe außerhalb der Route zu den Einstiegsschrofen. Die Rampe kann auch abgeklettert werden. (Steinschlag möglich)

(Angaben nach Information der Erstbegeher)

Eine PDF-Version der Rabenwand PDF-Version des Topos mit Beschreibung zum Ausdrucken