Klettern im Val di Mello

Dimore degli Dei "Il risveglio di Kundalini"


Die erste Seillänge des lange Quergangs

Allgemeines: Die Wand Dimore degli Dei gehört zu den beliebtesten Wänden des Val di Mello. Grund dafür ist der kurze Zustieg und die Route "Il risveglio di Kundalini" - die zu den leichteren langen Klassikern im Mello gehört. Dass leicht allerdings relativ ist wird bei Betrachtung des Schwierigkeitsgrades 7- (immerhin 6 obligat) bei überwiegend selbst zu leistender Absicherung klar. Ein gewisses Kletterniveau und Erfahrung im Umgang mit Friends und Keilen ist hier unabdingbar. Auch der Nachsteiger sollte solides Kletterkönnen und gute Nerven haben, denn die meist langen Quergänge können in den leichteren Passagen nicht immer und überall perfekt abgesichert werden.

Wandbild von der Kundalini im Val di Mello

Erstbegehung: I. Guerini, M. Villa 1976

Schwierigkeit: 7- (Stelle oder A0) überwiegend 6+ bis 6- / E3

Charakter:
Grandiose Alpinkletterei in bestem Mello-Granit. Wilde Linienführung, die sich kompromisslos kreuz und quer entlang natürlicher Linien durch die Wandflucht zieht. Lange Quergänge sind die Folge, die im leichteren Gelände oft nicht optimal abgesichert werden können, was auch an den Nachsteiger gewisse klettertechnische und psychische Anforderungen stellt.

Topo der Kundalini im Val di Mello

Absicherung: Einige Normalhaken sind vorhanden. Die restliche Absicherung muss selbst mit Friends, Keilen und Schlingen an Bäumen erfolgen. Stände sind alle sehr gut einrichtbar, bzw. teilweise vorhanden und noch ergänzbar. Zwischensicherungen in den kompakten Rissen meist leicht anzubringen, in den Plattenzonen jedoch manchmal längere runouts im leichteren Gelände.

Material: Bandschlingen, Camalots 0,5 bis 3 (1 und 2 am besten doppelt), Stopper, mind. 50m, besser 55 m Doppelseil.

Ausgangspunkt: Parkplatz am Beginn des Val di Mello. Das Val di Mello beginnt oberhalb von San Martino im Val Masino und ist nur bis zu seinem Beginn durch eine Straße erschlossen, durch das eigentliche Tal führt nur ein Wanderweg. Die Zufahrt zum Parkplatz ist in den Monaten Juli und August gesperrt, es verkehren aber Shuttle-Busse von San Martino. Zu Fuß braucht man jedoch auch nur etwa 20 Minuten für die Strecke. Wer am Campingplatz oberhalb San Martino (Richtung Bagni di Masino) einquartiert ist, kann den direkten Verbindungsweg rüberwandern (oder mit dem Bike fahren) - was knapp eine halbe Stunde dauert.

Zustieg: Vom Beginn des Val di Mello dem Weg taleinwärts folgen bis zu dem kleinen See mit Riesenblock im Bach. Nun noch ein Stück am Weg weiter bis zum nächsten Bächlein, das von links herabkommt. Unmittelbar dahinter beginnt ein Weg, der nach links über Wiesen zu einem Felsblock mit Wasserreservoir zieht. Hier kann man bei Bedarf ein Rucksackdepot einrichten. Nun rechts haltend durch den Wandfuß und nach rechts aufwärts zum Einstieg bei einem Baum, etwa 15 m unterhalb eines von links nach rechts aufwärts ziehenden Überhanges (Schlingen unter dem Überhang). 30 Min - vom Eingang des Val di Mello.

Abstieg: Vom Ausstieg nach links durch den Wald zuerst waagrecht, dann abwärts zum Zustiegsweg für die Metamorfosi (Luna Nascente). Nun nach links abwärts dem manchmal etwas wenig deutlichen, aber stellenweise rot-weiss und mit Steinmännern markierten Weg über einige leichte Kletterstellen (1- 2) hinab zum Bach unter einem Wasserfall. Hier über den Bach und jenseits durch den Wald abwärts, bis links ein Weg abzweigt. Nun immer den linken Abzweigern folgend zurück zum Wasserreservoir - wer dort nichts deponiert hat, kann auch dem Weg geradeaus hinab ins Tal folgen. (30 Min. vom Ausstieg).

Der 40m-Riss in der 3. Seillänge muss komplett mobil abgesichert werden

PDF-Datei mit Topo zum Ausdrucken

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