Pendling Ostwand "Weg der drei Hodalumpen

Pendling Ostwand
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Allgemeines: Der Pendling ist der markante Hausberg von Kufstein und ein beliebter Wander- und Aussichtsberg mit gemütlicher Hütte am Gipfel. Die Ostwand ist vielleicht nicht sofort als "Wand" zu erkennen, da der Botanikanteil der Steilflanke ähnlich hoch ist wie der Felsanteil. Dort wo der Fels allerdings zum Vorschein kommt ist er erstaunlich fest und kompakt. Ausserdem steht dieser "Mugel" bei jeder Fahrt ins Gebirge so dermaßen penetrant im Blickfeld, dass drei Rosenheimer Kletterer in den 90er Jahren dort eine alpine Route erschlossen haben, die neben einigen Seillängen schöner Kletterei an kompaktem Fels aber auch einiges an Gras zu bieten hat. Eine echte Abenteuer-Route mit herrlichem Blick auf Kufstein und das Inntal. Wer in diese Tour einsteigen möchte, sollte sich jedoch im Klaren sein, dass es keine Sportkletterroute ist. Eigenverantwortliches Absicher, alpine Erfahrung (auch im steilen Grasgelände) und eine gewisse Ausdauer sind unbedingte Voraussetzung.

Topo vom Weg der drei Hodalumpen an der Pendling Ostwand

Erstbegehung: Klaus Zehetner, Herbert Lang, Werner Schönauer am 24.9.1994

Schwierigkeit: 7+ (1 Stelle - oder A0), einige Stellen 7-, meist deutlich leichter

Charakter:
Häufig botanische Alpinkletterei. Ein alpines Abenteuer für Locals, denen die Wand schon lange ein Dorn im Auge ist.

Absicherung:
Auch wenn die Tour für alpine Verhältnisse gut mit Schlingen und Normalhaken, sowie einigen Bohrhaken eingerichtet ist, bzw. in den Jahren nach der Erstbegehung war, benötigt man Klemmkeile und Schlingen. Das vorhandene Schlingenmaterial dürfte mittlerweile nicht mehr zuverlässig sein.

Übersicht: Die Wand ist in zwei Etagen aufgeteilt, die durch ein markantes Wald-Band getrennt sind. Jede dieser Etagen hat ungefähr in der Mitte eine Art Pfeiler. Über diese beiden Pfeiler veläuft die Route. Den ersten Pfeiler gewinnt man von links aus einem kleinen Kar.

Anfahrt: Auf der Inntalautobah bis Kufstein-Nord. Der Bundesstraße in Richtung Innsbruck/Wörgl folgend, bis rechts die Straße nach Langkampfen abzweigt. Dieser ca. 2 km folgend bis zum Wanderparkplatz Stimmersee.

Zustieg: Vom Parkplatz dem Wanderweg in Richtung Pendling folgen. Nach ca. 15 Minuten links weg und weglos durch den Hochwald, zum Schluß an einem kleinen Bachbett entlang unter die Ostwand des Pendling. Der Einstiegspfeiler liegt etwas links des tiefsten Ostwandpunktes (markanter Lawinenstrich), der Einstieg befindet sich rechts eines großen Höhlenüberhanges bei einem Baum. Von hier sieht man in ca. 10 m Höhe in der Platte den ersten (ursprünglich orangenen) Bohrhaken. 45 Minuten vom Stimmersee.

Abstieg: Die Route endet unmittelbar am Gipfelhaus. Der Ausschilderung folgt man der Fahrstraße hinab in Richtung Hinterthiersee und dann nach rechts wieder zum Ausgangspunkt (ca. 1,5 - 2 Stunden).

Bester Jahreszeit: Durch die südostseitige Ausrichtung kann in dieser Wand bereits zeitig im Frühjahr geklettert werden. Theoretisch bis in den Spätherbst. Im Sommer ist es sehr heiß und das lange Gras stört zusätzlich. Sollte im Frühjahr im oberen Wandteil noch ein Schneefeld liegen, droht am Einstieg und in der ersten Seillänge Lawinen- oder Steinschlaggefahr aus der von oben herabziehenden Rinne.

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