Skitour Hohe Tauern

Von der Oberwalderhütte zur Stüdlhütte mit Johannisberg

Einsame - anspruchsvolle Gletscher-Skitour im Gebiet des Großglockners

Der Fuscherkarkopf von Ferleiten.

Der Übergang von der Oberwalderhütte zur Stüdlhütte führt üblicherweise über das Teufelskampkees - einem wild zerissenen Gletscher in der Nordwestseite der Glocknerwand. Gute Sicht, gut eingeschneite Gletscherspalten und vor allem sichere Lawinenlage sind hierfür jedoch Grundvoraussetzung. Sollte der Aufstieg übers Teufelskampkees wegen Blankeis nicht möglich oder zu schwierig sein, bleibt nur die Gratüberschreitung von der Schneewinkelscharte zum Romariswandkopf, die jedoch lang und ausgesetzt ist und Kletterschwierigkeiten im 2. und evtl. 3. Grad erfordert.

Gebiet: Hohe Tauern, Glocknergruppe

Exposition:

N, S

Höhenmeter:

ca. 1100 m

Aufstiegszeit:

6-7 h

Skitechnische Schwierigkeit:

mittel-anspruchsvoll

Lawinengefährdung:

öfter

Sonstige Schwierigkeiten:

Orientierung

Ausgangspunkte: Oberwalderhütte (bew. ab Mitte Mai, sonst offener Winterraum mit 10 Betten, Holzofen).

Routenführung: Von der Hütte nach Westen auf den oberen Pasterzenboden. Diese große Gletscherfläche wird ohne Höhengewinn bis an den Johannisberg gequert. Ohne Schwierigkeiten über die mässig steile Ostflanke auf die Südseite und über den Südhang zum Gipfel. Bei Abfahrt nach Süden in den Schneewinkel hält man sich zuerst eher links, um den Gletscherbruch bei 3200 m zu umfahren, anschliessend fahrt man nach rechts hinab in den Schneewinkel. (Variante: hier zweigt nach Süden ein kurzer steilerer Hang und eine anschliessende nach rechts ziehende Rampe ab, die zur Schneewinkelscharte führt. Von dort leitet ein luftiger Grat mit Stellen im 2. und 3. Grad zum Romariswandkopf). Wir fahren nun auf der Pasterzen-Rampe nach Osten bis auf eine Höhe von etwa 2800 m ab, wo die Felle wieder aufgezogen werden. Der Aufstieg über das anfangs sehr steile und zerklüftete Teufelskampkees erfolgt meist zuerst ganz links, bis man auf einer Rampe nach rechts queren kann. Der anschliessende Gletscherbruch konnte Ostern 2007 direkt zwischen einigen Eistürmen hindurch mit Ski überwunden werden. Oberhalb des Gletscherbruchs halt man sich weiterhin eher links, bis man unterhalb des Teufelskamps nach rechts in den Romariswandsattel queren kann. Direkt vom Sattel sehr steil nach Süden hinab auf das Fruschnitzkees (deutlich flacher von der Einschartung weiter westlich) und dieses nach Osten querend zu einem Gratrücken. Hier muss man evtl. einige Meter hinaufstapfen, um auf das Teischnitzkees zu gelangen. Auch das Teischnitzkees quert man weit nach Osten und fährt schliesslich rechts vom Luisengrat hinab, wo uns ein letzter Steilhang bald zur Stüdlhütte bringt.

Übernachtung: Stüdlhütte (2802 m), bewirtschaftet von ca. Ende Februar bis Mitte Mai (je nach Schneelage) mit einem Weltklasse-Essen!

Karte: AV-Karte Nr. 40

Aktuelle Infos: Skitourenverhältnisse Hohe Tauern

Der Durchschlupf am Teufelskampkees