Die Skitouren-Verhältnisse Details zu Ostalpen, Gebiet Nordwesten - Saison 2009/2010

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Dazu gehören die nördlichen Kalkalpen von den Steinbergen über Kaiser und Karwendel bis zu den Lechtaler Alpen, außerdem Lechquellengebirge und Bregenzer Wald. Ebenso gehören die Kitzbüheler- und Tuxer Alpen, das Verwall und das Rätikon dazu, der Nordteil des Alpenhauptkammes von den westlichen Niederen Tauern (etwa bis Obertauern), den Hohen Tauern über Zillertaler Alpen, Stubaier Alpen, Ötztaler Alpen bis zur Silvretta. Benachbarte Gebiete sind der Nordosten, Bayern, der Süden und die nördlichen Westalpen, wo evtl. auch noch für dieses Gebiet nützliche Infos zu finden sein können.

In chronologischer Reihenfolge werden hier alle Meldungen zu diesem Gebiet aufgelistet.
Eine Gewähr für die Infos kann ich nicht bieten - da sich erstens die Verhältnisse oft stündlich ändern und ich die Informationen von anderen Informanten meist nicht überprüfen kann.

Weitere Informationen hierzu siehe auch bei Bergtour.ch für Vorarlberg, Tirol und Salzburg

14.03.2010 Tuxer Alpen - Rastkogel

Diesmal sind wir vom Zillertal zum Rastkogel aufgestiegen - genauer gesagt vom Gasthof Mösl. Eine vor allem landschaftlich sehr eindrucksvolle und schöne Skitour. Das Wetter war ebenfalls deutlich besser als in den Nordalpen. Schnee hat es nicht übermäßig viel, aber ausreichend. An der geräumten Straße kann man am Rand noch bis 50 m vors Gasthaus abfahren. Südseitig ist die Schneedecke schon soweit gesetzt, dass man nicht mehr durchbricht, oberflächlich lagen morgens 5 cm Pulver, nachmittags bei der Abfahrt 2 - 3 cm Pappschnee, der sich fast wie Firn fahren ließ. Oberhalb 2000 m waren die Hänge nordostseitig und es lag ca. 10 - 20 cm Pulver auf harter Unterlage. Nur der letzte Hang bei der Abfahrt zur Fahrstraße, die zurückführt zur Sidaun-Alm, hatte einen Harschdeckel, der aber trotzdem noch halbwegs fahrbar war.

Sonnenflecken zwischen vielen Wolken am vormittag.
Sonnenflecken zwischen vielen Wolken am vormittag.

Relativ flach geht hinter der Sidanalm in Richtung Rastkogel
Relativ flach geht hinter der Sidaunalm in Richtung Rastkogel

Querung unter den Südosthänge des Rosskopfs
Querung unter den Südosthänge des Rosskopfs

Der schöne Gipfelhang bot schon einen Vorgeschmack auf die Abfahrt.
Der schöne Gipfelhang bot schon einen Vorgeschmack auf die Abfahrt.

Nordostseitig gabs besten Pulver.
Nordostseitig gabs besten Pulver.

07.03.2010 Karwendel, Schafreuter und Hochalpl

Im Risstal hat es etwa 30 cm Neuschnee gegeben, der locker auf dem Untergrund liegt. Dieser war vorher an steileren Südhängen und im Wald unterhalb von ca. 1000 bereits Schneefrei. Auf der Forststraße in Richtung Schafreiter waren wohl vormals auch schon apere Passagen dabei, so dass jetzt in der Abfahrt bereits wieder erste Steine zu Tage traten. Ich bin als einer der ersten von ca. 200 Leuten abgefahren, mit ewas Vorsicht war das noch kein Problem - vermutlich war das am Nachmittag aber deutlich schlimmer. An der Mooslahneralm lag dann etwa 40 cm sehr lockerer Pulverschnee auf einer soliden und vorher vermutlich pistenähnlich eingefahrenen Unterlage, weiter oben waren es in windgeschützen Bereichen örtlich sogar 50 cm.

Märchenwinterlandschaft im Aufstieg zum Schafreiter
Märchenwinterlandschaft im Aufstieg zum Schafreiter

 

Kalter Nordostwind sorgte am Gipfel für erste Schneeverfrachtungen.
Kalter Nordostwind sorgte am Gipfel für erste Schneeverfrachtungen.

 

Die beste Abfahrt der Saison durch 30-50 cm Pulverschnee
Die beste Abfahrt der Saison durch 30-50 cm Pulverschnee

Im Anschluss daran - weils so ein schöner Tag war - bin ich noch ins Rontal spaziert. Da mir zwei Tourengeher von der Torscharte entgegenkamen, die dort umgekehrt sind, entschied ich mich fürs Hochalpl auf der rechten (sonnigen) Seite. Leider hatte der Schnee dort am Nachmittag aber bereits zu viel Sonne abbekommen und es stollten nicht nur die Felle, sondern der Schnee klebte an Ski und Skischuhen, so dass ich bei jedem Schritt gefühlte 30 kg mehr den Berg raufschleppte. Als ob das Spuren in dem knietiefen Schnee nicht schon genug gewesen wäre. Nach dem Massenauflauf am Schafreuter, war es aber ein toller Nachmittag mit einer myhtischen Wolkenstimmung an den Karwendelbergen. Die Abfahrt ging grade noch so - weil die Sonne noch auf den Schnee schien. Dort wo die Hänge etwas SO-seitig ausgerichtet und damit schattig waren, bildete sich bereits eine dünne Kruste - sonst wars oberflächlich pappiger Pulverschnee, bzw. in den schattigen Bereichen lockerer Pulver. Die Straße bis zur Wildfütterung wurde geräumt, so dass man dort vorsichtig fahren muss, weil immer wieder der Dreck rausschaut.

Mythische Wolkenstimmung über Hochalpl und Rappenklammspitze
Mythische Wolkenstimmung über Hochalpl und Rappenklammspitze

27.02. - 28.02.2010 Lechtaler Alpen - Namlos

Samstag: Tourenziel Namloser Wetterspitze über Fallerschein.
Gestern gabs ca. 2 - 5 cm Neuschnee - im Kar, wo der Wind den Schnee abgelagert 10- 20 cm, örtlich auch noch mehr. Morgens kalt und Oberfläche pulvrig, im Gipfelhang hats allerdings den Neuschnee großteils abgeblasen und so harschig und bruchharschig. Die letzten 30 Höhenmeter geht man besser zu Fuß. Insgesamt aber gute Verhältnisse und auf der normalen Anstiegsroute über Fallerschein sichere Bedingungen. Wir sind dann - wie auch unsere Vorgänger sogar direkt in die Wanne eingefahren. Oben im steilen Teil aber Bruchharsch, weiter unten dann teilweise guter Pulver, ausser an den abgeblasenen Stellen. Je weiter unten, umso besser wurde der Schnee und in den Mulden netter Pulver.


Leichte Schneeverfrachtungen oberhalb der Almhütte

 


Traumwetter

 


Wechte im Gipfelbereich der Namloser Wetterspitze

 


Guter Pulver in den Mulden

Sonntag: Heute war Föhnsturm vorhergesagt, in Namlos hat man aber am Morgen davon nur wenig mitbekommen. An den Gipfeln waren kaum Schneefahnen zu sehen (vielleicht aber auch weil kaum noch Schnee zu verfrachten war) und unten war es windstill. Unser Ziel war der Tschachaun und wir wollten über dias Brennhüttental und die Anhalter Hütte aufsteigen. Allerdings beschlossen wir am Grubigjöchl umzukehren, da mehrere spontane Schneebretter abgegangen waren und die Steilstufe zur Hütte einige Triebschneeablagerungen aufwies. Der Wind blies aber nur am Jöchl etwas stärker, sonst nur leichter Föhnwind im Namloser Tal. Die kritische Lawinenlage begann (wie im LLB sehr treffend vorhergesagt) ziemlich genau ab 1800 m, darunter wars harmlos. Darüber aber viel Triebschnee, der auch spontan in teilweise relativ großflächigen Brettern abging und auch auf tiefere Schichten durchgriff.


Gut gesetzte Schneedecke im unteren Teil.

 


Schneeverfrachtungen unterm Grubigjöchl

 


Eins der spontanen Schneebretter am Grubigjöchl

27.02.2010 Kaisergebirge - Grießnerkar

Unberührtes Griessner Kar an einem Samstag bei strahlenden Sonnenschein! (Nur für Frühaufsteher die nicht trödeln beim Gehen).
Wanderparkplatz, Griesner Alm, Pflaum Hütte. Haben das Goinger Törl aus Sicherheitsbedenken ausgelassen, siehe Foto 2.
Der Wind war am Werk! Ansonsten Traumtag im Griesner Kar. Oben bis zum Stoa, ca. 20cm eingewehter Pulver, danach weniger. Im Wald festgefrorene Oberfläche, sehr schön zu fahren, keine Steine sichtbar. Sogar der Deckel auf dem letzten Wiesenhang hat gehalten. Loipe zum Parkplatz um 11 Uhr noch sehr hart und mit relativ wenig schieben machbar.


 


 


 


 


Infos und Fotos: Tom Sigrüner

19.02.2010 - 21.02.2010 Tuxer Alpen - Meißner Haus

Auch wenns bei der Anfahrt bis Mühltal nicht danach aussieht - der Schnee reicht. Man kann am Ortsende die Ski anschnallen und auf der gut präparierten Rodelbahn auch bis dorthin abfahren, nur auf den letzten 100 m sollte man etwas bremsen, um ein paar aperen Flecken noch rechtzeitig ausweichen zu können.

Im Tourengebiet des Meißnerhauses sind die Touren alle machbar, allerdings ist die Schneequalität nur teilweise gut und Kämme und Grate sind ziemlich abgeblasen. Am Freitag, vor dem Neuschneefall waren wir an der Viggarspitze weil ich drauf gehofft hatte, dass die steilen SW-Hänge schon einen tragfähigen Deckel haben. Teilweise war das auch so, dort wo es nicht so war ist man dafür dann bis zur Hüfte in die Schwimmschneescheisse gebrochen.


Aufstieg zur Viggarspitze auf der verharschten Altschneedecke

In der Nacht auf Samstag gab es dann 15 - 20 cm Pulverschnee, was die Situation meist verbessert hat. Wir gingen im Schneefall hinauf auf den Morgenkogel, es war natürlich nicht gespurt. Solange man die alte Aufstiegsspur erkennen konnte legte ich die Neue ebenfalls dort, wenn man aber die festgetrampelte Trasse verließ brach man wieder bis zum Oberschenkel in den aufgebauten Gries. Oberhalb der Waldgrenze war dann die Unterlage so windgepresst, dass es angenehmer war und man nicht mehr durchbrach. Dafür waren aber jetzt die am Vortag noch zahlreichen sichtbaren Steine mit wenigen cm lockeren Pulver überdeckt. Mit Vorsicht und etwas Blick für eingeblasene Mulden (die am Morgenkogel zum Glück sehr flach sind) kamen wir aber ohne große Schäden zur Waldgrenze und hatten sogar einige sehr schöne Pulverhänge. Unterhalb der Waldgrenze war Rücklage angesagt, um nicht grundlos abzusaufen.


Schöner Pulverschnee im Aufstieg zum Glungezer, hinten mit Schneefahne die Kreuzspitze

Am Sonntag wollten wir eigentlich zur Kreuzspitze. Nachdem es am ersten etwas steileren Hang der langen Querung das erste ordentliche Setzungsgeräusch mit lehrbuchmässigen Rissen gegeben hat und der Föhnsturm an der Kreuzspitze schon mächtig Triebschnee in die Nordflanke schaufelte, disponierten wir kurzerhand auf die Westhänge des Glungezer um. Großteils kann man die Spur hier im flachen Gelände legen und nur der letzte Hang in die Scharte ist steiler. Aufgrund seiner West-Süd-Westseitigen Ausrichtung ging ich davon aus, dass die Unterlage hier ähnlich wie am Freitag an der Viggarspitze ist und daher durch die Sonneneinstrahlung von letzter Woche ordentlich gesetzt sein müsste. Der Neuschnee obendrauf sollte eigentlich nicht problematisch sein, da der Hang heute im Luv lag. Ausserdem kamen, währen wir uns dem Hang näherten, 6 Tourengeher von oben herunter. Daher war ich dann im Hang überrascht über den enorm tiefen Schnee und auch der Harschdeckel, war kaum ausgeprägt. In großen Entlastungsabständen spurten wir den ca. 33 Grad steilen Hang rauf und ein böses Setzungsgeräusch gab uns zu verstehen, dass ich mit meiner Skepsis recht hatte. Auch in der Abfahrt konnten wir durch etwas heftigeres Abschwingen in flachen Mulden ganze Spinnennetze an Setzungsrissen in den benachbarten Triebschneelinsen erzeugen. Ab Mittag legte dann der Föhn kräftig zu und innerhalb etwa einer Stunde war der schöne Pulver oberhalb der Waldgrenze komplett verblasen.


Abfahrt vom Glungezer

 

16.02.2010 Karwendel/Achensee - Bärenkopf

Aufstieg vom Gasthof Hubertus entlang der Skipiste, bzw. links davon entlang einer Wegtrasse zur Bärenbadalm. Nun ungefähr entlang des Sommerwegs zuerst an einem Rücken, dann nach rechts durch einen steilen Graben auf einen weiteren Rücken und auf diesen hinauf zum Grat. Durch noch etwas spärlich verschneite Latschen stellenweise mühsam zum Gipfel. Gut gesetzter Pulver, im Latschenbereich ist man aber teilweise bis in die darunterliegende Schwimmschneeschicht durchgebrochen. Lebhafter Föhnwind, der auch schon wieder die ersten Triebschneeansammlungen gebildet hat, die auf der lockeren Pulverschicht wenig Halt findet. Einigen Triebschneemulden konnte man heute noch gut ausweichen.

04.02.2010 Kitzbüheler Alpen - Lodron aus der Kelchsau

Jetzt auch in den tiefen Lagen der Kitzbühler ausreichend Schnee. Am Ausgangspunkt ca. 30 - 35 cm Altschnee mit 5 cm Pulver oben drauf. Gestern hat es dort bis unten (800 m) geschneit. Altschneeunterlage insgesamt recht verspurt, allerdings lässt es sich im verspurten Bereich schöner fahren als daneben, da der Pulver mittlerweile großteils zu Schwimmschnee umgewandelt ist und man dort oft bis zum Oberschenkel wegsackt und dann einfach stehen bleibt. Drum sind wir dort wo es fast pistenähnlich eingefahren war in den 5 - 8 cm Pulver abgefahren. Der Gipfelhang war windverblasen - teilweise mit Deckel, oft abgeblasen und nur noch die hartgepresste Unterlage mit Windgangeln.

Auch Schwaigberghorn gegenüber sah gut aus. Die meisten Touren in der Kelchsau dürften jetzt ordentliche Bedingungen aufweisen, allerdings finden sich besonders in Osthängen mächtige Triebschneeansammlungen. Also eher im flacheren Gelände bleiben.


 


 

24.01.2010 Tuxer Alpen - Malgrübler

Aufstieg vom Ghs. Haneburger durch das Malgrüblerkar. Insgesamt für die aktuelle, schneemäßig noch eher magere Hochwinterzeit eine ordentliche Schneelage. Im unteren Teil Forststraße, bzw. Wiesen mit 15 cm Pulver auf vielleicht 25 cm kompakter Unterlage, wo man dann aber aufpassen muss, dass man um die Buckel drum rumfährt. An der Wazalm (ca. 1600 m) dann etwa 20 - 30 cm aufgebauter Pulver auf ebenfalls kompakter Unterlage - größerer Felsen oder exponierte Kanten schauten trotzdem noch raus. Wo es etwas Ostsüdostseitig exponiert ist, hats zum Teil schon einen Deckel - das kann man aber problemlos vermeiden. Im Malgrüblerkar dann relativ tiefer Pulver, bzw. teilweise schon schwimmschneeähnlich, wo man gelegentlich recht tief durchsackt. Wo es unverspurt ist (das sind aber nur noch wenige Bereiche) vor allem im unteren Teil gut zu fahren. Weiter oben dann oft eingelagerte Windharschschichten, die das ganze etwas unregelmäßiger gestalten. Im obersten Teil dann windverblasen mit großflächig abgeblasenen Bereichen. Man kann sich aber immer an schöne Mulden halten, wo der Schnee abgelagert wurde und dort oft sehr hartgepresst drinnen liegt. Im Aufstieg wären hier Harscheisen an einigen Stellen ganz brauchbar, da es aber flach ist, gehts auch ohne. In der Abfahrt ist der Bereich pistenähnlich zu fahren.

Nicht viel, aber ausreichend Schnee an der Wazalm.
Nicht viel, aber ausreichend Schnee an der Wazalm.

 

Windverblasener Gipfelbereich am Malgrübler
Windverblasener Gipfelbereich am Malgrübler

 

Im Malgrüblerkar hatte auch unser Telemarker seinen Spaß.
Im Malgrüblerkar hatte auch unser Telemarker seinen Spaß.

==> weitere Bilder gibts bei www.united-fotos.de


22.01.2010 Nordtiroler Unterland

Im Wilden Kaiser sind Ellmauer Tor (jetzt aber vermutlich mit Deckel) und Griesener Kar (im Wald evtl. kurz abschnallen) gangbar.

In den Kitzbühelern braucht man eine Ausgangshöhe von ca. 1100 m und Waldfreie Nord und Osthänge. Schafsiedel aus der Wegscheid, Sonnenjoch, Niederjochkogel und Regenfeldjoch im Langen Grund, Pallspitze vom Frommgrund, Kröndlhorn und Steinbergstein von Ghf. Steinberg, Floch, Gerstinger Joch, Tanzkogel im Spertental, Gamskopf und Mareitköpfl im Alpbachtal sollten alle gut machbar sein, sofern man ein wenig schaut, wo es den Schnee hin und nicht weggeblasen hat. Auch im Auracher Graben und von der Kelchalm/Bochumer Hütte kann man bis zum Parkplatz runterfahren.

In den Tuxer Alpen sieht die Lage ebenfalls ganz ordentlich aus, sofern man oberhalb 1600 - 1800 m ist. Unterhalb braucht man eine Forststraße. Grafensspitze, Hirzer, Hobar sind wohl alle in dieser Woche mit guten Bedingungen begangen worden. Hochfügen ist weiterhin gut.

17.01.2010 Lechtaler Alpen - Galtjoch

In Rinnen etwas mehr Schnee als in Bichlbächle - trotzdem untere Schmerzgrenze für die Abfahrt hinab zum Rotlech, daran haben auch die 2 - 5 cm Neuschnee von letzter Nacht nichts geändert. Die Forststraße ist dann gut schneebedeckt und auch auf den Wiesen der Rotbachalm liegt genug, um nicht auf den Grund durchzukommen. Der Aufstieg zur Ehenbichler Alm geht ebenfalls besser als es den Anschein hat, auch wenn man an einigen Stellen in der Abfahrt vorsichtig sein muss, um seine Ski und die Vegetation zu schonen. Ab der Jausenstation Ehenbichler Alm lag dann sogar ca. 10 cm neuer Pulverschnee. Leider war die Sicht oberhalb der Waldgrenze nicht mehr sonderlich gut aufgrund des dichten Schneefalls.

Wenig Schnee knapp oberhalb von Bichlbächle
An der Rotbachalm hat sich sogar kurz die Sonne gezeigt.

 

Schneefall an der (geöffneten) Ehenbichler Alm
Schneefall an der (geöffneten) Ehenbichler Alm

 

Schlechte Sicht kurz vor dem Gipfel
Schlechte Sicht kurz vor dem Gipfel

 

16.01.2010 Lechtaler Alpen - Bleispitze von Bichlbächle

Erschreckend wenig Schnee in Bichlbächle (immerhin fast 1300 m). Man kann zwar mit Ski losgehen und auch dorthin entlang des Grabens abfahren, muss aber schon aufpassen. Die Waldstufe zur Bichlbächler Alm ist noch schlechter. Hier haben wir in der Abfahrt die Ski ein Stück abgeschnallt. Im Aufstieg sind wir ziemlich lange den Graben rauf und erst oberhalb der Alm wieder nach rechts auf die Aufstiegsspur gequert. Hier abzufahren wäre aber auch kaum besser gewesen. Im Bereich der Alm bis zur Waldgrenze dann ganz guter Pulver mit Unterlage. Ab ca. 1600 m allerdings stark verblasen und dann nur noch an wenigen Stellen schön zu fahren. Der Gipfelgrat ist ebenfalls stark verblasen, allerdings lässt es sich dort besser aufsteigen und abfahren als es aussieht, da der Schnee - dort wo er liegt - relativ hart gepresst ist. Rein von den Schneeverhältnissen derzeit nicht lohnend - aufgrund des genialen Wetters dann aber doch ein schöner Skitourentag.

Wenig Schnee knapp oberhalb von Bichlbächle
Wenig Schnee knapp oberhalb von Bichlbächle

 

Blick zum Roten Stein - auch dort schaut im unteren Teil noch zu viel Gestrüpp heraus
Blick zum Roten Stein - auch dort schaut im unteren Teil noch zu viel Gestrüpp heraus

 

Genialer Gipfelblick von der Bleispitze
Genialer Gipfelblick von der Bleispitze

 


10.01.2010 Kitzbüheler Alpen, Alpbachtal - Gamskopf

Wetter wie gestern - unten trüb, dann Nebel, oben allerdings noch etwas dichtere Schleierbewölkung. Schneelage gut ausreichend - keine Steinkontakte, gute Unterlage mit ca. 20 cm Pulver drauf aber oft pistenähnlich eingefahren.

Unterhalb der Nebelgrenze an der Greitalm
Unterhalb der Nebelgrenze an der Greitalm

 

Überm Nebelmeer, wenige Meter vorm Skidepot
Überm Nebelmeer, wenige Meter vorm Skidepot

 

Blick vom Skidepot nach Norden zum Wilden Kaiser
Blick vom Skidepot nach Norden zum Wilden Kaiser

Bei UFO gibts noch weitere Bilder vom Tag

 


09.01.2010 Kitzbüheler Alpen, Kelchsau - Sonnenjoch

Am Ausgangspunkt etwa 30 - 40 cm Schnee, wobei davon gut 20 cm kompakte Altschneeunterlage sind, die dafür sorgt, dass man nirgends durchfällt. Weiter oben dann zwischen 20 und 30 cm Pulver auf der Unterlage, der aber meistens schon ziemlich zerspurt ist. Oberhalb der Neualm ist in den Südhängen die Unterlage teilweise etwas gering, hier sollte man drauf achten, in den Mulden abzufahren. Das Wetter war nach dem Eisniesel von Rosenheim überraschend positiv, ganz oben sogar sonnig. Zwischen zwischen 1600 und 1900 m dichter Nebel, drunter einfach grau.

Ein halber Meter gut gesetzter Schnee an der Pfundsalm
Oberhalb der Nebelgrenze war es teilweise sogar sonnig - vor allem in der Abfahrt aber diffus.

 

06.01.2010 Tuxer Alpen, Kraxentrager von Hochfügen

Relativ gute Schneeverhältnisse in Hochfügen. Auch hier liegt zwar nicht besonders viel Schnee, allerdings gut ausreichend für alle Touren. Am Kraxentrager war sogar noch einiges unverspurt bei ca. 30 cm Pulver auf Unterlage eine super Abfahrt. Nur im Kammbereich musste man ein wenig vorsichtig sein mit verschneiten Steinen. Im unteren Teil sind wir (orog.) links vom Graben abgefahren, da lag deutlich mehr Schnee als rechts wo die Almstraße verläuft und es war nicht so stark zerspurt. Mehr Leute waren heute am Marchkopf, der schon großflächig eingefahren ist - insgesamt aber etwas abgeblasener als der Kraxentrager oder die Hänge gegenüber am Rosskopf, Pfaffenbichl oder Kl. Gilfert ist. Auch Sonntagsköpfl dürfte gut gehen.

Ein halber Meter gut gesetzter Schnee an der Pfundsalm
Ein halber Meter gut gesetzter Schnee an der Pfundsalm

 

zügig gehts über freie Hänge bergauf
zügig gehts über freie Hänge bergauf

 

mit ein wenig Gespür finden sich immer wieder schöne, unverspurte Mulden.
mit ein wenig Gespür finden sich immer wieder schöne, unverspurte Mulden.

 


03.01.2010 Tuxer Alpen - Hirzer

Relativ wenig, aber ausreichend Schnee. Leider hats hier nicht so viel Neuschnee wie gestern am Spitzingsee. Am Auto warens nur ca. 5 cm, am Ende der Forststraße bei den ersten Almhütten ca. 10 cm (dort aber ziemlich verblasen). Ab dem Zirbenwaldgürtel lagen dann 15 - 25 cm Pulverschnee auf den alten Spuren (hier hatte es vermutlich den verfrachteten Schnee abgelagert). Steinkontakte musste man vor allem ganz oben, kurz vor dem Gipfelgrat und am Gipfelkamm selber fürchten. Auch unten im Almbereich, wenn man rechts unbedingt in die unverspurten, aber unter dem Neuschnee oft abgeblasenen Hänge fahren will kommt man auf den Untergrund durch. Links in den schattigen Mulden ist genug hartgefrorene Unterlage unter dem Neuschnee. Die Forststraße im unteren Teil ist problemlos fahrbar mit ca. 30 cm kompaktgefrorener Unterlage und wenigen cm Pulver drauf.

Alles in allem gute Schneeverhältnisse und mit ein bißchen Vorsicht und Blick fürs Gelände ist der Berg auch neuen Tourenski zuzumuten, bei entsprechender Steinski-Alternative schont man aber seine Nerven.

Relativ wenig Schnee im Bereich der Povers-Alm
Relativ wenig Schnee und verblasene Unterlage im Bereich der Povers-Alm

 

Schöner Pulverschnee knapp oberhalb des Zirbenwaldgürtels am Povers-Hochleger
Schöner Pulverschnee knapp oberhalb des Zirbenwaldgürtels am Povers-Hochleger

 

Abgeblasene Stellen am Gipfelrücken des Hirzer
Abgeblasene Stellen am Gipfelrücken des Hirzer

26.12. - 27.12.2009 Sellrain - Potdsdamer Hütte

Aufstieg zur Potsdamer Hütte vom Parkplatz oberhalb des Ortes Sellrain auf der Rodelbahn problemlos. Unten reicht der Schnee aber grad so. Am Fotscher Bergheim (1400 m) hat es dann ca. 50 cm Schnee. Im Waldbereich hat sich der Schnee zwar schon gesetzt, ist aber bereits wieder so aufgebaut, dass man teilweise durchfällt.

Im Hüttenbereich auf 2000 m liegen ca. 50 - 70 cm Schnee, oberflächlich schön pulvrig (ca. 10 - 30 cm), Unterlage an windexponierten Stellen stark verblasen und oft verharscht. Oberhalb ca. 2100 m sehr spannende Lawinenlage. Fernauslösung auch mässig steiler Hänge. Wir haben ein relativ kleines Schneebrett einer prügelharten, 80 cm dicken Windharschschicht von ca. 30 m Entfernung ausgelöst, das auf der kalten Schwimmschneeschicht lag. Die Tour zum Roten Kogel geht aber problemlos und ist mittlerweile ziemlich eingespurt.


Schneeverwehungen beim Anstieg zur Hütte

 


30 cm Pulverschnee am Hang hinter der Hütte

 


Das ausgelöste Schneebrett - bockharte Windharsch-Schollen

 


Die Dimensionen des Schneebretts: Anrisshöhe bis 80 cm, Anrissbreite ca. 40 m, Laufweite maximal 20 m
Hangsteilheit auf etwa 10 m ca. 35 Grad - ansonsten 20 - 25 Grad. Auslösepunkt war knapp rechts ausserhalb des Bildrands.

26.12.2009 Karwendel - Schafreuther

Eppzirler Tal: Auf Forststraße von unten weg begehbar, vergleichsweise ordentliche Schneelage in den Karböden.

Schafreuther: ab ca 1600m Harschunterlage mit ordentlich Pulverauflage...


26.12.2009 Kitzbüheler Alpen, Kelchsau

Im Langen und im Kurzen Grund ab Parkplatz geringe Unterlage auf den Forststraßen, oben drauf ca. 5 - 20 cm Pulverschnee. Kamm und Gipfellagen stark verblasen. Niederjochkogel und Gebiet um die Bamberger Hütte waren Skitourengeher unterwegs, was zumindest o.k. war, wenn man in Gipfelnähe vorsichtig fährt, dann in den eingewehten (aber nicht zu steilen) Mulden bleibt und unten die Forststraße abfährt.


18.12.2009 Überblick

In Nordtirol sind Hochfügen, das Sellrain oder auch das Obernbergtal derzeit Tipps für Skitouren. Dort sind mit etwas vorausschauendem Fahren und bei vorsichtiger Talabfahrt entlang von Forstwegen feindkontaktfreie Skitouren durchaus drin. Es liegen dort ca. 40 - 60 cm lockerer Schnee, oberhalb von ca. 1800 bis 2000 m beginnt etwa eine tragende Unterlage. Weiter im Westen, vor allem in der Silvretta und im Rätikon siehts noch etwas besser aus. In St. Antönien sollen derzeit beste Tourenverhältnisse herrschen.