Die Skitouren-Verhältnisse Details zu Ostalpen, Gebiet Süden und Südwesten - Saison 2008/2009

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Dazu gehören das komplette Südtirol, die restlichen Dolomiten, Brenta, Ortler, Adamello, Sesvenna, Livigno und Bernina incl. Bergell - sowie die Bergamasker Alpen. Benachbarte Gebiete sind der Südosten, der Nordwesten, sowie die nördlichen und südlichen Westalpen wo evtl. auch noch nützliche Informationen zu diesen Gebieten zu finden sein können.

In chronologischer Reihenfolge werden hier alle Meldungen zu diesem Gebiet aufgelistet.
Eine Gewähr für die Infos kann ich nicht bieten - da sich erstens die Verhältnisse oft stündlich ändern und ich die Informationen von anderen Informanten meist nicht überprüfen kann.

Weitere Informationen hierzu siehe auch bei Bergtour.ch für die Lombardei, Südtirol/Trentino, und Graubünden und www.gipfelbuch.at

16.4. - 19.4.2009 Berninagruppe

Gute Schneelage in der Berninagruppe. Von Donnerstag auf Freitag ca. 20 - 50 cm Neuschnee von Süden her. Die größten Neuschneemengen liegen in den höheren Lagen im Bereich der Coazhütte und Marinellihütte. Bis etwa 2600 m schattseitig noch Pulver, sonst mit Deckel - Südseitig bereits nach 2 Tagen wieder Firnig.

Wir sind von der Bovalhütte über die Fuorcla Misaun auf den Piz Tschierva (ein kurzes steiles Stück im Aufstieg zu Fuß mussten wir hüfttief spuren, sonst bei guter Sicht relativ problemlos und auch nur mässig lawinengefährlich, sicherer als die Boval-Scharte (wäre deutlich kürzer), die wir uns nach den Neuschneefällen nicht getraut haben). Abfahrt nach Süden vorbei an der Tschierva-Hütte ins Val Roseg ebenfalls problemlos - bei sehr starker Erwärmung evtl. Gefahr von Naßschneelawinen. Aufstieg zur Coazhütte anfangs am See entlang (der ist noch zugefroren), dann nach rechts kurz steil hinauf auf die Moräne (evtl. Nasschneelawinen am Nachmittag - allerdings müsste man bei richtiger Spuranlage diesen ausweichen können). An der Coaz alleine auf der Hütte, komplettes Gebiet unverspurt bei bestem Pulver. Übergang zur Marinelli relativ flacher Hatscher, landschaftlich aber großartig. Hütte ebenfalls bewirtschaftet, aber ausser uns keine Gäste. Am Sonntag Palü-Überschreitung wegen dichtem Nebel und Schneefall nicht gewagt, dafür über die Bellavista-Scharte zum Fortezzagrat und über diesen abgeklettert und abgeseilt (gut eingerichtet und markiert, trotzdem bei teils hüfttiefem Schnee eine alpine Sache). Weitere Abfahrt hinab zum Morteratschgletscher anfangs Pulver, dann Pappschnee unten Sulz (am späten Nachmittag), Skating hinaus nach Morteratsch.

23.03.2009 Südl. Venedigergruppe, Virgental, Essener-Rostocker-Hütte

Sehr ordentliche Schneelage. Am Ausgangspunkt im hinteren Virgental ca. 80 cm gesetzter, gefrorener Altschnee. Aufstieg bis zur Jausenstation mit Ski, dann entlang der geräumten Fahrstraße zu Fuß zur Materialseilbahn. Gewaltige Lawinenkegel in diesem Bereich. Der weitere Aufstieg dann ziemlich problemlos, da durch die hohe Schneelage teilweise im Bachbett aufgestiegen werden kann und man sich somit nicht über die bollerigen Lawinenkegel mühen muss. In den höheren Lagen viel Schnee aber auch stark verblasen. Gletscher gut eingeschneit.

28.02.2009 Schneeverhältnisse um die Zufallhütte

Es gibt reichlich Altschnee. Am Parkplatz etwas über 1m. Weiter oben ist er allerdings in allen Expositionen vom Wind versaut. Die Abfahrt wird zur Buckelpiste. Ein paar schöne Schwünge im Triebschnee bleiben die Ausnahme. Ansonsten gute Bedingung. Die Südseiten haben am Samstag massive Sonne abbekommen (inkl. kleinerer Nassschneerutsche auf die Zufahrtsstraße). Da müsste es bald gute Firnbedingungen geben.

Quelle: www.alpenverein-bayerland.de

26.02. - 28.02.2009 Dolomiten, Villnößtal

Ausgeführte Touren: Zendleser Kofel, Mittagsscharte, Gabler (Plose)

Die Südhänge über dem Tal apern schon langsam aus, die Tourenberge haben aber mehr als genug Schnee. An der Zannser Alm und auch unten an der Waldschänke (Ausgangspunkt für Mittagsscharte) liegt jeweils ca. 1 Meter Schnee. Die Touren sind alle gut eingefahren, aber es finden sich auch noch unverspurte Flächen (am Zendleser Kofel eher weniger). Heute, Samstag war es frühlingshaft warm und südseitig ist der Schnee dann sumpfig geworden, Ost- und Westseitig ist er auch angetaut im Schatten jedoch weiterhin pulvrig. Sonnseitig brauchts noch einige Tage, bis sich Firn bildet, weil der Schnee sich noch nicht gesetzt hat (da es ab Montag wieder regnen/schneien soll wirds wohl erstmal nix damit).

14. - 18.02.2009 Sarntaler Alpen, Durnholz

Im Tal auf 1500 m ca. 1 - 1,5 m gut gesetzter Schnee - an zugigen Ecken jedoch auch schon verblasen. Im Wald meistens noch schön pulvrig, oberhalb der Waldgrenze stark verfrachtet mit eindrucksvollen Windformationen. Steile Südhänge mit Deckel.

Durchgeführte Touren:

  • Tellerjoch (unten noch pulvrig, oben stark verblasen),
  • Jakobsspitze (am Gipfelkamm wg. Föhnsturm umgedreht, Schneeverhältnisse ähnlich wie am benachbarten Tellerjoch),
  • Karnspitze - Übergang nach Pens nordseitig noch schöne Pulverhänge,
  • Fortschellscharte - Übergang nach Latzfons: im Waldbereich pulvrig, unterhalb 1500 m mit Deckel, unterhalb 1300 m tragfähig.
  • Übergang vom Bauernhof Öberst ins Gedrumtal über Jochererberg, komplett Windharsch, Übergang über Morgenrast ins Plattenbachtal nordseitig (Stallderswald) noch schöne Pulverhänge.

10.02.2009 Südl. Stubaier Alpen, Ratschings

Im Aufstieg zum Fleckner am Parkplatz ca. 2 m Schnee, nach oben hin noch zunehmend. Etwa 80 cm Neuschnee mit schlechter Verbindung zur Altschneedecke. Mehrere frische Spontanlawinenabgänge zu beobachten. Oberhalb der Alm starker Wind mit enormen Verfrachtungen. Vor Gipfelhang umgekehrt.

07.02.-09.02.09 Dolomiten/Plosegebiet (Lüsner Tal)

Bis Sonntag ca. 30 bis 50 cm Neuschnee oberhalb 1400 m, unterhalb teilweise Regen, teilweise Nassschnee. Insgesamt Südhänge unterhalb 1200 m, teilweise aper, sonst ausreichend bis viel Schnee, in höheren Lagen für diese sonst eher schneearme Region der Dolomiten ordentlich viel Schnee. Schattseitig auf 1700 m ca. 1,5 m Schnee. Kritische Lawinenlage da der Neuschnee eine Oberflächenreif-Schicht eingeschneit hat. Viele Spontanlawinen bereits 30° und sogar darunter. Wir waren am Campill und am Maurerberg, zwei an sich nicht oder nur wenig lawinengefährdete Touren. Am Maurerberg aber unter dem Joch grenzwertig allerdings war das meiste bereits abgegangen. ein kleineres Brett haben wir auch noch ausgelöst. Die direkte Nordabfahrt war indiskutabel. Hier auch schon großflächige Schneebrettabgänge, aber unter dem Joch noch große Triebschneeansammlungen.

4./5.1.09 Gardaseeberge, Monte Baldo
Am Nordende (Altissimo) beginnt die Altschneeunterlage schattseitig auf etwa 600 m, in San Giacomo auf 1200 m liegt etwa 1,20 m Altschnee mit 10 cm Pulverauflage. Bis auf den etwas verblasenen Gipfelhang trotz vieler Spuren noch schöne unverspurte Pulverhänge.
Am Südende in Prada (1050 m) keine Altschneeunterlage mehr, dafür mit etwa 30 cm deutlich mehr Neuschnee, der ausreichend ist, um ohne Bodenkontakt abfahren zu können. Altschnee beginnt dann aber bereits ab ca. 1200 m. Die Liftanlagen sind zwar in Betrieb, es sind aber wochentags so gut wie keine Skifahrer unterwegs. Der obere Teil zur Cima Costabella (2072 m) ist eher verblasen - unterhalb 1700 m finden sich aber schöne Pulvermulden.


Dezember 2008: Südliche Stubaier Alpen, Pflerschtal

Im Tal bereits 50 - 80 cm Schnee - in den höheren Lagen dann über 1m, oft Pulver. Beste Bedingungen