Land & Leute
DAV-Jugend-Expedition Georgien 2003
Allgemeines
Geschichte
Sehenswürdigkeiten
Sicherheitslage
Literatur

 

Ein vielfach angesprochenes Problem dieser Jugendexpedition ist die Frage, ob man in Anbetracht der Sicherheitslage bestimmten Regionen in Georgiens die persönliche Sicherheit für alle Teilnehmer gewährleisten kann. Einen grundlegenden Überblick geben die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Die Sicherheitshinweise auf dieser Seite sind natürlich entsprechend übervorsichtig formuliert. Allerdings treffen sie im Kern die Sache ganz gut. Leider sind die Herren im Auswärtigen Amt nicht sonderlich daran interessiert, dass Deutsche Touristen nach Georgien kommen. Anstatt uns bei unseren Vorbereitungen mit sinnvollen Informationen zu versorgen haben Sie nach allen Regeln der Kunst versucht uns Hindernisse in den Weg zu legen. Unserer Meinung nach ist die Deutsche Botschaft in Tiflis für Deutsche Touristen absolut unbrauchbar. Es scheint so, als ob sich hier ein paar Diplomaten einen ruhigen Job sichern wollen.

Aus unserer eigenen Erfahrung können wir folgendes sagen:

In Tiflis herrschen ähnliche Bedingungen wie in jeder Großstadt, wer abends mit der dicken Fototasche um den Hals durch dunkle Gassen spaziert, sollte sich nicht wundern, wenn die Wertsachen bald einen neuen Besitzer haben. Untertags sollte man sich insbesondere an den von Touristen frequentierten Orten vor Taschendieben in Acht nehmen, allerdings hatten wir keine Probleme.

Auf dem Land (z. B. in der Region Kazbegi oder rund um den Borjomi-Nationalpark) ist die Lage deutlich besser als in den meisten anderen Urlaubsländern. Diebstähle muss man hier kaum befürchten, im Gegenteil, man muss sich sogar eher gegen die Gastfreundschaft der Georgier "wehren".

Auch in dem bis vor kurzem noch berüchtigten Swanetien hat sich die Lage deutlich gebessert. Dort trieben sich bis vor einiger Zeit noch gefürchtete Räuberbanden herum, die jedoch mittlerweile ausgehoben wurden und eine starke Polizeipräsenz hat dafür gesorgt, dass in den letzten Jahren kein einziger Überfall auf Touristen mehr bekannt wurde. Ausserdem wird vielen Leuten in dieser abgelegenen Region langsam klar, dass für die Dörfer der Tourismus die einzige Chance ist der extremen Landflucht Herr zu werden.

Derzeit leider nicht zu emfpehlen, bzw. garnicht zugänglich sind die Regionen Abchasien und Süd-Ossetien, obwohl auch dort landschafltich und bergsteigerisch interessante Ziele geboten wären. In wieweit sich hier in nächster Zukunft Verbesserungen ergeben ist schwierig zu sagen - insbesondere Abchasien wird aber wohl bis auf weiteres für Touristen kein empfehlenenswertes Ziel sein.