Skitouren |
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Skitour Kaukasus |
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Kazbeg (5033 m) |
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Der höchste Skiberg Georgiens |
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Der Kazbeg ist nicht nur der höchste Berg des östlichen Kaukasus, sondern gleichzeitig der höchste Skiberg in Georgien. Im Gegensatz zum weit bekannteren und deutlich beliebteren Elbrus muss man sich am Kazbeg aber jeden einzelnen der 3300 Höhenmeter selbst erarbeiten. Bei gutem Wetter und guten Verhältnissen stellt eine Skitour auf den Kazbeg jedoch eine lösbare und vor allem unvergessliche Aufgabe dar. Für die Besteigung des Kazbeg sollte man mindestens 3 Tage einplanen. Die Übernachtung auf der Meteo-Station teilt den Aufstieg in zwei natürliche Etappen. Die Abfahrt von der Station nach Kazbegi ist am meist vormittag deutlich günstiger, da die steilen Osthänge dann ideale Schneeverhältnisse aufweisen und bei gutem Firn sind die 2000 Höhenmeter mit dem schweren Rucksack deutlich angenehmer zu bewältigen als im knietiefen Sulz. Deshalb ist es von Vorteil, wenn man erst am Tag nach dem Gipfeltag abfährt. |

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Aufstieg zur Meteo-Station: Dieser beginnt direkt in Kazbegi. Man folgt den Gassen durch den westlichen Ortsteil rechts haltend aufwärts, am Ortsrand kann man oft schon die Ski anschnallen. Nun gehts am Friedhof vorbei rechts unterhalb der hoch oben thronenden Wallfahrtskirche Zminda Sameba durch lichten Wald hinauf. Links haltend erreichen wir den Grat-Rücken, der das Tal links begrenzt. Nun immer dem Rücken folgend, zeitweise links in der Flanke aufwärts bis zu einem kleinen Sattel auf ca. 2950 m. Jenseits quert man leicht abwärts in ein breites Becken und steigt weiter rechts haltend hinauf auf den hier relativ spaltenarmen Gletscher. Nun immer weiter aufwärts den Gletscher langsam nach rechts überschreitend bis unter den letzten Aufschwung, der nun etwas steiler zu schon lange sichtbaren Meteo-Station führt.
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Gipfelanstieg: Von der Station waagrecht, bzw. leicht abwärts nach Westen auf den Gletscher. Am rechten Rand führt eine Mulde zwischen Gletscher und der steilen Südflanke aufwärts, durch die man bequem und ohne Spaltenrisiko das kleine Gletscherplateau in etwa 4000 m Höhe erreicht. Ab hier befinden sich einige kleinere Spaltenzonen am Weg - die möglicherweise das Gehen am Seil empfehlenswert machen. Die Aufstiegsroute wendet sich nun nach NW und erreicht auf ca. 4500m ein großes Plateau unter dem NW-Hang des Gipfelaufbaus. Diesen ersteigt man oft besser mit Steigeisen, da der Schnee hier meist durch den starken Wind extrem gepresst ist. Die Flanke quert man von rechts nach links ansteigend, im oberen Teil erreicht man - wieder rechts haltend - einen Sattel. Hier setzt eine kurze, etwa 45 Grad steile und oft blanke Eiswand an - in der evtl. Sicherung mit Seil notwendig sein kann. Nach obenhin flacht sich der Gipfelaufbau dann wieder ab und schliesslich liegt einem der komplette Kaukasus zu Füßen. Die Abfahrt folgt bis zur Meteo-Station der Aufstiegroute. Die Ski deponiert man meist Ende des Großen Plateaus - je nach Verhältnissen kann man sie aber auch bis in den Sattel auf 4.900 m hinaufnehmen. Von der Meteo-Station fährt man bei Sonne am besten gegen 9 Uhr vormittags ab. Am Gletscher hält man sich schnell ganz rechts, wo schöne Mulden früh auffirnen. Durch eine hohe Querfahrt kann man den Sattel auf 2950 m ohne Gegenanstieg erreichen. Ab hier erwarten einen am Vormittag dann bis Kazbegi hindernislose Firnhänge vom allerfeinsten, wer die Kirche Zminda Sameba besichtigen möchte, kann (bei genügend Schnee) auch von der Kirche durch Rinnen direkt nach Kazbegi abfahren. |
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Exposition: |
Ost bis Nordwest |
Höhenmeter: |
3300 |
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Gesamtzeit: |
2 - 3 Tage |
Skitechnische Schwierigkeit: |
mittel |
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Lawinengefährdung: |
Bei überlegter Spuranlage |
Sonstige Schwierigkeiten: |
Eiskletterei 45° |
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© Markus Stadler 2006