Markus Stadler

Wintermärchen am Großen Traithen

29.04.2017 Tourenverhältnisse Bayerische Voralpen erstellt von Markus

Bedingungen wie im Hochwinter gab es heute vormittag nochmal am Großen Traithen.

Nachdem es jetzt drei Tage teils bis nach Rosenheim hinab geschneit hatte, nutzten wir den ersten Schönwettertag, um dem Großen Traithen einen Vormittagsbesuch abzustatten.

 
Sonniger Morgen an der Rosengasse.

An der Rosengasse lagen 25-30 cm Pulverschnee, weitgehend ohne Unterlage. Bereits vor der Rosengassenalm war nordseitig erster zaghafter Altschnee unter dem Neuschnee zu spüren. In der Saugasse war es dann schon ein halber Meter Pulver auf leicht verharschter, durchnässter Altschneedecke. Die Aufstiegsspur führte danach über den Latschenkopf, was wie immer etwas mühsam ist, aber die südseitige Querung wäre wohl ohne Grundlage gewesen. Aufstieg zum Steilner Joch so gut wie den ganzen Winter nicht - die meisten Latschen eingeschneit, ebenso am Gipfelgrat.


Auch Ende April kann man es am Traithen noch stauben lassen.

Es sind dann einige den Nordhang abgefahren. Wir haben uns für den Nordwesthang entschieden und sind links bis in den Wald hinab. Perfekter, 50 cm tiefer Powder - wie im Hochwinter. Danach Gegenanstieg zum Kleinen Traithen, wo der Schnee südseitig schon pappig wurde. Abfahrt über Stopselzieher nochmal pulvrig, aber im Flachstück pappig. Der nächste Hang geht oben noch gut, nach unten hin dann bald wenig Unterlage und die verschneiten Steine sieht man nicht - ein paarmal hats am Belag gekratzt. Wir kommen aber ohne große Schäden zum Fahrweg durch und rutschen nun in extrem bremsendem Nasschnee zurück zum Parkplatz (ca. 11.15 Uhr).


Gegenanstieg zum Kleinen Traithen


Ab dem Flachstück unterm Stopselzieher wurde es langsam pappig.

Skitourenführer Bayerische Alpen

Skitourenführer Bayerische Alpen von Markus Stadler. Er umfaßt 140 Touren im Gebiet zwischen Tegernsee und Berchtesgaden. [weiter...]