Markus Stadler

Skitourenstützpunkt Ostalpen

Hanauer Hütte (Winterraum)

Zentraler Stützpunkt im Parzinn in den Lechtaler Alpen.

Die Hanauer Hütte in den Lechtaler Alpen.
Die Hanauer Hütte in den Lechtaler Alpen.

Die Lechtaler Alpen sind einerseits bekannt für steile und anspruchsvolle Skitouren, andererseits aber auch für lange Anmarschwege durch flache Täler. Zumindest letzteres passt auch für das Angerletal im Gemeindegebiet von Pfafflar. Die Standardskitouren sind hier im Parzinn dafür vergleichsweise gutmütig, Anfänger werden aber trotzdem keinen Spaß haben. Und für die Ambitionierten gibt es genügend steile Hänge und felsige Gipfelaufbauten.

Das Quartier:

Die Hanauer Hütte ist im Winter geschlossen, es steht aber ein großer und sehr komfortabler Winterraum zur Verfügung. In dem großen Lager gibt es etwa 16 Schlafplätze. Der Aufenthaltsraum ist sehr großzügig ausgestattet mit zwei großen Tischen, Bänken und einer Küchenzeile, die manche moderne Ferienwohnung alt aussehen läßt. Aber Achtung! Der tolle Winterraum hat sich inzwischen herumgesprochen, so dass es an schönen Tourenwochenenden mit guten Bedingungen durchaus voll bis sehr voll werden kann. Während unserer Durchquerung haben wir aus einer Vorahnung heraus den Besuch des Winterraums vom Wochenende auf die Nacht von Sonntag auf Montag verschoben. Wir haben dann erfahren, dass am Samstagabend 29 Personen um die 16 Plätze konkurriert haben.

Der Winterraum steht offen und ist ohne Spezialschlüssel zugänglich, an Holz hat es im Februar 2017 nicht gemangelt und in knapp 5 Min. Entfernung gab es sogar fließendes Wasser, so dass man sich das aufwändige Schneeschmelzen ersparen kann.

Komfortable Einrichtung am Winterraum der Hanauer Hütte. 
Komfortable Einrichtung am Winterraum der Hanauer Hütte.

Anfahrt:

Mit dem Auto fährt man durch das Lechtal von Reutte kommend bis Elmen und zweigt kurz darauf links ab ins Bschlaber Tal. Am Ende des im Winter befahrbaren Abschnitts dieser Straße, die zum Hahntennjoch führt, liegt das Dorf Boden. Hier parkt man ganz links oben hinter dem letzten Hof (kleiner Parkplatz).

Aufstieg:

Vom Parkplatz geht es mittels einer Brücke über den Fundaisbach und entlang der flachen Forststraße ins Angerletal. Nach etwa einer Stunde ist die Talstation der Materialseilbahn erreicht, wo sich das Gelände langsam aufsteilt. Ein breiter Sommerweg führt nun durch die dichte Latschenzone links vom Bach an die Steilstufe unter der Hütte heran. In einem rechts ausholenden Bogen gelangt man über die Karschwelle hinauf zur schon länger sichtbaren Hanauer Hütte. Das östliche Nebengebäude ist der Winterrraum (Gehzeit ca. 2 h).

Das Tourengebiet:

Die Hütte liegt bereits auf 1922 m. Nachdem die umliegenden Gipfel durch die Bank zwischen 2500 m und 2800 m hoch sind, halten sich die Höhenunterschiede in Grenzen. Das felsige Gebirge bietet aber mit seinen vielen Scharten und Übergängen zahllose Variationsmöglichkeiten, um sich längere Tourentage zu basteln. Klassiker sind Kogelseescharte, Kogelseespitze, Parzinnscharte, Steinkarspitze und Dremelspitze-Umrundung. Wer es etwas länger möchte, kann über die Hintere Dremelscharte, Verborgene Gratscharte und das Brunnkar auf den Großen Schlenker steigen und anschließend durchs Fundaistal zum Parkplatz abfahren.

Aufstieg zur Kogelseespitze.
Aufstieg zur Kogelseespitze.

Kontakt

Hanauer Hütte

Werner Kirschner
Piösmes 208
A-6481 St. Leonhard im Pitztal

Telefon: (+43) 664 – 266 91 49

Homepage: www.hanauer-huette.de

Traumhafte Pulverschneeabfahrt von der Kogelseespitze.
Traumhafte Pulverschneeabfahrt von der Kogelseespitze.

Karten

Alpenvereinskarte Nr. 3/4 - Lechtaler Alpen, Heiterwand