Markus Stadler

Klettern Bayerische Alpen

Krettenburg

Sportklettergebiet oberhalb der Firstalm am Spitzingsee


Die Krettenburg von Süden gesehen..

Die Krettenburg ist ein nach Süden exponierter Felsriegel direkt hinter der viel besuchten Oberen Firstalm. Der Zustieg vom Spitzingsee ist zwar mit einer guten Dreiviertelstunde nicht wirklich kurz, aber ansonsten wären die Rahmenbedingungen eigentlich nicht schlecht für einen beliebten Klettergarten: ein 250 Meter breiter Felsriegel mitbrauchbarem, teils gutem bis sehr gutem Fels, durchschnittlichem Wandfuß, sonnigen und schattigen Abschnitten und einer guten Wirtschaft nur fünf Minuten entfernt. Dass hier in den letzten Jahren kaum Kletterer anzutreffen waren lag in erster Linie am nicht mehr zeitgemäßen Routenangebot. Die meisten Linien wurden bereits vor mindestens 30 Jahren erschlossen, mit dem Material und dem Stil, der damals „state of the art“ war. Kronenbohrdübel, Eigenbau-Haken und Normalhaken steckten in vielen Routen. Wo mit solide geklebten Gerüstösen gearbeitet wurde finden sich diese in Abständen, die dem Arco verwönhnten Oberbayern den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Im Herbst 2014 machte sich ein kleines Team an die Sanierung von Routen und das Absichern und Putzen neuer Linien. Seither hat sich einiges getan und inzwischen ist die Krettenburg zu einem der lohnendsten moderaten Sportklettergebiete im Bayerischen Oberland avanciert.

Anfahrt:
ÖPNV: Die Oberlandbahn hält auf der Strecke Miesbach–Bayrischzell in Schliersee. Von dort fahren regelmäßig Busse zum Spitzingsee.

Mit dem Auto: Von München kommend über die A8 bis Weyarn und über Miesbach und Schliersee zum Spitzingsee, von Rosenheim über Bad Feilnbach, Hundham und Fischbachau dorthin.

Zustiege:

1. Vom Spitzingsattel auf der Fahrstraße in 40 Minuten zur Oberen Firstalm. Nun rechts nach dem ersten Gebäude dem Wanderweg 40 Meter folgen und dann weglos links über die Wiese zum Waldrand. Diesem nach links folgen, bis rechts ein Steiglein (rote Markierungen) zur Wand führt (gesamt 45 Min.).

2. Vom Parkplatz Kurvenlift auf der anfangs geteerten, dann geschotterten Straße zur Unteren Firstalm. Links den Wanderweg hinauf zur Oberen Firstalm und weiter wie 1 zur Wand (ca. 50 Min).


Die Route "Schnuffis Flitterwochen" (8).

Routen: Derzeit existieren ungefähr 40 Routen vorwiegend im Schwierigkeitsbereich 6 - 9, sowie ein paar leichtere Linien und einige schwierigere Projekte. Die neueren Linien und sanierten Routen sind gut mit Bohrhaken abgesichert, ansonsten steckt aber teilweise auch noch teils dubioses Material oder es finden sich eher "sportliche" Hakenabstände.

Kletterführer:

Kletterführer Bayerische Alpen, Band 1 Kletterführer Bayerische Alpen Band 3
Bayrischzell - Benediktbeuern

Die Klettergebiete zwischen Rotwand und Benediktenwand und den unmittelbaren Münchner Hausbergen.

 

 

 

 

Updates:

Seite 286:
Von Nr. 5 gibt es jetzt eine Verlängerung zum Stand von Nr. 4 (derzeit Projekt).

Rechts von Nr. 8 gibt es jetzt Ronja (7-/7), A. Grußer, J. Kohl 2017)

Nr. 13 kann als zweite Seillänge zu Nr. 11 geklettert werden und ist 8-.

 

Seite 288:

Ein gutes Stück links von Nr. 1 gibt es eine 30m lange Neutour: Sorry Dörthe 7+.

Route Nr. 5 ist inzwischen fertig eingebohrt aber noch Projekt.
Rechts von Nr. 5 gibt es "Altes Fieber" (7-/7)

Links von Nr. 9 gibt es drei neue Linien (v.l.n.r.):
- Bayerisch Velebit (6-)
- Kräuter der Provence (7-)
- Petite Cuisine (8-/8) - mündet in Kräuter der Provence

Von Nr. 9 zweigt am 4. Haken rechts  die Kante "Rainbow Warrier" (8-) ab.

Route Nr. 11 wurde saniert und in der Mitte und im oberen Teil etwas begradigt. Oben gibt es links eine etwas schwerere Ausstiegsvariante (7+) und nach dem ersten Haken zweigt links ein Projekt ab.

Fehlerhafte Bewertungen:
Nr. 15 (7)

Nr. 16 (7-)

Seite 290:

Links von Nr. 1 gibt es zwei neue Routen:

"Warme Buchsen" 6, 32m
"Man on fire" 7-, 28m 

Nr. 2 ist eingebohrt und geklettert: La Vida Loca (8+).

Nr. 4 wurde saniert - die Bewertung ist sehr hart, 7- oder gar 7 würde es besser treffen.

Nr. 11-16 wurden saniert, letztere mit neuem, eigenem Einstieg.