Markus Stadler

Stützpunkt Kaisergebirge

Ackerlhütte

Die Ackerhütte thront hoch über dem Talkessel von St. Johann auf dem sog. Ackerlsporn - einem gras- und latschenbewachsenen Rücken - der vom Hochgrubachkar herabzieht und dieses in eine östliche und westliche Hälfte trennt. Die Hütte ist kein bewirtschafteter Stützpunkt, sondern noch eine Selbstversorgerhütte vom guten alten Schlag. An schönen Wochenenden werden jedoch vom Hüttenwart Getränke verkauft. Für den Zugang zur Hütte ist ein Alpenvereinsschlüssel erforderlich, der bei allen Sektionen erhältlich ist.

Die Ackerlhütte am Fuße der Felswände des Ostkaiser
Die Ackerlhütte am Fuße der Felswände des Ostkaiser

Eigentümer: ÖAV Sektion Kitzbühel

Hüttenwart: Lackner Michael, Hinterkaiserweg 79, A-6380 St. Johann

Kontakt: Telefon Hüttenwart +43/664-611 4626; E-Mail

Bewartung: unbewirtschaftet, Selbstversorgerhütte mit ca. 15 Schlafplätzen. Mit AV-Schlüssel zugänglich. An Wochenenden von ca. Mai bis Oktober ist der Hüttenwart oder der eingeteilte Hüttendienst anwesend und verkauft Getränke.

Anfahrt

  • Die Inntalautobahn verlässt man in Kufstein-Süd und fährt über die Eiberg-Bundesstraße in Richtung St. Johann. Kurz nach Going biegt man links ab nach Prama. An der ersten Abzweigung rechts und der Ausschilderung "Ackerlhütte", bzw. Schleierwasserfall folgend zum Parkplatz kurz vor dem Weiler "Hüttling"
  • mit der Bahn fährt man nach Kufstein, dann mit dem Bus nach Going zur Haltestelle "Stanglwirt".

Panoramablick von der Ackerlhütte
Panoramablick von der Ackerlhütte

Zustiege

  • Vom Parkplatz der Fahrstrasse folgend zur Graspoint Niederalm. Nun rechts den Ausschilderungen entlang auf dem Wanderweg (anfangs die Forststraße kreuzend) zur Graspoint Hochalm und zur Hütte - ca. 1,5 h.
  • Man kann auch über den Schleierwasserfall (landschaftlich sehr schön und eindrucksvolles Sportklettergebiet) zusteigen: Zuerst auf der Forststrasse aufwärts, an der ersten Brücke nach rechts und weiter bis zu einer Weggabelung. Hier entweder rechts die flache Forststrasse oder (besser und schneller) wenige Meter danach die nächste (kleinere) Forststrasse rechts in einigen Kehren (diese können auf unmarkierten Fusswegen auch abgekürzt werden) aufwärts, bis man wieder auf die große Forststrasse trifft. Nun auf dieser immer geradeaus weiter, bis links ein Fussweg zum Schleierwasserfall führt. (ca. 45 min bis 1 h). Nun immer an den Felswänden nach links entlang, bis man nach einer Bachquerung wieder auf den ursprünglichen Ackerlhütten-Weg trifft. Auf diesem hinauf zur Hütte.

Übergänge

  • zur Fritz-Pflaum-Hütte (2,5 - 3,5 h) und zum Stripsenjochhaus (weitere 1,5 bis 2 h) über das Kleine Törl und das Griesener Kar, Schwierigkeit: mittel
  • zur Gruttenhütte über den Wilder-Kaiser-Steig (mittel, 2-3 h).
  • zur Gaudeamushütte über das Baumgartenköpfl (ca. 2 Stunden, leicht)

Die Ackerlhütte mit Blick zu den Loferer Steinbergen
Die Ackerlhütte mit Blick zu den Loferer Steinbergen

Gipfelanstiege

  • Baumgartenköpfel - einfache Wanderung auf den schönen Aussichtsgipfel über den Verbindungssteig - ca. 45 min.
  • Ackerlspitze (2329 m) - über den Niedersessel und Hochsessel, anspruchsvolle Bergwanderung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, 2 - 3 Stunden
  • Maukspitze (2231 m) - über Niedersessel und Südwandrampe, anspruchsvolle Bergwanderung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, ca. 2 Stunden; Weiterweg zur Ackerlspitze möglich.
  • Westl. Hochgrubachspitze (2277 m) über Schönwetterfensterl, ca. 2 Stunden, anspruchsvolle Bergtour für trittsichere Bergsteiger.
  • Regalmspitze 2253 m vom Gildensteig ca. 2,5 h, anspruchsvolle Bergtour für trittsichere Bergsteiger.

Klettermöglichkeiten

Alle Routen östlich der Törlspitzen kommen für einen Kletteraufenthalt auf der Ackerlhütte in Frage. Insbesondere die Routen an den Hochgrubachspitzen und am Waxensteiner Turm sind recht beliebt, auch die sanierten Klassiker an der Mauk werden wieder zunehmend häufiger geklettert. Daneben finden die Sportkletterer mit dem Schleierwasserfall 30 min. unterhalb der Hütte ein absolutes Top-Gebiet von internationalem Rang.

Das früher berüchtigte Woll-Woll in der Buhl an der Mauk-Westwand
Das früher berüchtigte "Woll-Woll" in der Buhl an der Mauk-Westwand

Skitouren

Im Winter ist das Hochgrubachkar eine nette Firntour - der höchste Punkt des östlichen Begrenzungssporns ist auch als Goinger Gamskogel bekannt. Beliebter und noch lohnender ist bei entsprechenden Verhältnissen der Riesenhang über der Regalm zum sog. Herrenstein. Auf dieser Tour kommt man jedoch nicht an der Hütte vorbei. Daneben locken für sehr gute Skialpinisten bei sehr guten Verhältnissen einige Steilabfahrten aus den Rinnen und Flanken der Kaiser-Südseite.

Literatur