Markus Stadler

Berchtesgaden - Reiteralm > Übeleck > Nordwand


Paula's neue Welt

Bew. E-Grad Zeit Länge Wandh. Expos. Sterne Begehungen
6+ E2- 5 h 540 m 500 m N

Charakter

Lange, alpine Sportkletterroute mit vielen hervorragenden Seillängen in Super-Fels. Einige eingelagerte Schrofenbänder im unteren Teil stören höchstens beim Abseilen. Einsames und wildes Ambiente, das auch durch den steilen, etwas alpinen Zustieg unterstrichen wird. Keine Tour für Gebirgs-Neulinge.

Erstbegeher

Josef Brüderl, Rudi Wallner, Fritz Amann am 18.6.2000 nach 2 Tagen Vorarbeit. Die Route wurde von unten erstbegangen. Alle Bohrhaken wurden aus der Kletterstellung gesetzt. Etwa 20 Haken wurden nachträglich zur Verbesserung der Absicherung gesetzt.

Schwierigkeit

6+/E2-, mehrmals 6+, vielfach 6 und 5; (6+ obligat)

Absicherung

Gute Absicherung mit Bohrhaken. Im 6er Gelände Boltabstände meist 2 - 3 Meter, im 5er Gelände eher 5 Meter. Stopper und mittlere Friends können zwar mitgeführt werden, falls mal der ein oder andere Abstand zu groß sein sollte - durch den kompakten Fels lassen sie sich jedoch nicht immer einsetzten.

Ausrüstung

evtl. Stopper, mittlere Friends

Zustieg

 

Von Schneizlreuth auf der B305 in Richtung Wachterl. Etwa 500 m nach der Schwarzbachbrücke zweigt rechts eine Forststrasse ab. Links der Bundesstrasse gibts einige Parkmöglichkeiten.

Auf der Forststrasse leicht abwärts zu einer Brücke. 50 m nach der Brücke auf einem Ziehweg nach rechts. Nach ca. 100 m zweigt links ein schmaler Steig ab (z. T. markiert). Auf dem schönen Weglein durch den Wald steil aufwärts, bis man auf den quer verlaufenden Mittersteig trifft. Auf diesem nach rechts durch die Rinne und ca. 100 m weiter in den Wald. Hier zweigt links wieder ein sehr schmales und undeutliches Steiglein ab, das mit roter Farbe und einigen Steinmännern markiert ist. Auf diesem ca. 200 Hm aufwärts, bis es wieder links in den Graben hineinführt. Nun auf der rechten Seite des Grabens noch ein Stück aufwärts, bis man eine kleinere, von rechts einmündende Rinne quert. Nun links haltend in die Schlucht und durch diese noch ein Stück aufwärts, bis zum Einstieg. (1,5 h - teilweise steil und nicht überall dick ausgetreten, so dass die Wege manchmal schlecht erkennbar sind).

 

 

Im Frühling liegt noch lange Schnee in der Rinne, dann am besten so lange rechts bleiben, bis ein Felsband den Weg versperrt, dann die Rinne queren und links davon ein Stück hinaufklettern (II) auf ein Band, auf diesem nach rechts zu einem Absatz in der 1. Seillänge.

 

 

Einstieg

Der Einstieg ist mit einem roten Punkt markiert und man sieht die ersten Bolts

links oben.

Routenverlauf

Die Nordwand vom Übeleck wird von mehreren Pfeilern gekennzeichnet.

Durch den kompakten, plattigen 3. Pfeiler führt die Route.

Abstieg

Über die eingerichtete Abseilpiste 9 mal zum Einstieg abseilen (siehe Topo). Ein Weiterweg auf den Gipfel und der nachfolgende Abstieg von der Hochfläche über Laufsattelsteig oder Wachterlsteig ist durch einen dichten Latschengürtel ziemlich erschwert und nicht ratsam. Der weitere Abstieg folgt dann dem Zustiegsweg (den also im Aufstieg gut einprägen!)

Stützpunkt
Hinweise
Informationsquelle

http://www2.sowi.uni-mannheim.de/lsssm/klettern.htmHomepage von Josef Brüderl und Fritz-Amann, mit weiteren Infos zur Reiteralm - u.a. ein Topo der benachbarten "Toni".


Topo

Topo der Kletterroute

Topo der Kletterroute "Paulas neue Welt" an der Übeleck-Nordwand, Reiteralm


Wandbild

Wandbild der Übeleck-Nordwand an der Reiteralm in den Berchtesgadener Alpen mit der Route

Wandbild der Übeleck-Nordwand mit der Route "Paulas neue Welt" (rot) und "Toni" (violett).


Weitere Fotos von der Route

In der 7. Seillänge beginnt der kompakte, obere Wandteil der Kletterroute

In der 7. Seillänge beginnt der kompakte, obere Wandteil.


Sabine in der steilen Verscheidung der 8. Seillänge der Kletterroute

Sabine in der steilen Verscheidung der 8. Seillänge.


Kurz vor dem Ausstieg der Kletterroute

Kurz vor dem Ausstieg bekommen wir dann sogar noch etwas Sonne.


Sonstiges

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Externer Link

Homepage von Josef Brüderl und Fritz-Amann