Markus Stadler

Zillertaler Alpen > Grundschartner > Nordwand


Nordkante

Bew. E-Grad Zeit Länge Wandh. Expos. Sterne Begehungen
5+ E 3+ 6 - 8 h 750 m 600 m N

Charakter

Aufgrund seiner Erwähnung im legendären "Pause-Extrem" ist die Nordkante des Grundschartners zwar kein Geheimtipp mehr - jedoch wegen der abgeschiedenen Lage trotzdem nicht überlaufen. Wer sich die 3 - 4 Stunden Zustieg gönnt, den erwartet aber eine der besten alpinen Granit-Kletterrouten der Ostalpen und ein eindrucksvoller, ausgefüllter Klettertag. Klassische Alpine Granitkletterei in festem, meist plattigem aber sicherungsfreundlichem Fels. Durch den langen Zu- und Abstieg konditionell anspruchsvoll.

Erstbegeher

Peter Aschenbrenner, Willy Mayr 1928

Schwierigkeit

5+ (stellenweise) - überwiegend 4 - 5

Absicherung

An den schwierigeren Stellen stecken meist Normalhaken - über weite Strecken muss man sich jedoch selbst mit Klemmkeilen, Schlingen aushelfen. Friends 1 - 3 sind ebenfalls ratsam. Insgesamt aber gut absicherbar.

Ausrüstung

Keile und Friends

Zustieg

Im Zillergrund vom Gasthof Häusling gegenüber vom Kraftwerk über die Brücke und jenseits zum kleinen Steiglein, das hinter dem Hof beginnt. Der gute, aber nicht markierte Weg führt in gut 1 Stunde zur urigen Bodenalm. Von der Alm weiter taleinwärts auf die markante Kante zu. Im Talschluss hält man sich eher rechts und steigt am besten durch die rechte von drei Rinnen soweit nach Süden an, bis man links aus der Rinne heraus in das weite Roßkar aufsteigen kann. Über gut gangbare Wiesen hält man jetzt auf die Nordausläufer des Mugler zu, bis man durch Schutt und Schnee nahezu waagrecht nach links (Osten) an den Fuss der Kante queren kann. Über unschwierige Schrofen und Blöcke auf den hier breiten Gratrücken und noch ein Stück aufwärts bis zu einem markanten, gespaltenen Block. Ab hier beginnt die Kletterei. (von Häusling 3 - 4 Std)

Einstieg
Routenverlauf

Die Route verläuft immer recht nah an der Kante - im ersten Stück ist es noch ein recht flacher Zackengrat, der dann langsam steiler wird. Im oberen Teil nicht nach links abdrängen lassen, sondern direkt an der Kante oder rechts davon bleiben!

Abstieg

Vom Gipfel ein kurzes Stück nach Süden und links (Osten) über wacklige Blöcke hinab ins Kainzenkar. (Besser: Vom Gipfel ca. 20 m am Grat zurück Richtung Ausstieg, dann nach Osten ca. 40 m absteigen bis zu Abbruch mit eingerichteter Abseilstelle. 2 x 25 m abseilen ins Kar). Durch das Kar über Schnee, Gletscherschliffplatten und Geröllhalden weglos nach Osten hinab, am besten durch das mittlere von drei Karen, unterhalb von 2400 m muss man sich im Abstieg ganz nach rechts orientieren, um die Felsabbrüche zu umgehen. Auf etwa 2100 m beginnen auf dem letzten Wiesenbuckel, bevor das Kar nach NO abbricht, Steigspuren, denen man abwärts bis zur Kainzenalm folgt. Ab hier gehts nochmal 45 min. entlang der Forststrasse hinaus zum Gasthaus in der Au (vom Gipfel ca. 4 Std.). Wer keine Mitfahrgelegenheit findet muss nun noch 5 km hinausgehen bis Häusling.

Stützpunkt

Gasthaus Häusling - auch eine Übernachtung auf der Bodenalm ist angeblich möglich, die meisten Begeher starten jedoch im Tal.

Hinweise
Informationsquelle

Topo

Toposkizze der Grundschartner Nordkante

Toposkizze der Grundschartner Nordkante


Wandbild

Derzeit kein Wandbild verfügbar.


Weitere Fotos von der Route

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Sonstiges

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