Markus Stadler

Schneelage Schleching und Geigelstein

06.01.2015 Tourenverhältnisse Chiemgauer Alpen erstellt von Markus

Sehr gute Bedingungen im Aufstieg über die Wuhrsteinalm und mit Abfahrt übers Platt.

Nachdem das ursprünglich anvisierte Ziel am Dürnbachhorn bereits in der Anfahrt von zu vielen Pistlern verstopft war haben wir kurzfristig umdisponiert und sind von Schleching-Ettenhausen auf den Geigelstein. Unten am Parkplatz lagen 10 - 15 cm hartgefrorene Altschneedecke mit dünner Pulverauflage. Der erste Hang war ausreichend bedeckt und durch die harte Unterlage haben auch die heute anwesenden Heerscharen in der Abfahrt noch was übrig gelassen.

Ausreichende Schneebedeckung am ersten Hang hinterm Parkplatz

Ausreichende Schneebedeckung am ersten Hang hinterm Parkplatz

Die weitere Schneise bis zur Uhlalm hat dann bereits perfekte Bedingungen - kompakte Unterlage mit 10 cm Pulver drauf. Die steinigen Hänge im Bereich der Wirtsalm sind schon sehr gut abgedeckt und Steinkontakte sind kaum noch möglich (wenn man nicht mit Absicht drauf fährt). Bis zur Scharte liegt dann genügend Schnee - hier sind in den Mulden 20 - 25 cm Pulver gelegen, Rücken waren teilweise bis auf die vereiste Unterlage abgeblasen. Der Aufstieg über die Westseite durch die Latschen ging gut mit Ski, allerdings wärs für die Abfahrt nicht sonderlich schön gewesen, da verharschte Oberfläche und viele herausschauende Latschen wenig  Fahrspaß versprachen. Als wir am Gipfel ankamen lagerten hier ca. 20 Leute und das Platt war komischerweise noch unberührt. Allerdings machte sich just in dem Moment die erste Gruppe aus dem Achental bereit und stach den Hang bei 20 cm Pulver hinab. Leider konnten es die Schlaumeier dann nicht lassen, den gesperrten Hang zur Rupprechthütte weiterzufahren.

Traumwetter am Geigelstein.

Traumwetter am Gipfel.

Und los geht es - Linda lässt es am Geigelstein Platt stauben.

Und los geht es - Linda lässt es am Platt stauben.

Nach ausgiebiger Sonnenbrotzeit nutzten wir die letzten unverspurten Bereiche am Platt bis hinab zu den Latschen. Die Rinne am Ende war auch schon gut fahrbar und nach der Querung in den Südhang ging es in (hier aufgrund der Sonneneinstrahlung bereits etwas schwererem) Pulverschnee hinab zur Aufstiegsspur. Hier hielten wir uns rechts und wedelten auf perfektem Pulver hinab zur Wuhrsteinalm. Der Rest war dann erwartungsgemäß pistenähnlich.

Pistenähnliche Bedingungen ab der Wuhrsteinalm.

Pistenähnliche Bedingungen ab der Wuhrsteinalm.

Fazit: Insgesamt heute sehr lohnend, nur mit der Einsamkeit war es nicht weit her.