Markus Stadler

Unsere erste Skitour in Georgien! Gestartet sind wir an der Lomisi Kirche. Der Schnee im Tal auf 1600 Metern ist schwerer, gesetzter und bis zu 1,5 Meter hoher Pulverschnee. Die Aufstiegsspur ist schon sehr ausgetreten, aber das kommt nicht nur von Skitourengehern. Die meisten Menschen, die hier aufsteigen, wollen zum Lomisi Kloster auf 2400 um zu beten. Es ist die höchste und eine der heiligsten Stätten Georgiens und somit ein Ziel für viele Pilger. Es gibt also längst nicht so viele Abfahrtsspuren, wie die Aufstiegsspur vermuten lässt.

Es gibt zwei Schwachschichten, in der bis zu 2 Meter hohen Schneedecke. Eine davon ist bodennah, was bedeutet, dass man viele Gleitschneelawinen und Schneemäuler sieht. Die meisten dieser Lawinen sind schon 2-3 Wochen alt. Außerdem ist der Schnee sehr vom Wind geprägt. Da allerdings der letzte Schneefall schon 10 Tage her ist, haben sich die Triebschneepakete schon gut gesetzt.

Die Abfahrt war um einiges besser als erwartet. Nach einer Traverse sind wir über freie Felder abgefahren und haben eine 20 cm dicke lockere Pulverschneeschicht auf hartem Untergrund gefunden. Auch gab es noch viel unzerfahrenen Schnee, da das Gelände so weitläufig ist und scheinbar unendliche Möglichkeiten der Abfahrt bietet. Wir sind auch an ein paar Schneemäulern vorbeigefahren. Doch da es kalt geblieben ist, war die Gefahr hier gering.

Diese Tour war also vom Anstieg, über das Treffen mit dem Mönch über die gigantische Abfahrt ein wunderbares Erlebnis.

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Adventureroutine