Markus Stadler

Skitour Stubaier Alpen

Westliche Seespitze (3355 m)

Anspruchsvolle Skitour von der Franz-Senn-Hütte

Eisbruch am Alpeiner Ferner
Eisbruch am Alpeiner Ferner

Die Westliche Seespitze wird deutlich seltener bestiegen als ihre benachbarte östliche Schwester. Der Grund dafür ist die etwas anspruchsvollere Routenführung mit einigen steilen Passagen, die (zumindest im Aufstieg) oft zu Fuß bewältigt werden müssen. Dafür bietet sie aber häufig unverspurte Hänge und einen eindrucksvollen Tiefblick auf den Alpeiner Ferner. Noch etwas öfter wird die Westliche Seespitze von der Regensburger Hütte über den Hochmoosferner bestiegen, wobei sich aber auch hier die Aspiranten in überschaubaren Grenzen halten.

Aufstieg in die Hochmoosscharte
Aufstieg in die Hochmoosscharte

Gebiet: Stubaier Alpen, Franz-Senn-Hütte

Exposition: alle

Höhenmeter: von der Hütte 1250 m

Aufstiegszeit: 5 h

Schwierigkeit: 3 / ZS+

Lawinengefährdung: häufig

Sonstige Schwierigkeiten: mäßige Spaltensturzgefahr auf dem Alpeiner Ferner

Ausgangspunkt: Seduck (ca. 1450 m) im Oberbergtal - von Milders im Stubaital über eine steile Bergstraße erreichbar.

Auf den letzten Metern zum Gipfel.
Auf den letzten Metern zum Gipfel.

Hüttenzustieg: Entlang einer Schneewieselspur taleinwärts in etwa einer Stunde zur Oberiss-Hütte (1742 m). Noch ein Stück rechts haltend bis zu der steilen Flanke, die das Tal rechts abschließt. Entlang eines breiten Wegs (apert schnell aus, hier oft zu Fuß) links haltend durch die Schrofenflanke aufwärts bis in den Talboden und entlang des teilweise schmalen Wegs zur Alpeiner Alm. Jetzt wieder etwas flacher rechts vom Bach weiter, zum Schluß über eine Brücke zur schon länger sichtbaren Franz-Senn-Hütte. (2 - 3 Stunden von Seduck). Für verwöhnte Tourengeher gibts diverse Servicedienste wie Skidoo-Schleppdienst bis Oberiss und Rucksack-Transport von dort zur Hütte.

Gipfelanstieg: Von der Hütte das flache Tal nach Südwesten bis zu einer ersten Stufe, die zuerst direkt und nach einer flacheren Passagen in einem Linksbogen überwunden wird. Ein weiteres Flachstück bringt uns zur Gletscherzunge des Alpeiner Ferners. Diesem folgt man rechts aufwärts bis er auf einer Höhe von etwa 2800 m deutlich steiler wird. Nun rechts haltend aufwärts, bis man nach links in das flache obere Gletscherbecken queren kann. Mit respektvollem Abstand von dem Gletscherbruch und den ihn begleitenden Spalten queren wir nach Osten in den Seitenarm des Gletschers, der unter die Hochmooscharte zieht. So weit wie möglich mit Ski hinauf - häufig wird man zu Fuß zur Scharte aufsteigen. Bei viel Schnee ist aber eine Abfahrt mit Ski möglich (ca. 45 Grad Neigung). Von der Scharte zuerst flach nach Norden aufwärts queren bis in die steile Südrinne, die vom Gipfel herabzieht. Durch diese mit Ski oder zu Fuß hinauf zum Gipfelgrat und in wenigen Metern nach rechts zum höchsten Punkt.

Abfahrt: Die Abfahrt folgt der Anstiegsroute, gute Skifahrer können passenden Verhältnissen sowohl die Gipfelflanke als auch die Hochmoosscharte mit Ski abfahren.

Traumabfahrt zum Alpeiner Ferner
Traumabfahrt zum Alpeiner Ferner

Karte: AV-Karte Nr. 31/1 + (für Hüttenzustieg) 31/2

Aktuelle Infos: Skitourenverhältnisse


Skitourenführer

Skitourenführer Stubaier Alpen Skitourenführer Stubaier Alpen, Jan Piepenstock; Panico-Verlag; 1. Auflage 2012.

 

Hier könnt Ihr den Führer online beim Panico-Verlag bestellen