Markus Stadler

Skitourenbedingungen - Schneeverhältnisse

Diese Rubrik liefert aktuelle Infos zur Schneelage für Skitouren. Im Frühwinter findet der Skitourengeher Infos wo bereits Touren sinnvoll sind. Im Hochwinter erfährt der Skibergsteiger wo es den besten Schnee gibt und im Frühjahr lassen die zu erwartenden Skitragezeiten besser einschätzen. Die verwendeten Höhenlagenangaben: tiefe Lagen (bis 1200 m), mittlere Lagen (bis zur Waldgrenze), Hochlagen (oberhalb der Waldgrenze).

Traumhafter Pulverschnee an der Kogelseespitze in den Lechtaler Alpen, 13.02.2017

Wechten am Gipfel des Tschachaun, Lechtaler Alpen 15.02.2017

Unverspurtes Gelände am Fischers Napf im Schmirntal, Tuxer Alpen 25.02.2017

Die Basis für die Lawine, die am 15.3. hier am Jochgrubenkopf 4 Menschen tötet, sieht man hier auf dem Bild vom 25.2.17.

Perfekte Firnverhältnisse an der Rote-Rinne-Scharte, Wilder Kaiser 13.03.2017

Überblick über die Schneesituation in den Alpen (Stand 17.03.2017)

Nach den starken Schneefällen der Vorwoche herrschte seit dem Wochenende traumhaftes Tourenwetter bei langsam steigenden Temperaturen. Während schattseitig die angespannte Lawinensituation langsam besser wurde, boten die Südhänge in den mittleren Lagen oft perfekten Firn.

Im Folgenden ein Überblick über die aktuelle alpenweite Situation:

Ostalpen: Die Schneedecke apert südseitig inzwischen auch in den mittleren Lagen langsam aus. Oberhalb 1200 - 1600 m beginnt hier in den Karen und im mäßig steilen Gelände der Schnee. Schattseitig kann man in den schneereichen Regionen oft noch bis unter 1000 m abfahren, in den schneeärmeren Gebieten bis etwa 1200-1400 m. Am meisten Schnee liegt von der Silvretta über den Arlberg bis in die nördlichen Lechtaler, im Karwendel und in den Staulagen der nördlichen Kalkalpen östlich des Inns. Auch von den Zillertaler Alpen bis zum Ankogel liegt in den Hochlagen inzwischen ungefähr der langjährige Durchschnittswert der Schneehöhen.

Westalpen: Auch in den Westalpen herrschen ab den mittleren Lagen momentan weitgehend gute Bedingungen bei insgesamt aber unterdurchschnittlichen Schneehöhen. In der Ostschweiz, im Nordtessin und im Unterwallis liegt am meisten Schnee mit annähernd den Normalwerten für die Jahreszeit. In den Hochlagen ist die Schneeverteilung stark vom Wind geprägt, so sind Flanken oft bis aufs Blankeis abgeblasen, während in windgeschützen Gletscherkesseln relativ viel Schnee liegt.

Lawinengefahr: Ein spektakulärer Lawinenunfall im Schmirntal hat in den Medien großes Echo erfahren. Dabei ist die Lawinengefährdung sehr unterschiedlich verteilt. Während insgesamt günstige Bedingungen herrschen, sorgt in schattigen Hochlagen weiterhin das Altschneeproblem für eine diffuse Gefährdung. Am Wochenende ist für die Hochlagen wieder ergiebiger Neuschnee und viel Wind vorhergesagt, so das die Situation dort vorübergehend wieder kritischer werden wird.

Vorausschau: Samstag und Sonntag ist Neuschnee vorhergesagt, unterhalb ca. 1500 m dürfte allerdings alles als Regen fallen, im Westen wird es sogar bis 2000 m regnen. In den Nordalpen gibts also kein gutes Tourenwetter, besser schauts im Süden aus. Am meisten Neuschnee ist in den Nordweststaulagen der Arlbergregion und zwischen Hochkönig und Totem Gebirge zu erwarten, wo durchaus ein halber Meter möglich ist. Der Alpenhauptkamm wird voraussichtlich weniger abbekommen. Zur Wochenmitte stellt sich dann eine Südwestströmung ein, die in den höheren Lagen der Südstaulagen ergiebigen Neuschnee bringen könnte.

Skitourenverhältnisse im Detail

16.12.2016 Tourenverhältnisse Bayerische Voralpen Chiemgauer Alpen

Schneelage Geigelstein und Spitzingsee

11.11.2016 Tourenverhältnisse Allgäuer Alpen Allgäuer Alpen

Schneelage Allgäu - Kleinwalsertal

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