Alpines

Wanderung Chiemgauer Alpen

Spätherbstwanderung auf die Hochries (1567 m)

In den ruhigen Zeiten während der Seilbahnrevision auf den Rosenheimer Hausberg

Morgenlicht an der Seitenalm
Morgenlicht an der Seitenalm

Der Rosenheimer Hausberg - die Hochries - wird bekanntlich von einer Seilbahn angefahren. Dadurch ist es für den Normalbergsteiger im Sommer oder Herbst am Wochenende kaum zumutbar ist auf den dann hoffnungslos überlaufenen Gipfel zu steigen. Ab November aber - wenn die Seilbahn ihren Betrieb bis Weihnachten eingestellt hat, lohnt sich ein Besuch auf der Hochrieshütte wieder. Dann trifft man dort in erster Linie die Einheimischen und in der Gipfelhütte läßt sich gemütlich einkehren. Allerdings sollte man bedenken, dass in den höheren Lagen oft bereits Schnee liegt und die Wege entsprechend vereist sein können. Solides Schuhwerk und evtl. Grödeln sind dann kein Luxus.

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Spatenau (760 m)

Um zum Ausgangspunkt zu gelangen, fährt man von der Ausfahrt Achenmühle der A8 auf der Landstraße zur Ortsmitte von Achenmühle, wo die Samerbergstraße rechts abzweigt. In einigen Kehren geht es nun hinauf auf den Samerberg und bei einer Weggabelung halten wir uns links nach Grainbach. Kurz nach der Ortsmitte zweigt rechts eine Straße ab. Der Ausschilderung "Duftbräu" folgen wir der Straße, biegen an einer Abzweigung nochmal links ab und erreichen bald den Parkplatz, der sich rechts der Straße befindet.

Der Heuberg bei Sonnenaufgang von der Seitenalm
Der Heuberg bei Sonnenaufgang von der Seitenalm

Routenbeschreibung: Vom Parkplatz (760 m) kann man entweder der Forststraße oder links davon dem Wanderweg Nr. 216 c (recht dreckig und rutschig) in Richtung "Doaglalm" folgen. Nach etwa 10 Minuten kreuzen sich Wanderweg und Straße wieder, diesmal lohnt sich der Abschneider über den Wanderweg, da die Straße in einer sehr weiten, flachen Kehre verläuft. Nach weiteren knapp 10 Minuten treffen wir wieder auf die Straße und folgen ihr hinauf bis in den Almkessel der Spatenaualm (Doaglalm). Am Viehgatter folgen wir der Straße geradeaus (rechts gelangt man in 3 Minuten zur bewirtschafteten Doaglalm) und auch an der nächsten Forststraßenabzweigung gehts geradeaus weiter.

Im Talschluß biegt der Weg nun etwas nach links ab und führt in einigen Kehren oftmals etwas dreckig und rutschig hinauf in den Sattel bei der Wimmeralm. Hier gehts nun nach rechts im Zick-Zack hinauf zu den herrlich gelegenen Seitenalmen. Von links mündet jetzt ein Fahrweg ein (Mountainbike-Strecke). Dem Fahrweg folgen wir wenige Meter, bis links wieder unser Weg 216 c abzweigt und steil unterm "Geisterwandl" vorbei hinauf zum Westgrat der Hochries führt. Über das Gipfeldachl geht es nun gemächlich zum höchsten Punkt mit der Hochrieshütte der DAV-Sektion Rosenheim. Gehzeit ca. 1,5 Stunden vom Parkplatz.

Am Gipfelgrat der Hochries
Am Gipfelgrat der Hochries

Nach dem herrlichen Panoramablick von der Hüttenterasse und einem kühlen oder warmen Getränk machen wir uns wieder an den Abstieg. Dafür bestehen mehrere Möglichkeiten:

Am schnellsten und einfachsten ist es auf dem Anstiegsweg wieder abzusteigen. Zeit für den Abstieg ca. 1 Stunde.

Eine nette Rundtour, die nur unwesentlich länger ist, ergibt sich durch Abstieg über den Ostgrat (Weg Nr. 216) bis zum Riesenalm-Plateau. Dort halten wir uns links und queren auf dem breiten, nicht ausgeschilderten Weg die Hochries-Nordflanke zurück zu den Seitenalmen. Zeit vom Gipfel bis Parkplatz ca. 1 - 1,5 h

Eine aussichtsreiche Kammwanderung läßt sich unternehmen, wenn man dem Weg Nr. 221 nach Süden folgt, wobei sogar noch zwei weitere Gipfel (Karkopf und Feichteck) bestiegen werden können. Der südseitige Abstieg vom Karkopf sollte jedoch nur von erfahrenen Bergsteigern durchgeführt werden. Wer sich unsicher ist, sollte besser vom Gipfel wieder zurück zum Punkt 1429 m steigen und auf dem breiten Weg Nr. 221 den westlich am Gipfel vorbei in Richtung Feichteck wandern. Vom Sattel vor dem Feichteck (Pölcherschneid) führt dann der Wanderweg Nr. 216 a nach rechts hinab zur Doaglalm, wo wir 200 m nördlich wieder auf den Anstiegsweg treffen. Zeit vom Gipfel bis Parkplatz 1,5 (ohne weitere Gipfel) bis 2,5 h (mit beiden Gipfeln).

Hochrieshütte bei Vollmond
Hochrieshütte bei Vollmond

 

Einkehr: Hochrieshütte: ganzjährig geöffnet, zur Wintersaison (ab November) Mittwoch und Donnerstag Ruhetag

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