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Vorbereitung vor der Erstellung einer Homepage

Das ist Newbie Online. Er fährt gerne Skateboard, hat sich aber vor einer Woche bei einem Sturz so am Knie verletzt, daß er fünf Wochen mit eingegipstem Bein verbringen muß. Deshalb beschließt er, in dieser Zeit eine eigene Homepage zu erstellen. Dazu stellt er sich erstmal folgende Fragen:

  1. Wieso brauche ich eine eigene Homepage?
  2. Wer soll meine Homepage lesen und warum?
  3. Welche Inhalte soll meine Homepage haben?
  4. Wie baue ich die Site auf, wie werden die einzelnen Seiten verknüpft?
  5. Was beachte ich, um auch von Suchmaschinen gefunden zu werden?
  6. Welche Hilfsmittel benötige ich zum Homepage-Design?
  7. Wo speichere ich die Daten - woher bekomme ich Web-Space?

1. Wieso brauche ich eine eigene Homepage?

Newbie möchte in erster Linie mal die Zeit überbrücken, bis er wieder fit ist. Darum möchte er jetzt endlich das Projekt Homepage angehen. Er surft selber viel im Internet und kenn einige coole Skaterseiten. Dazu fotografieren und filmen er und seine Freunde gerne ihre Tricks und würden diese Bilder auch gerne einem größeren Kreis an Leuten zugänglich machen. Außerdem wird er viel dazulernen, wenn er sich mit der ganzen Materie beschäftigt.

Neben ersten Erfahrungen im Design wird er kennenlernen wie man Bilder bearbeitet (und evtl. manipuliert) und auch mit anderen Augen im WWW surfen. Vor allem im Hinblick auf seine Job-Chancen nach der Schule sind gute Internet- HTML-, Programmier- und Computerkenntnisse praktisch ideal.

Es gibt viele gute Gründe, eine Homepage ins Internet zu stellen:

  • Imagewerbung für eine Firma oder ein Unternehmen
  • E-commerce, Vertrieb eines Produktes oder einer Dienstleistung über das WWW
  • Anbieten von Informationen, die man selbst gesammelt hat und auch für viele andere Menschen interessant sind
  • Sammlung von persönlich bevorzugten Internet-Adressen, um schnell und übersichtlich drauf zugreifen zu können (ähnlich der "Bookmarks" oder "Favoriten" des Browsers)
  • persönliche Selbstdarstellung

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2. Wer soll meine Homepage lesen und warum?

Für Newbie geht es vor allem darum, daß möglichst viele Skateboarder seine Seiten lesen und er sich vielleicht irgendwann in der Szene einen Namen macht. Vielleicht kommt ja dadurch auch der ein oder andere Kontakt zustande und er bekommt von richtig guten Boardern ein paar Tips, was er noch besser machen könnte. Außerdem sollen natürlich alle seine Freunde und Bekannten mal auf seiner Homepage vorbeischauen, damit sie sehen, was er alles drauf hat.

Falls seine Seite irgendwann mal häufig besucht wird, könnte er ja sogar ein wenig Geld mit Werbung oder ähnlichem verdienen. Dann ist es besonders wichtig viele Besucher zu haben, welche hängt davon ab, wie genau die Verdienstmöglichkeit geartet ist.

Auswahl und Analyse der Zielgruppe(n):

Vor allem wenn man irgendwelche kommerziellen Hintergedanken mit seiner Web-Site hat (E-commerce, Werbung, Partner-Programme, Firmenimage usw.) ist eine sorgfältige Analyse der Zielgruppe unbedingt notwendig. Folgende Fragen müssen detailliert beantwortet werden:

  • Welche Eigenschaften müssen die Personen haben, damit sie Interesse an meinem Angebot haben?
  • Wieviele dieser Personen weltweit haben Zugriff auf meine Seiten (und verstehen die Sprache!)
  • Wie oft werden diese Personen auf die Seiten durchschnittlich zugreifen?
    Welche Inhalte interessieren meine Zielpersonen besonders, welche überhaupt nicht? usw.

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3. Welche Inhalte soll meine Homepage haben?

Bei reinen Informationsseiten hängt die Antwort auf diese Frage vor allem von zwei Faktoren ab:

1. Was will und/oder kann ich an Infos bieten

2. Was interessiert meine Zielgruppe.

Falls ich meine Hompage nur für mich selbst erstelle und mir egal ist, ob irgendjemand anderes Gefallen daran finden soll, dann kann ich natürlich Punkt 2 auch ignorieren. Bei Newbie ist das jedoch nicht der Fall. Er will ja zumindest eine gute Skatboard-Seite aufbauen und Kontakt zu anderen Boardern knüpfen. Und wenn er wirklich mal ein wenig Geld mit Werbung hinzuverdienen will, dann sollte er eher den Punkt 2 in den Vordergrund rücken.

Ausgewogener Inhalt einer Web-Site

Den Schwerpunkt einer Web-Site sollte immer ein einziges Thema bilden, das in logische Teilbereiche aufgegliedert wird. Beispielsweise wird Newbie den Schwerpunkt Skateboardtechnik wählen und dann möglicherweise einzelne Seiten zur Ausrüstung, den Herstellern, Techniktricks, Boarder-Kleidung auf seine Homepage stellen. Abrunden kann er das ganze dadurch, daß er in einem Link-Bereich Verweise auf weitere gute Skateboard-Seiten anbietet.
Falls er ein anderes Thema bringen will, das mit Boarden eigentlich nichts zu tun hat, dann sollte er dafür einen eigenen Bereich schaffen, der bereits von der Homepage abzweigt.

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4. Wie baue ich die Site auf, wie werden die einzelnen Seiten verknüpft?

Es ist sehr wichtig, daß man sich diesen Punkt ausgiebig überlegt, bevor man die erste Seite gestaltet. Nur so wird gewährleistet, daß die Seiten einigermaßen übersichtlich miteinander verknüpft werden und sich ein fremder User schnell auf der Web-Site zurechtfindet. Die erste Seite die beim Aufruf der Domain erscheinen soll kann in zwei Formen gestaltet sein:

1. Als Willkommens-Seite, die wenig Inhalte und kleine Grafiken hat. Das hat den Sinn, daß sie sich schnell aufbaut und der Besuchern nicht schon verlorengeht bevor er überhaupt auf der Web-Site angekommen ist. Außerdem kann dadurch schon mal eine grobe Vorsortierung der User erfolgen (z. B. Auswahl zwischen englischsprachiger und deutschsprachiger Website). Von hier wird er dann weitergeleitet auf eine Seite die etwa aussieht wie Nr. 2.

2. Als klassische Homepage, die den Ursprung aller Verzweigungen der Web-Site bildet. Oft wird man dafür die Frame-Technik benutzen und in einem Navigationsframe (Inhaltsverzeichnis) die wichtigsten Menüpunkte aufführen. Dabei sollte man aber darauf achten, daß das Inhaltsverzeichnis nicht zu unübersichtlich wird (ca. 5 bis 7 Gliederungspunkte).

Im ersten Fall muß auf den folgenden Seiten nicht unbedingt eine Möglichkeit eingebaut werden, um auf die Startseite zurückzukommen, falls alle Links der Startseite auch in der Haupt-Navigationsseite enthalten sind.

Wer viele Infos anbieten will, die auch laufend aktualisiert oder ergänzt werden sollen, wird heutzutage auf ein CMS (Content-Management-System) zugreifen, bei dem die Inhalte in Datenbanken gespeichert werden und dann dynamisch je nach Bedarf zu verschiedenen HTML-Seiten zusammengesetzt werden können. Beispiele für solche CMS sind Wordpress oder Joomla!. Solche CMS bieten auch weitegehend fertige Pakete an, die strukturell und optisch noch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.

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5. Was beachte ich, um auch von Suchmaschinen gefunden zu werden?

Wer seine Homepage nicht nur für sich selbst oder einen eingeschworenen Kreis erstellt hat, ist auf die Auflistung in Suchmaschinen angewiesen. In erster Linie ist die Platzierung beim Marktführer Google.de entscheidend, die meisten anderen relevanten Suchmaschinen arbeiten inzwischen nach ähnlichen Kriterien, was bedeutet, wer bei Google ganz oben steht, wird auch in den meisten anderen Suchmaschinen schnell gefunden. Ein "suchmaschinenstrategisch" günstiger Aufbau der Website und der einzelnen Seiten ist daher sehr wichtig.

Das A&O ist dabei, dass der Content für die Zielgruppe "relevant" ist. Wenn die Nutzer den Inhalt interessanter finden als vergleichbare Seiten, also lange auf der Seite verweilen, die Seite verlinken und in den sozialen Medien teilen und weiterempfehlen, dann wird sie automatisch gut in den Suchmaschinen ranken. Um aber zu den gewünschen Suchwörtern gefunden zu werden braucht man erst einmal eine treffsichere Suchwortliste - am besten fragt man mehrere Leute, unter welchen Suchwörtern sie zu bestimmten Themen in den Suchmaschinen suchen würden. Darüberhinaus gibt es verschiedene Online-Tools, die helfen, die Bedeutung und Relevanz von Keywords zu ermitteln. Diese Suchwörter müssen dann möglichst optimal in den einzelnen HTML-Dokumenten angebracht werden.

Mehr dazu findet ihr in den folgenden Links:

Überprüfung der Suchmaschinenplatzierung:

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6. Welche Hilfsmittel benötige ich zum Homepagedesign?

Im Prinzip kann ich eine Homepage ohne Anschaffungen von Software erstellen - es gibt heute für alles mehr oder weniger kostenlose Tools im Internet. Viele Provider bieten für simple Websites Baukastensysteme, über die man in einer Benutzeroberfläche des Providers vorgegebene Templates mit eigenen Texten und Bildern füllen kann.

Dreamweaver und andere Editoren

Wer individuelle Wünsche umsetzen möchte, kann eine Website auch ganz klassisch mit Auszeichnungssprache HTML und den Stilanweisungen von CSS "programmieren". Das erfordert zwar deutlich mehr Know-How, dann sind aber die Möglichkeiten unbegrenzt. Solche Websites erstellt man mit speziellen, dafür geeigneten Programmen wie zum Beispiel den Adobe Dreamweaver. Dieses Programm bietet zudem eine sehr mächtige Site-Verwaltung mit der sich auch größere Projekte jenseits von 100 Einzelseiten noch übersichtlich managen lassen. Zudem hat er ein FTP-Programm integriert, mit dem man die Dateien auf den Webserver beim Provider hochladen kann. Dreamweaver ist allerdings ein Profiprogramm, das eine ordentliche Stange Geld kostet. Für fast alle Funktionen des Programms gibt es aber auch spezielle Tools im Internet, die kostenlos oder für Kleines Geld zu haben sind - allerdings hat diese Vorgehensweise inzwischen mit der Verbreitung von Open-Source-CMS stark an Bedeutung verloren.

Grafik-/Bildbearbeitungssoftware

Eine Web-Site ohne Bilder ist keine Web-Site. Um Bilder in das richtige Format und die richtige Größe zu bringen ist bereits eine Bildbearbeitungsprogramm nötig - um Buttons Layouts, Hintergründe zu erstellen oder Bilder zu bearbeiten ist ein gutes Bildbearbeitungsprogramm nötig.
Der Marktführer ist Photoshop von Adobe - allerdings ist das Programm auch teuer und eher was für den Profi. Von Photoshop gibts allerdings mittlerweile eine "Light-Version" mit dem Namen Photoshop Elements, die alle Funktionen des großen Bruders enthält, die fürs Web-Design notwendig sind - hier wurde praktisch nur der große Komplex für die Druckvorstufe weggelassen, der aber für die Erstellung einer Homepage eh nutzlos ist.

FTP-Programm

Wenn ein File-Transfer-Programm noch nicht im Editor integriert ist, oder die Benutzeroberfläche keine Uploadmöglichkeit bietet, benötigt man spätestens zum Übertragen der fertiggestellten Web-Seiten auf den Serverplatz beim Provider ein derartiges Tool. Standard ist hier das kostenlose Programm Filezilla

Profiprogramme

Sogenannte "All-in-one" Lösungen bieten mittlerweile die großen Softwarehersteller an. Marktführer ist hier unumstritten Adobe, die sich vor einiger Zeit auch den ehemaligen Konkurrenten Macromedia mit seinem Profi-Editor Dreamweaver einverleibt haben. Wer sich das Adobe-Cloud-Abonnement zulegt, kann damit nahezu jede erdenkliche Anwendung abdecken, die für ein Webprojekt notwendig ist. Das ganze hat jedoch auch seinen Preis und ist für den "gemeinen Heimanwender" wohl meist zu teuer.

Content-Management-Systeme (CMS)

Für umfangreichere Websites und Firmen werden meist sogenannte Content-Management-Systeme verwendet. Ein CMS hat den Vorteil, dass alle Inhalte in kleinen Einheiten in einer Datenbank gespeichert werden die dann beliebig zu einer Website kombiniert werden können. Das gesamte Aussehen (Layout) ist davon strikt getrennt und wird über sogenannte Templates zugeordnet. Ist das System einmal installiert, können die Inhalte - und damit auch die Website - eigentlich von jedem gepflegt werden, der sich in das System einloggen kann und mit dem Backend umgehen kann. Einfache Änderungen können sogar direkt im Frontend also auf der sichtbaren Website umgesetzt werden.

Bekannte Open-Source-Systeme sind Wordpress,Joomla! und das mächtige aber komplexe Typo3 - mit dem auch dieses Webprojekt umgesetzt wurde.

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7. Wo speichere ich die Daten, woher bekomme ich Webspace?

Leider reicht es nicht, eine supertolle, schöne Homepage zu bauen und sie dann auf meiner Festplatte abzuspeichern. So kann ich sie zwar mit meinem Browser ansehen - aber wie soll ein anderer Computer darauf zugreifen? Es ist daher notwendig sie auf einen Rechner zu speichern, der über einen Webserver verfügt und möglichst rund um die Uhr mit dem Internet verbunden ist. Solchen Speicherplatz, der für den Zugriff aus dem Internet konfiguriert ist, nennt man auch Webspace. Spezialisierte Dienstleister, bei denen man Webspace mieten kann heissen Webspace-Provider oder Web-Hoster. 

Eigener WebServer

Theorethisch kann man aus jedem PC einen WebServer machen - die entsprechende Software dafür kann man sich kostenlos aus dem Internet besorgen. Hauptproblem dabei ist, dass ich eine permanente Anbindung ans Internet benötige und diese zusätzlich halbwegs flott sein soll. Darüberhinaus benötigen eigene Webserver ständige Wartung und nicht zu unterschätzendes Know-How, sofern man etwas höhere Ansprüche stellt.

Virtueller Server

Die kostengünstigste Möglichkeit an vernünftigen Webspace zu kommen ist die Anmietung eines virtuellen Servers bei einem der vielen Webspaceprovider. Die größten deutschen Anbieter sind 1&1 sowie Strato. Für wenige Euro pro Monat gibts dort bereits Hosting-Pakete, die für fast jede private Homepage ausreichen. Wieder großteils vom Markt verschwunden sind die kostenlosen Angebote im Internet. Die wenigen, die immernoch herumschwirren sind meist mit ziemlichen Nachteilen verbunden wie z. B. sehr penetranten Werbeeinblendungen. Und wer will das schon auf seiner Hompage haben.

MietServer

Während virtuelle Server für alle privaten und kleineren bis mittleren komerziellen Websites die erste Wahl sind, werden größere Firmenseiten meist einen eigenen Server in den Hochleistungs-Rechenzentren von Schlund, 1&1 oder bei einem anderen Provider mieten. So ist sichergestellt, das die komplette Serverleistung nur für diese eine Homepage zur Verfügung steht und Überlastungen oder Bugs anderer Sites die eigene nicht beeinträchtigen.


Providerwahl - einige Tipps zur Wahl des richtigen Webspace-Providers


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