Markus Stadler

Vorbereitung vor der Erstellung einer Homepage

Das ist Newbie Online. Er fährt gerne Skateboard, hat sich aber vor einer Woche bei einem Sturz so am Knie verletzt, daß er fünf Wochen mit eingegipstem Bein verbringen muß. Deshalb beschließt er, in dieser Zeit eine eigene Homepage zu erstellen. Dazu stellt er sich erstmal folgende Fragen:

  1. Wieso brauche ich eine eigene Homepage?
  2. Wer soll meine Homepage lesen und warum?
  3. Welche Inhalte soll meine Homepage haben?
  4. Wie baue ich die Site auf, wie werden die einzelnen Seiten verknüpft?
  5. Was beachte ich, um auch von Suchmaschinen gefunden zu werden?
  6. Welche Hilfsmittel benötige ich zum Homepage-Design?
  7. Wo speichere ich die Daten - woher bekomme ich Web-Space?

1. Wieso brauche ich eine eigene Homepage?

Newbie möchte in erster Linie mal die Zeit überbrücken, bis er wieder fit ist. Darum möchte er jetzt endlich das Projekt Homepage angehen.

Er surft bereits seit über einem Jahr fleissig im Internet und hat so viele Homepages gesehen. Besonders gefallen haben ihm einige Seiten anderer Skateboard-Freaks mit witzigen Bildern und guten Tips für seine Skateboard-Technik. Auch er hat einen ganz besonderen Sprung erfunden, den "Newbie-Air" und er möchte gerne anderen Boardern seine Kreation zeigen. Außerdem wird er viel dazulernen, wenn er sich mit der ganzen Materie beschäftigt.

Neben ersten Erfahrungen im Webdesign wird er kennenlernen wie man Bilder bearbeitet (und evtl. manipuliert) und auch mit anderen Augen im WWW surfen. Vor allem im Hinblick auf seine Job-Chancen nach der Schule sind gute Internet- HTML-, Programmier- und Computerkenntnisse praktisch ideal.

Es gibt viele gute Gründe, eine Homepage ins Internet zu stellen:

  • Imagewerbung für eine Firma oder ein Unternehmen
  • E-commerce, Vertrieb eines Produktes oder einer Dienstleistung über das WWW
  • Anbieten von Informationen, die man selbst gesammelt hat und auch für viele andere Menschen interessant sind
  • Sammlung von persönlich bevorzugten Internet-Adressen, um schnell und übersichtlich drauf zugreifen zu können (ähnlich der "Bookmarks" oder "Favoriten" des Browsers)
  • persönliche Selbstdarstellung

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2. Wer soll meine Homepage lesen und warum?

Für Newbie geht es vor allem darum, daß möglichst viele Skateboarder seine Seiten lesen, damit sie seinen "Newbie-Air" kennenlernen. Vielleicht kommt ja dadurch auch der ein oder andere Kontakt zustande und er bekommt von richtig guten Boardern ein paar Tips, was er noch besser machen könnte. Außerdem sollen natürlich alle seine Freunde und Bekannten mal auf seiner Homepage vorbeischauen, damit sie sehen, was er alles drauf hat.

Falls seine Seite irgendwann mal häufig besucht wird, könnte er ja sogar ein wenig Geld mit Werbung oder ähnlichem verdienen. Dann ist es besonders wichtig viele Besucher zu haben, welche hängt davon ab, wie genau die Verdienstmöglichkeit geartet ist. Mehr dazu kann er bald mal unter der Rubrik "Geld verdienen mit der eigenen Homepage" lesen.

Auswahl und Analyse der Zielgruppe(n):

Vor allem wenn man irgendwelche kommerziellen Hintergedanken mit seiner Web-Site hat (E-commerce, Werbung, Partner-Programme, Firmenimage usw.) ist eine sorgfältige Analyse der Zielgruppe unbedingt notwendig. Folgende Fragen müssen detailliert beantwortet werden:

  • Welche Eigenschaften müssen die Personen haben, damit sie Interesse an meinem Angebot haben?
  • Wieviele dieser Personen weltweit haben Zugriff auf meine Seiten (und verstehen die Sprache!)
  • Wie oft werden diese Personen auf die Seiten durchschnittlich zugreifen?
    Welche Inhalte interessieren meine Zielpersonen besonders, welche überhaupt nicht? usw.

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3. Welche Inhalte soll meine Homepage haben?

Die Antwort auf diese Frage hängt vor allem von zwei Faktoren ab:

1. Was will und/oder kann ich an Infos bieten

2. Was interessiert meine Zielgruppe.

Falls ich meine Hompage nur für mich selbst erstelle und mir egal ist, ob irgendjemand anderes Gefallen daran finden soll, dann kann ich natürlich Punkt 2 auch ignorieren.

Bei Newbie ist das jedoch nicht der Fall. Er will ja zumindest eine gute Skatboard-Seite aufbauen und Kontakt zu anderen Boardern knüpfen. Und wenn er wirklich mal ein wenig Geld mit Werbung hinzuverdienen will, dann sollte er eher den Punkt 2 in den Vordergrund rücken.

Ausgewogener Inhalt einer Web-Site:

Den Schwerpunkt einer Web-Site sollte immer ein einziges Thema bilden, um das in logische Teilbereiche aufgegliedert wird. Beispielsweise wird Newbie den Schwerpunkt Skateboardtechnik wählen und dann möglicherweise einzelne Seiten zur Ausrüstung, den Herstellern, Techniktricks, Boarder-Kleidung auf seine Homepage stellen. Abrunden kann er das ganze dadurch, daß er in einem Link-Bereich Verweise auf weitere gute Skateboard-Seiten anbietet.
Falls er ein anderes Thema bringen will, das mit Boarden eigentlich nichts zu tun hat, dann sollte er dafür einen eigenen Bereich schaffen, der bereits von der Homepage abzweigt.

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4. Wie baue ich die Site auf, wie werden die einzelnen Seiten verknüpft?

Es ist sehr wichtig, daß man sich diesen Punkt ausgiebig überlegt, bevor man die erste Seite gestaltet. Nur so wird gewährleistet, daß die Seiten einigermaßen übersichtlich miteinander verknüpft werden und sich ein fremder User schnell auf der Web-Site zurechtfindet. Die erste Seite die beim Aufruf der Domain erscheinen soll kann in zwei Formen gestaltet sein:1. Als Willkommens-Seite, die wenig Inhalte und kleine Grafiken hat. Das hat den Sinn, daß sie sich schnell aufbaut und der Besuchern nicht schon verlorengeht bevor er überhaupt auf der Web-Site angekommen ist. Außerdem kann dadurch schon mal eine grobe Vorsortierung der User erfolgen (z. B. Auswahl zwischen englischer und deutscher Homepage). Von hier wird er dann weitergeleitet auf eine Seite die etwa aussieht wie Nr. 2.2. Als klassische Homepage, die den Ursprung aller Verzweigungen der Web-Site bildet. Oft wird man dafür die Frame-Technik benutzen und in einem Navigationsframe (Inhaltsverzeichnis) die wichtigsten Menüpunkte aufführen. Dabei sollte man aber darauf achten, daß das Inhaltsverzeichnis nicht zu unübersichtlich wird (ca. 5 bis 7 Gliederungspunkte).

Im ersten Fall muß auf den folgenden Seiten nicht unbedingt eine Möglichkeit eingebaut werden, um auf die Startseite zurückzukommen, falls alle Links der Startseite auch in der Haupt-Navigationsseite enthalten sind.Frames oder keine Frames - das ist hier die Frage.Nachdem jetzt nun schon seit mehreren Jahren Browser ausgeliefert werden, die Frames unterstützen kann man davon ausgehen, daß der größte Teil der User ein solches Teil bei sich auf dem PC hat. Deshalb kann man heuzutage getrost Frames einsetzen - muß man aber nicht. Vor allem wenn man gelinkt werden will oder damit rechnet, daß eher unerfahrene Surfer Teile der Seiten ausdrucken wollen, dann ist zu überlegen, ob man nicht versucht seine Seiten ohne Frames zu gestalten. Auch viele Suchmaschinen haben mit Frames Probleme. Wer allerdings viele Infos anbieten will, die schnell gefunden werden sollen, wird um den Einsatz von Frames nicht umhin können, sofern er sich nicht tiefergehende Programmierkenntnisse aneignen möchte und seine Seiten dynamisch aufbaut, d.h. die Inhalte in Datenbanken abspeichert und die HTML-Seiten mit den Inhalten dieser Datenbanken verknüpft.

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5. Was beachte ich, um auch von Suchmaschinen gefunden zu werden?

Wer seine Homepage nicht nur für sich selbst oder einen eingeschworenen Kreis erstellt hat, ist auf die Auflistung in Suchmaschinen angewiesen. In erster Linie ist die Platzierung beim Marktführer Google.de entscheidend. Ein "suchmaschinenstrategisch" günstiger Aufbau der Website und der einzelnen Seiten ist daher sehr wichtig.

Basis hierfür ist eine treffsichere Suchwortliste - am besten fragt man mehrere Leute, unter welchen Suchwörtern sie zu bestimmten Themen in den Suchmaschinen suchen würden. Diese Suchwörter müssen dann möglichst optimal in den einzelnen HTML-Dokumenten angebracht werden.

Mehr dazu findet ihr in den folgenden Links:

Überprüfung der Suchmaschinenplatzierung:

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6. Welche Hilfsmittel benötige ich zum Homepagedesign?

Im Prinzip kann ich eine Homepage heute ohne größere Anschaffungen von Software erstellen. Vieles was ich brauche gibts kostenlos im Internet oder in den beigelegten CD's von den diversen Computer-, Internet-, oder Web-Design-Zeitschriften. Folgende Software wird man früher oder später mal benötigen:

  • Editor
    Hier gibts zwei Ausprägungen:

    die klassischen HTML-Editoren und die WYSIWYG-Editoren. Beim HTML-Editor "tippe" ich in der Regel HTML-Quellcode ein und kann je nachdem, welche Software ich verwende, durch einige integrierte Standardfunktionen das ganze ein wenig beschleunigen. Vorteil: Wenn ich mich mit HTML auskenne, dann kann ich die gesamte Funktionsbreite dieser Sprache nutzen.

    Bei den grafischen Editoren (WYSIWYG = What you see ist what you get) bearbeite ich die HTML-Dokumente ähnlich einer Textverarbeitung. Ich kann Text schreiben, Bilder einfügen, Tabellen integrieren usw. und mein Programm zeigt mir gleich wie das der Browser ungefähr anzeigen wird. Vorteile: keine HTML-Kenntnisse nötig, geht etwas schneller
    Nachteile: nur eingeschränkter Funktionsumfang, Abhängigkeiten von einem Programm, oft wird kein sauberer HTML-Code generiert, so daß Änderungen mit einem anderen Editor nicht möglich sind (z. B. bei Microsoft-Frontpage).

    Text-Editoren gibts zuhauf kostenlos - allerdings weisen die dann meist nicht viele Zusatzfunktionen auf. Von fast jedem Editor findet man eine Test-Version auf der Homepage des Herstellers.

    Wer etwas mehr Geld dafür hinlegen möchte, sollte sich überlegen, auf einen leistungsfähigen Webeditoren zu sparen. Mit Dreamweaver kann nicht nur parallel im grafischen Modus/Textmodus gearbeitet werden, es können hier sogar sehr komfortabel dynamische Webanwendungen erzeugt werden. Insbesondere bei umfangreicheren Sites mit vielen Hundert HTML-Dokumenten hilft die mächtige Siteverwaltung den Überblick zu bewahren und spart viel Zeit.

  • Grafik-/Bildbearbeitungssoftware
    Eine Web-Site ohne Bilder ist keine Web-Site. Um Bilder in das richtige Format und die richtige Größe zu bringen ist bereits eine Bildbearbeitungsprogramm nötig - um Buttons Layouts, Hintergründe zu erstellen oder Bilder zu bearbeiten ist ein gutes Bildbearbeitungsprogramm nötig.
    Der Marktführer ist Photoshop von Adobe - allerdings ist das Programm auch schweineteuer und eher was für den Profi. Von Photoshop gibts allerdings mittlerweile eine "Light-Version" mit dem Namen Photoshop Elements, die alle Funktionen des großen Bruders enthält, die fürs Web-Design notwendig sind - hier wurde praktisch nur der große Komplex für die Druckvorstufe weggelassen, der aber für die Erstellung einer Homepage eh nutzlos ist. Vergleichbare Anwendungen sind PaintshopPro von Corel oder PhotoImpact von Ulead.

  • 3. FTP-Programm
    Wenn ein File-Transfer-Programm noch nicht im Editor integriert ist, benötigt man spätestens zum Übertragen der fertiggestellten Web-Seiten auf den Serverplatz beim Provider ein derartiges Tool. Komfortabel ist beispielsweise WS-FTP - aber auch für den Firefox-Browser gibt es eine entsprechende Erweiterung.
  • Profiprogramme
    Sogenannte "All-in-one" Lösungen bieten mittlerweile die großen Softwarehersteller an. Marktführer ist hier unumstritten Adobe, die sich vor einiger Zeit auch den ehemaligen Konkurrenten Macromedia einverleibt haben. Wer sich das Adobe-Cloud-Abonnement zulegt, kann damit nahezu jede erdenkliche Anwendung abdecken, die für ein Webprojekt notwendigt ist. Das ganze hat jedoch auch seinen Preis und ist für den "gemeinen Heimanwender" wohl meist zu teuer.

  • Content-Management-Systeme (CMS)
    Für umfangreichere Websites und Firmen werden meist sogenannte Content-Management-Systeme verwendet. Ein CMS hat den Vorteil, dass alle Inhalte in kleinen Einheiten in einer Datenbank gespeichert werden die dann beliebig zu einer Website kombiniert werden können. Das gesamte Aussehen (Layout) ist davon strikt getrennt und wird über sogenannte Templates zugeordnet. Ist das System einmal installiert, können die Inhalte - und damit auch die Website - eigentlich von jedem gepflegt werden, der sich in das System einloggen kann und mit dem Backend umgehen kann. Bekannte Open-Source-Systeme sind Typo3 und Joomla!.

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7. Wo speichere ich die Daten, woher bekomme ich Webspace?

Leider reicht es nicht, eine supertolle, schöne Homepage zu bauen und sie dann auf meiner Festplatte abzuspeichern. So kann ich sie zwar mit meinem Browser ansehen - aber wie soll ein anderer Computer darauf zugreifen? Es ist daher notwendig sie auf einen Rechner zu speichern, der über einen Webserver verfügt und möglichst rund um die Uhr mit dem Internet verbunden ist. Solchen Speicherplatz, der für den Zugriff aus dem Internet konfiguriert ist, nennt man auch Webspace. Spezialisierte Dienstleister, bei denen man Webspace mieten kann heißen Webspace-Provider oder Web-Hoster. 

Eigener WebServer

Theorethisch kann man aus jedem PC einen WebServer machen - die entsprechende Software dafür kann man sich kostenlos aus dem Internet besorgen. Hauptproblem dabei ist, dass ich eine permanente Anbindung ans Internet benötige und diese zusätzlich halbwegs flott sein soll. Darüberhinaus benötigen eigene Webserver ständige Wartung und nicht zu unterschätzendes Know-How, sofern man etwas mehr Ansprüche stellt.

Virtueller Server

Die kostengünstigste Möglichkeit an vernünftigen Webspace zu kommen ist die Anmietung eines virtuellen Servers bei einem der vielen Webspaceprovider. Die größten deutschen Anbieter sind 1&1 sowie Strato. Für wenige Euro pro Monat gibts hier bereits Hosting-Pakete, die für fast jede private Homepage ausreichen. Wieder großteils vom Markt verschwunden sind die kostenlosen Angebote im Internet. Die wenigen, die immernoch herumschwirren sind meist mit ziemlichen Nachteilen verbunden wie z. B. sehr penetranten Werbeeinblendungen. Und wer will das schon auf seiner Hompage haben.

MietServer

Während virtuelle Server für alle privaten und kleineren bis mittleren komerziellen Websites die erste Wahl sind, werden größere Firmenseiten meist einen eigenen Server in den Hochleistungs-Rechenzentren von Schlund, 1&1 oder bei einem anderen Provider mieten. So ist sichergestellt, das die komplette Serverleistung nur für diese eine Homepage zur Verfügung steht und Überlastungen oder Bugs anderer Sites die eigene nicht beeinträchtigen.


Providerwahl - einige Tipps zur Wahl des richtigen Webspace-Providers

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