Kategorien: Tourenverhältnisse Tuxer Alpen

Mölser Sonnenspitze, Tuxer Alpen

29.01.2026 von Markus Stadler
Start an der Peeralm bei etwas Neuschnee
Start an der Peeralm bei etwas Neuschnee
Am kupierten Hangfuß ließ sich die heutige Schlüsselstelle sicher bewältigen.
Am kupierten Hangfuß ließ sich die heutige lawinentechnische Schlüsselstelle oberhalb der Klammalm sicher bewältigen.
Erfolgreicher Böschungstest in einem Bachgraben.
Erfolgreicher Böschungstest in einem Bachgraben.
Den ganzen Tag durften wir spuren und trafen keine Menschenseele
Den ganzen Tag durften wir spuren und trafen keine Menschenseele
Setzungsgeräusche mit großflächigen Rissbildungen
Oberhalb etwa 2000 m gab es sehr viele Setzungsgeräusche mit großflächigen Rissbildungen (shooting cracks).
Die letzten Meter zur Mölser Sonnenspitze
Die letzten Meter zur Mölser Sonnenspitze
Bei der Abfahrt wagten wir uns  jeweils nur einen Schwung in den steilen Osthang
Bei der Abfahrt wagten wir uns jeweils nur einen Schwung in den steilen Osthang
Lizumer Hütte - unser Tagesziel
Lizumer Hütte - unser Tagesziel
Infotafel zu den Schießübungen am Truppenübungsplatz - bitte vorher informieren (z. B. an der Lizumer Hütte)
Infotafel zu den Schießübungen im Truppenübungsplatz - bitte vorher informieren (z. B. an der Lizumer Hütte)

Nachdem wir am Vortag am Naviser Kreuzjöchl waren, sind wir heute von der Peeralm über die Mölser Sonnenspitze (Skiführer Tuxer und Zillertaler Alpen, Tour D19) zur Lizumer Hütte (Abfahrt über Tour C15) weitergezogen. 

Über Nacht gab es etwa 10 cm Neuschnee, der für sich eigentlich wenig Änderung auf die Lawinensituation haben sollte, insbesondere da kaum Wind im Spiel war. Allerdings haben die paar Zentimeter ausgereicht, um zusammen mit der etwas filzigen, ebenfalls rund 10 cm dicken Schneeschicht vom Wochenende ein zusammenhängendes Brett zu bilden, das auf einer komplett aufgebauten, aus Schwimmschnee bestehenden Basis liegt. Besonders im flacheren Gelände sorgte das für eindrucksvolle Setzungsgeräusche und großflächige Rissbildungen. Nordseitige Bachböschungen (wo auch markante Oberflächenreifschichten unterhalb der jeweiligen Neuschneeschicht liegen) ließen sich recht einfach mit dem Böschungstest auslösen. 

Bei der aktuell zwar ausreichenden, aber recht geringen Schneelage ist der Übergang übers Klammjoch weitgehend lawinensicher machbar. Im Planungstool Skitourenguru sind zwar beim aktuellen 3er mehrere Stellen tiefrot, allerdings sind das kurze Steilhänge über der Straße mit Grünerlen, die momentan noch zu wenig Schnee haben, als dass sie gefährlich werden könnten. Ebenso hat man vom Steilhang oberhalb der Klammalm genügend Abstand, wenn man die Spur unterhalb durch das kupierte Blockgelände legt. Bei der Route zur Mölser Sonnenspitze über den Nordrücken kann man sich direkt am Grat halten oder in der abgeblasenen (steilen) Westseite. Den Nordosthang haben wir gemieden. Die Abfahrt zur Lizumer Hütte bot einige nette Pulverschwünge und war im unteren Teil bereits pistenmäßig eingefahren. Aufgrund diffuser Sicht und des Neuschnees musste man allerdings abseits der eingefahrenen Bereiche immer mit Steinkontakten rechnen und mit angezogener Handbremse fahren.