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Leonhardstein bei Kreuth

Am Leonhardstein bei Kreuth am Tegernsee gibt es ein breites Routenspektrum von kurzen harten Sportkletterrouten bis hin zu Mehrseillängentouren in fast allen Schwierigkeitsgraden.

Leonhardstein bei Kreuth am Tegernsee

Harte Sportkletterrouten und botanisch geschmückte Plaisirplatten

Der Leonhardstein ist das Wahrzeichen von Kreuth - dem schmucken Bergdorf hinterm Tegernsee. Dass man dort klettern kann, wussten die Bergsteiger schon in früheren Zeiten, allerdings hatte die klassische Südwand nicht den besten Ruf. "Sehr grasig" lautete das Prädikat und das gilt für die gut 200 m hohe Route durch die zentrale Südwand noch heute, da sich sich immer entlang der strukturiertesten Linie zum Gipfel schlängelt. Links und rechts der Grasrampen glänzen jedoch kompakte Plattenfluchten aus bestem Kalk. Mit Bohrhaken und Blick für die beste Linie nach Felsqualitätskriterien haben hier in den letzten Jahren einige Erschließer schöne Genussklettereien hinterlassen. Daneben finden sich in den steilen Wandpartien die wohl schwierigsten Mehrseillängenrouten Deutschlands, erstbegangen vom Kochler Kletter-Urgestein Toni Lamprecht. In den Randbereichen Links und rechts der Südwand wurden zudem in mehreren Sektoren eine ganze Reihe an kurzen Sportkletterrouten eingerichtet.

Anfahrt

Von der A8 fährt man in Holzkirchen aus und am Tegernsee vorbei bis Kreuth. Für Zugang a) Parkt man am Wanderparkplatz unterhalb der Kirche, für Zugang b fährt man noch einige Kilometer weiter, bis rechts de Straße der Parkplatz am Schwarzenbach liegt.

Zugang

a) Von Kreuth dem Wanderweg in Richtung Leonhardstein folgen, bis man nach ca. 30 Min. bei der Duslauer Alm auf eine Forststraße trifft. Ihr folgend nach links bis zu ihrem Ende und am rechten Rand der Kahlschlagzone durch den Wald weglos aufwärts bis zu flachem Gelände am Beginn einer großen Blockzone. Durch sie rechts haltend weiter weglos oder mit Glück einigen Pfadspuren folgend unter die Südwand (ca. 1 h von Kreuth).
b) Vom Parkplatz am Eingang des Schwarzenbachtales der Forststraße in Richtung Schwarzentenn-Alm etwa 15 Min. folgen, bis beim Strommasten Nr. 30 rechts ein deutlicher aber unmarkierter Pfad abzweigt. Ihm folgt man etwa 20 Min. aufwärts bis er zwischen zwei Felsblöcken hindurchführt. Hier zweigt links ein weniger deutliches Steiglein ab, das links zu einem wenig ausgeprägten Rücken führt. Über den Rücken kurz aufwärts bis man links auf Pfadspuren (tlw. orange Markierungen) an den Westpfeiler gelangt. Zur Südwand folgt man dem Steiglein am Rücken weiter bis ins Blockgewirr und hält sich dann links hinauf unter die Wand (50-60 Minuten).

Routen

An der zentralen Südwand existiert rund ein halbes Dutzend, meist gut abgesicherter Routen von 4 bis 9 Seillängen im Schwierigkeitsgrad 6-7, sowie rechts davon einige ziemlich anspruchsvolle Touren im 9. bis 11. Grad. Links davon im steilen Westpfeiler gibt es einige Projekte, sowie ein paar harte Sportkletterrouten, hier besteht aber bis Ende Juli Kletterverbot wegen Vogelschutz und ein Verbot von weiterer Erschließung. Links davon befindet sich noch ein Bereich mit ca. 10 Sportkletterrouten, der von der Sperrung nicht betroffen ist. Rechts der Südwand gibt es mehrere Sportklettersektoren mit etwa 40 Routen im Bereich 6 bis 11.

Update zum aktuellen Kletterführer

Seite 212: 7a) Neuer Direktausstieg zu Nr. 7 vom Busch kurz vor dem Ende der 2. Seillänge gerade hoch: Zauberplatte (8/8+) mit anschließender Verbindungsmöglichkeit zu Flora Bohra. Von Volkmar Ressler und einigen seiner Freunde zur Erinnerung an seinen Freund Dirk „Pawel“ Pawlowski eingerichtet, der im Karwendel verunglückte. Nr. 8a) Neutour zwischen Nr. 8 und Nr. 9: Quaxi (7)

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