Rote Säule vom Matreier Tauernhaus

8. 03. 2026 | Tourenverhältnisse Venedigergruppe
von Markus Stadler

Feinste Firnbedingungen in der Venedigergruppe

Nach einer Nacht im Matreier Tauernhaus ging es heute Vormittag auf die Rote Säule (Skitourenführer Hohe Tauern, Tour E10). Bevor es “richtig” bergauf geht, muss zuerst der “Hatscher” ins Gschlösstal absolviert werden, der allerdings landschaftlich außergewöhnlich schön und abwechslungsreich ist. Beim Rückweg am Nachmittag sind hier jedoch einige Skatingpassagen erforderlich. Kurz nach Innergschlöß steigt man etwa 150 Hm entlang des schmalen Sommerwegs durch den Waldgürtel auf. Danach folgen noch gut 1000 Höhenmeter in perfektem Skigelände bis zum Gipfelgrat. Dort fehlt etwas Schnee, um sinnvoll mit Ski bis an den letzten Felsaufbau zu gehen, weshalb wir die Ski ein Stück unterhalb zurückgelassen haben und zu Fuß aufgestiegen sind. Am Gipfel eisigkalter Wind. Abfahrt gegen 12.45 Uhr. Der erste (West-)Hang war noch hart, danach bis Sandeben ganz dünner 1-cm-Firn. Anschließend im Höhenbereich immer weicher auf einer Höhe von rund 2400 m schon knapp davor, durchzusumpfen. Unterhalb dann aber wieder tieferreichend umgewandelter Schnee und 3–5 cm aufgeweichte Oberfläche bis zum Waldrand. Gute Sulzbedingungen auf dem schmalen Waldweg, der trotzdem gutes Skikönnen erfordert, um nicht im Gebüsch zu landen. Im flachen Talboden dann wieder etwas kühler, so dass es relativ gut lief, bzw. die Flachstücke gut zum Anschieben und Skaten waren. Alles in allem Bedingungen, wie sie für diese Tour kaum besser sein könnten. Die Fahrstraße vom Tauernhaus nach Außergschlöß ist noch durchgängig schneebedeckt, wird aber in den Waldpassagen in den nächsten Tagen die ersten (kurzen) Lücken bekommen. Ebenso wird der Sommerweg durch die Waldstufe hinter Innergschlöß bald einige Tragepassagen aufweisen. Ansonsten ist die Schneelage hier aber für den diesjährigen Winter im Ostalpenbereich überraschend gut.