Scheibenspitze aus dem Schmirntal

18. 01. 2026 | Tourenverhältnisse Tuxer Alpen
von Markus Stadler

Wenig aber ausreichend Schnee, teils noch schöner Pulverschnee.

Wir sind der Tour D22a des Skiführers Tuxer-Zillertaler Alpen (3. Auflage 2025) von Innerschmirn in Richtung Scheibenspitze gefolgt. Auf den flachen südseitigen Wiesen nach der Straßengalerie gerade noch so ausreichende Schneeauflage, ebenso auf der Forststraße zur Ochsenalm. Im großen Hang zum Grat in den flacheren Bereichen schön zu fahrender Pulverschnee (jetzt aber meist zerfahren), im steileren Teil gelegentlich Bodenkontakt. Steilere Südostexpositionen mit Harschdeckel. Bezüglich Lawinengefahr im jetzt eingespurten Bereich relativ safe, da nur im Kammbereich einige kleine, alte Triebschneepakete liegen - im großen Hang keine flächig tragfähige Altschneedecke für ausreichende Spannungsübertragung. Bei der Abfahrt kann man im Mittelteil einige Kehren der Straße östlich davon abkürzen.
Fazit: Viel Forststraße und Endpunkt weit unter dem Gipfel (oder gut 200 Hm zu Fuß), aber immerhin bis zum Grat ausreichend Schnee für eine Skitour in dieser derzeit schneearmen Region.

Mein Augenschein zu den Bedingungen in Innerschmirn zu weiteren Touren aus dem SF Tuxer-Zillertaler Alpen (3. Auflage 2025):

Tour E6: Vermutlich reicht der Schnee für Aufstieg und Abfahrt über Forststraße/Schneise bis jeweils unter die Gipfelhänge von Rauer Kopf und Napfspitze.
Tour E7: Sieht im unteren Teil bis etwa 2200 m nicht schlecht aus, wahrscheinlich sind die Hänge zum Grat aber zu steil für die aktuelle Schneeauflage und lawinenmäßig kritisch. Ab dem Grat zum Gipfel kein Schnee mehr.
Tour E12: Erstes Stück bis zum Bach muss man tragen, danach sollte alles mit Ski machbar sei. Steilere Südseiten vermutlich aber mit Harschdeckel in den flacheren Mulden könnte es netten Pulver haben.
Tour E14a: Könnte schneetechnisch möglich sein - evtl. etwas ruppig an der ersten Stufe und im oberen Teil könnte der Schnee die Steine ausreichend verdecken. Allerdings dort laut Skitourenguru lawinenmäßig grenzwertig: muss vor Ort kritisch beurteilt werden!

Die steileren Touren und Varianten sind aktuell aufgrund der geringen Schneehöhe und des schlechten Schneedeckenaufbaus nicht ratsam.