Skitour Spitzing - Tanzeck - Rotwand - Geitau

28. 11. 2025 | Tourenverhältnisse Bayerische Voralpen
von Markus Stadler

Erste Skisafari der Saison bei Traumwetter und guten Bedingungen

Die erste Skisafari der Saison bereits im November und das auch noch bei vergleichsweise guten Bedingungen ist durchaus bemerkenswert. Unterwegs waren wir heute in einer größeren Gruppe - unter mit dem “Godfather of Öffi-Skitouren” Michael Vitzthum dessen Buch “Skitouren - Natürlich mit Öffis” vielen bekannt ist. Aus verschiedenen Gründen (u.a. diverse Materialmängel bzw. -schäden) waren wir eher langsam unterwegs und haben den Tag mit traumhaften Wetter voll ausgenützt.

Der Bus von Schliersee zum Spitzingsee am Morgen war proppenvoll, aber es konnten alle mitfahren die wollten. Start war an der Talstation der Taubensteinbahn. Es ging zuerst aufs Tanzeck, nach einer Abfahrt ins Krottental über den Taubensteinsattel bis kurz unter den Lämpersberg. Dann von der unteren Wallenburgalm über die obere Wallenburgalm auf die Rotwand und weiter in den Sattel zwischen Auerspitze und Ruchenköpfen. Von dort über den Soinsee hinab nach Geitau, wo wir mit dem Zug wieder heimfuhren.

Schneehöhe am Ausgangspunkt ca. 40 cm gesetzter Pulverschnee, oberhalb 1200-1500 m waren es dann etwa 50-60 cm. Steilere Südhänge. Der Lochgraben war am Morgen noch sehr gut in Schuss. Zwar schon etwas eingefahren aber tip-top Schneeverhältnisse. Nach diesem Tag mit großem Andrang an Skitourengeher dürfte der Hang aber nicht mehr so gut ausgesehen haben. Tanzeck und Rauhkopf waren am Vormittag schon gut verspurt. Auch die Abfahrt ins Krottental hatte nur noch wenige unverspurte Flecken. Je weiter wir uns vom Taubenstein entfernten, desto weniger Betrieb herrschte. Am Lämpersberg waren am frühen Nachmittag zwar auch schon ordentlich Spuren aber auch noch etwas Platz. Den Aufstieg über die Obere Wallenburgalm musste ich dann sogar einspuren. Der Südhang der Rotwand war in den steilen Passagen schon etwas pappig, aber trotzdem gut fahrbar. Die Rinne unter dem Rotwandhaus hatte noch wenig Schnee, hier musst man auf verschneite Felsen aufpassen. Der Gipfelanstieg zur Auerspitze hat noch viele Latschen, den haben wir uns daher geschenkt. Bei der Abfahrt zum Soinsee waren verschneite Felsen auch ein Thema und ein paarmal hats gekratzt. Die Straße hinab nach Geitau war in selten gutem Zustand und ließ sich genussvoll im Pulverschnee hinabwedeln. Das Skaten auf der geräumten, aber nicht gestreuten Straße über den Segelflugplatz bis nach Geitau ging flott und ohne größere Anstrengung.