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Skitour Stubaier Alpen - Wildes Hinterbergl (3288 m)

Wildes Hinterbergl von der Franz-Senn-Hütte

Schwierigkeit InfosGesamteindruck
2-3 / WS
HöhenmeterGehzeit Infos
1100 m3,5 h
ExpositionLawinengefahr Infos
Ost
Beliebtheit
Skiführer Stubaier Alpen - Panico Skitourenführer
Die Franz-Senn-Hütte ist Ausgangspunkt für die Skitour zum Wilden Hinterbergl Abfahrt über den Turmferner Viel Armkraft benötigt man für die Skating-Passage zurück zur Franz-Senn-Hütte

Gar nicht so wilder Gletscherberg in den Stubaier Alpen mit verschiedenen Varianten

Als "wild" kann der Gipfelaufbau des Wilden Hinterbergl im Tourengebiet der Franz-Senn-Hütte wirklich nicht bezeichnet werden. Wer in der Turmscharte steht wundert sich erstmal welcher der Fels und Gletschermugel rundherum denn nun das Tourenziel darstellen soll. Den eigentlichen Gipfel sieht man auch erst kurz bevor man drauf steht. Trotzdem bietet das Wilde Hinterbergl eines der lohnendsten Tourenziele im Oberbergtal. Aufgrund der drei Abfahrtsvarianten findet jeder eine passende Abfahrt für sein skifahrerisches Können und auch nach längerer Schönwetterperiode meist noch genügend Platz für eigene Spuren.

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Anfahrt

Im Stubaital bis Milders, wo rechts die steile Bergstraße ins Oberbergtal abzweigt bis zum Parkplatz Seduck (ca. 1450 m) im Oberbergtal, oft Parkplatzmangel.

Ausgangspunkt

Franz Senn-Hütte (2147 m).  Hüttenzustieg: Entlang einer Schneewieselspur taleinwärts in etwa einer Stunde zur Oberiss-Hütte (1742 m). Noch ein Stück rechts haltend bis zu der steilen Flanke, die das Tal rechts abschließt. Entlang eines breiten Wegs (apert schnell aus, hier oft zu Fuß) links haltend durch die Schrofenflanke aufwärts bis in den Talboden und entlang des teilweise schmalen Wegs zur Alpeiner Alm. Jetzt wieder etwas flacher rechts vom Bach weiter, zum Schluß über eine Brücke zur schon länger sichtbaren Franz-Senn-Hütte. (2 - 3 Stunden von Seduck). Für verwöhnte Tourengeher gibts diverse Servicedienste wie Skidoo-Schleppdienst bis Oberiss und Rucksack-Transport von dort zur Hütte.

Routenverlauf

Von der Hütte das flache Tal nach Südwesten bis zu einer ersten Stufe, die zuerst direkt und nach einer flacheren Passagen in einem Linksbogen überwunden wird. Ein weiteres Flachstück bringt uns zur Gletscherzunge des Alpeiner Ferners. Diesem folgt man rechts aufwärts bis zu einer Höhe von etwa 2700 m, wo man rechts eine einfache Möglichkeit findet, auf die Randmoräne zu gelangen. In dem sich nun auftuenden Kar hält man sich anfangs rechts, bis man links über eine kurze Stufe auf das Plateau des Verborgenen-Berg-Ferners gelangt. Nach Nordwesten über den anfangs flachen, dann mäßig steilen Gletscher an den Fuß der Turmscharte. Über eine 30m hohe, mit Fixseilen versehene Felsstufe erreicht man die Einschartung. Jenseits quert man über den flachen Gletscher nordwestlich aufwärts, den Berglasnieder links liegen lassend zu der relativ unspektakulären Gletschererhebung des Wilden Hinterbergl, dessen höchster Punkt einige Meter nach Nordwesten vorgeschoben ist.

Übersicht über die verschiedenen Varianten der Skitour auf das Wilde Hinterbergl

Abfahrt

Für die Abfahrt stehen drei Varianten zur Verfügung:

1. Wie Aufstieg

2. Über den Turmferner - skifahrerisch lohnender, aber mit einer kurzen, versteckten Steilrinne im mittleren Teil:
Man fährt bis zur Turmscharte ab und steigt nach Osten auf den Vorderen Wilden Turm auf (alternativ kann man auch nördlich um diesen herumqueren). Nun gehts nach Osten über den Turmferner hinab, wobei die erste Steilstufe am besten links umfahren wird, im unteren Teil muss man sich jedoch rechts halten. Am Gletscherende hält man sich durch Mulden geradeaus hinab, bis man auf 2700 m scharf nach rechts abbiegt und durch eine 30m hohe, schmale Steilrinne hinabgelangt zum unteren Teil der Randmoräne des Alpeinerferners. Durch Mulden links der Moräne hinab, bis man an geeigeter Stelle nach rechts in den Talboden abfahren kann.

3. Über den spaltigen Berglasferner - skifahrerisch ebenfalls sehr lohnend, allerdings nur bei gut eingeschneitem Gletscher und einwandfreien Sichtbedingungen ohne Seil zu empfehlen. Dazu fährt man noch vor Erreichen der Turmscharte links über den zunehmend steiler werdenden Gletscher hinab - je nach Spaltensituation meist eher im rechten Teil des Gletschers bis zu seinem Ende. Nun geradeaus hinab in den Talboden des Berglastales und nach rechts hinaus zur Anstiegsroute.

Varianten

Man kann natürlich über die Abfahrtsvarianten auch aufsteigen.

Hinweise

Viele Spalten am Berglasferner; mit Fixseil versicherte Kletterpassage an der Turmscharte.

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