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Kletterrouten Karwendel: Laliderer Falk - Nordwand

Im Reich des Ungenannten

Bewertung Ernsthaftigkeit Infos
8 E2
KletterzeitKletterlänge
7 - 10 h820 m
WandhöheExposition
600 mN
Beliebtheit

Routencharakter

Die neuste Entdeckung besten Karwendelfelses von Ralf Sussmann befindet sich an der Nordseite der Falkengruppe im Falkenkar. Die Nordwand des Lalidererfalk durchzog bisher nur eine selten begangene direkte Kletterroute aus den 50er Jahren ("Direkte Nordwand") - ansonsten wurde die Wand kaum beachtet. Umso überraschender, dass nun hier eine weitere Klassetour begangen wurde, die für ambitionierte, alpin erfahrene Kletterer - die den 7. Grad sicher beherrschen eine tolle Genußtour sein dürfte.

Schwierigkeit

8 (eine Seillänge), zwei Seillängen 8-, eine weitere 7+/8- und zwei Längen 7+; Rest überwiegend sechsten Grad; etwa 7- obligat.

Absicherung

Durchgehend solide Absicherung mit 10 mm Edelstahl-Bohrhaken, alle Stände zum Abseilen eingerichtet. E1-2; man sollte den 7. Grad beherrschen. In den schweren Passagen hervorragende Absicherung, in Längen 6. Grades etwas weitere Abstände (bis 10 m), hier ist alpine Orientierungsgabe und teilweise eigenverantwortliches Absichern, bzw. Wegsteigen gefordert.

Empfohlene Ausrüstung

12 Express, 60 m Zwillingsseil

Erstbegeher

Ralf Sussmann, Richard Baur, Michael Warscher, Andreas Wunsch 2009 und 2010.
Gipfeldurchstieg am 8.10.2010 nach sechstägigen Vorarbeiten. Die Erschließung erfolgte durchgehend von unten, ohne vorheriges Erkunden von oben und ohne Verwendung von Fixseilen. 1. Wiederholung am 13.10.2010 durch Ralf Sussmann und Volker Benz in 7 h Kletterzeit.

Ortovox

Zustieg

Auf der Mautstraße in die Eng bis zum Parkplatz in der Karwendelau. Vom Parkplatz in ca. 2 h ins obere Falkenkar und zum weithin sichtbaren Einstieg. Eine gute Beschreibung des Zustiegs findet sich auf der Homepage von Harry Breitkreuz bei der Bergtour zum Laliderer Falk. Hilfreich ist auch der Kartenausschnitt.

Abstieg

Abseilen über die Route mit 60 m Zwillingsseil. Die Längen 13+14 können auf einmal abgeseilt werden, ebenso die Längen 1+2. Die 12. Länge (Quergang, 4) muss rückwärts geklettert werden. Zeitbedarf 1h 45 min bis 2.5 h je nach Routine.

Alternative (nur für sichere Alpinisten, zeitl. etwa gleich lang): Abstieg über die Ostflanke in die Scharte zum Turmfalk und nordseitig über Rampen in stellenweise leichter Kletterei (Passagen 2-3) zurück ins Falkenkar. Für die letzten 50 hm (3) wurde eine gebohrte Abseilstelle eingerichtet. Ein Topo hierfür findet sich wiederum bei Harry Breitkreuz. Zeitaufwand ähnlich wie Abseilen.

Hinweise

Nordwandkletterei, trocknet dennoch nach Schlechtwetter ungewöhnlich schnell ab. Die Headwall (Längen12-19) ist nordwestseitig verschränkt, hier kommt am Spätnachmittag die Sonne rein.

Informationsquelle

Info, Topo und Fotos: Ralf Sussmann

Externer Link

Das Original-Dokument zum Download gibts auf der Homepage von Ralf Sussmann.

Topo

Fototopo der Kletterroute am Laliderer Falk im Karwendel.

Wandbild mit den Seillängen der Route

Fotos aus der Route

Saugende Tiefe

Saugende Tiefe

Steile Wand mit bestem Fels.

Steile Wand mit bestem Fels.


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