Kategorien: Tourenverhältnisse Bayerische Voralpen

Winterwanderung auf die Hochsalwand

8.01.2026 von Markus Stadler
Blick über Brannenburg zum Heuberg
Blick über Brannenburg zum Heuberg (links), rechts der Große Riesenkopf
Die Rodelbahn der Breitenberghütte
Die Rodelbahn der Breitenberghütte
Alles gut ausgeschildert
Hütte gut ausgeschildert
Heute allerdings geschlossen, nur Freitag bis Sonntag geöffnet
Heute allerdings geschlossen, nur Freitag bis Sonntag geöffnet
Lechneralm im Schneetreiben, oben drüber mein Tagesziel
Lechneralm im Schneetreiben, oben drüber mein Tagesziel
Immer wieder ganz nette Schneeschauer - hier mit Tiefblick auf die Lechneralm
Immer wieder ganz nette Schneeschauer - hier mit Tiefblick auf die Lechneralm
Stellenweise waren die Grödel sehr hilfreich
Stellenweise waren die Grödel sehr hilfreich
Am Gipfel dann kein Schneefall - aber im Westen sieht man die aufziehende Warmfront
Am Gipfel dann kein Schneefall - aber im Westen sieht man die aufziehende Warmfront
Schöne Winterstimmung im Abstieg zur Mitteralm
Schöne Winterstimmung im Abstieg zur Mitteralm
Blick zur Mitteralm, rechts der Bildmitte sieht man den Gleishang der Gschwandt-Abfahrt
Blick zur Mitteralm, rechts der Bildmitte sieht man den Gleishang der Gschwandt-Abfahrt: 10-20 cm lockerer Pulverschnee auf Steinen. Das braucht noch viel Schnee bis man hier mit Ski fahren kann.

Nachdem in den Hausbergen leider immer noch zu wenig Schnee für Skitouren liegt (sogar für die Steinski ist es zu wenig, wenn man nicht über Kunstschneepisten abfahren möchte), stand heute nochmal eine Winterwanderung auf dem Programm, um den aktuellen Flockenwirbel live vor Ort zu erleben. Zudem wollte das Regionalfernsehen Oberbayern ein paar Szenen im Schnee drehen mit dem Thema Winterwandern und hat dazu angefragt, ob ich bereit wäre, mitzumachen. Von daher ließ es sich gut kombinieren.

Ich bin also wieder einmal von St. Margarethen über das Breitenberghaus und die Lechneralm auf die Hochsalwand. Die Schneelage ist für fast Mitte Januar schon sehr ungewöhnlich. Während in Brannenburg unten auf 500 m ü. NN der Schlittenhügel gut frequentiert wird und offensichtlich brauchbare Verhältnisse aufweist, wird die Schneemenge auch über 1000 m höher bis zum Gipfel der Hochsalwand (1625 m) nicht nennenswert mehr. Selbst in der steilen Nordflanke liegt so gut wie kein Altschnee und die gesamte Neuschneemenge aus der aktuellen, kalten Woche beträgt ungefähr 10–20 cm. Dafür sah die Rodelbahn vom Breitenberghaus schon ganz passabel aus – mit weiterem Neuschnee sollte sie jetzt dann gut fahrbar sein.

Dementsprechend war der Aufstieg heute problemlos zu Fuß machbar. Zum Teil hatte es unter den paar Zentimetern lockeren Neuschnee von heute Nacht eine etwas harte, rutschige Schneeschicht auf den Wegen, weshalb ich im steilen oberen Teil die Grödeln angelegt habe. Die Drahtseile in der Nordflanke der Hochsalwand waren noch nutzbar. Schneeschuhe wären eher hinderlich gewesen, da man damit ständig auf die Felsen durchgekommen wäre. Lawinengefahr gab es noch keine – selbst die größten Triebschneeansammlungen am Weg waren noch zu wenig. Die Situation wird sich aber jetzt in den nächsten Tagen deutlich ändern. Mit Neuschnee und dem starken Wind wird die steile Querung unter dem Lechnerköpfl sicher heikel werden und ist dann nicht mehr ratsam. Vermutlich werden bald auch Schneeschuhe Sinn machen. Zu hoffen wäre aber, dass es so viel schneit, dass bald auch hier Skitouren möglich sind, zum Beispiel auf die Rampoldplatte.