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Kategorien: Bergsteigerausrüstung Skitourenausrüstung

Produkttest Hüttenschuhe Doghammer

Nachhaltig hergestellt, langlebig, relativ leicht und superkomfortabel - der "Hüttenschua" von Doghammer.

Das junge Rosenheimer Unternehmen Doghammer der beiden Gründer Maximilian Hundhammer und Matthias Drexlmaier stellt pfiffige Fußbekleidung für den (sportlichen) Alltag am Alpenrand her. Angefangen haben die beiden mit Outdoor-Flipflops ("Zehentrenner") mit Vibramsohle. Sehr ausgeklügelte und robuste Schuhe, die ich gerne beim Sportklettern dabei habe, wo ich schnell hineinschlüpfen kann, wenn ich die Kletterschuhe ausziehe. Für die längeren Wanderungen oder Zustiege hingegen sind sie eher nur was für wirkliche Freaks, auch wenn das in der Werbung der Firma manchmal anders suggeriert wurde.

Schnell haben die beiden Unternehmensgründer gemerkt, dass der Markt für die Outdoor-Zehentrenner doch nur eine sehr eng Nische ist, und sie haben sich überlegt, welche Schuhe ihre aufhorchende Zielgruppe sonst noch so brauchen könnte. Das nächste Segment, das sie jetzt bearbeiten, sind Hüttenschuhe. Außerdem sind sie jetzt auch in einem Ladegeschäft zu finden - und zwar direkt im Zentrum von Rosenheim am Mittertor im "Mitterstore".

Sie haben mir ihren "Hütte - Zua Skifell" zum Testen geschickt und ich hab ihn mir genau angeschaut und inzwischen fast täglich in Gebrauch. Die Schuhe hab ich kostenlos bekommen, im Zuge einer schon länger andauernden freundschaftlichen Partnerschaft, in deren Rahmen ich den beiden z. B. hier auf meiner Website den ein oder anderen Banner geschaltet hatte oder ihre Videos eingebunden hab. Der Testbericht war keine Bedingung für das Materialsponsoring.

Erster Kontakt

Die bequemen Haus- und Hüttenschuhe von Doghammer
Die bequemen Haus- und Hüttenschuhe von Doghammer

Es ist Anfang November, die Tage werden kürzer und kälter. Da passt es perfekt, als der Karton von Doghammer bei mir eintrifft. Darin befinden sich zwei Hüttenschuhe mit superflauschigem Schafwollfutter. Das Obermaterial besteht aus Verschnittresten von Skifellen der Firma Contour und die Sohle wurde aus Kork-Gummi gefertigt. Die Produktion erfolgt in Portugal, was zwar nicht gerade mitten in Oberbayern liegt, in der globalisierten Welt - in der die meisten Bekleidungsstücke inzwischen aus Asien kommen - aber schon fast als "regional" bezeichnet werden kann.

Passform

Meine normale Schuhgröße ist 45, ich hab Größe 46 bestellt, da mir bereits angekündigt wurde, dass sie klein ausfallen. Das kann ich bestätigen und ich könnte auch gut und gerne noch eine weitere Nummer größer tragen. Der Schuh ist vorne geschlossen und hinten offen - also eine klassische Pantoffel-Bauweise. Nachdem die Fußspitze sehr flach ist, steht man recht weit hinten, m.E. der Hauptgrund, wieso man das Gefühl hat sie fallen klein aus. Der vordere Teil weitet sich zwar mit der Zeit ein wenig, allerdings bleibt die Schuhform eher flach.

Umstieg von Tourenschuh auf Hüttenschua
Umstieg von Tourenschuh auf Hüttenschua

Praxiseinsatz

Als Hüttenschuh hab ich ihn nicht allzu oft in Benutzung - ganz einfach, weil ich nicht ständig auf Hütten übernachte, sondern die überwiegende Zeit im Tal verbringe oder eben auf Tagestouren unterwegs bin. Allerdings durfte er doch auf die eine oder anderen Hüttentour mitkommen, auch auf kleinen Selbstversorgerhütten mit den üblichen winterlichen Bedingungen (sehr kalter Boden, Schneereste auch in der Hütte, man muss immer wieder vor die Hütte zum Schnee holen fürs Schmelzen).

Mein Paar Hüttenschua wiegt 440 g, das ist leichter als ein paar Birkenstocks, aber etwa doppelt so schwer wie z. B. Crogs. Dagegen sind sie aber viel wärmer und auch deutlich platzsparender im Rucksack. Ein großer Vorteil ist die Kork-Gummisohle, mit der man problemlos z. B. im Winter auf festgetrampeltem Schnee vor die Hütte gehen kann ohne allzusehr zu rutschen.

Weil es sich aber um einen super bequemen und warmen Hausschuh handelt, trage ich ihn jetzt fast schon den ganzen Winter bei mir daheim im Büro. Bis jetzt sind noch keine Verschleißerscheinungen zu sehen - auch 2 x Waschmaschine hat er tadellos überstanden.

Fazit

Bequem, warm, trendige Optik und relativ nachhaltig und fair hergestellt - lauter Eigenschaften, wie man sie sich nur wünschen kann für einen Hüttenschuh. Der einzige kleine Nachteil für die Gewichtsfetischisten: er ist nicht super leicht. Zudem sind 57,90 Euro für einen Hüttenschuh eine ordentliche Stange Geld - aber Qualität hat eben ihren Preis. Ansonsten kann ich ihn aber uneingeschränkt empfehlen.

Einkaufen im Online-Shop von Doghammer

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