Skitouren Bamberger Hütte, Kitzbüheler

4. 03. 2026 | Tourenverhältnisse Kitzbüheler Alpen
von Georg Tiefenthaler

Gute Firnbedingungen in den sonnenbeschienenen Hängen

Wir waren von Montag bis Mittwoch für drei Tage im Bereich der Bamberger Hütte unterwegs. Am Montag sind wir bei bedecktem Himmel zuerst von Wegscheid aus auf die Schneegrubenspitze. Hier reicht der Schnee auf der Almstraße (noch) bis ganz ins Tal. Da es auch in der Nacht bedeckt gewesen war und folglich nicht richtig abgestrahlt hatte, hatte sich auch bis in eine Höhe von ca. 2000m kein ausgeprägter Harschdeckel gebildet. Damit war zwar der breite Rücken, der zum Gipfel führt etwas ruppig zu fahren, ab dann ging’s aber erstaunlich gut; es hatte wie gesagt keinen Harschdeckel und man brach auch nicht wirklich durch. Am Nachmittag sind wir dann noch auf dem Sommerweg zur Bamberger Hütte aufgestiegen; hier musste man etwa die ersten 150-200 Hm tragen, danach war die Schneelage ausreichend um mit Fellen aufzusteigen.

Am Dienstag sind wir zuerst auf den Tristkopf gegangen und sind dann die wunderbaren unverspurten Hänge nach Osten bis knapp oberhalb der Watsch-Nadernach Hochalm abgefahren. Ursprünglich war unser Plan gewesen, den Baumgartgeier zu überschreiten und dann via Salzachjoch zur Hütte zurückzugehen, wir haben dann aber unterhalb des Gipfelhanges umgedreht weil wir erstens dem Hang dann doch nicht so recht getraut haben und sich gleichzeitig die Sicht wegen aufziehender Kumuluswolken deutlich verschlechtert hat. Also sind wir wieder zur Tristkopf-Abfahrt aufgestiegen und darüber zurück zur Bamberger Hütte. Diese Abfahrt war nicht wirklich toll, es hatte überwiegend Bruchharsch und/oder war ziemlich ruppig da die Sonne wegen der nachmittäglichen Bewölkung nicht in den NW-seitigen Hang gekommen war.

Heute sind wir dann noch bei strahlendem Wetter auf die Aleitenspitze gegangen, hier waren die Verhältnisse richtig gut, wegen der ostseitigen Ausrichtung hatte es kurz vor Mittag für eine genussvolle Abfahrt schon ausreichend aufgefirnt.

Von der Hütte zurück ins Tal sind wir dann über die Forststraße abgefahren, auch hier hat der Schnee in der Tat noch bis ins Tal gereicht. Allerdings hat die Schneedecke auf der Forststraße gerade im unteren Bereich schon einige Löcher bekommen; ziemlich bald wird man wohl für etliche Passagen tragen müssen.