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Skitour Karnische Alpen - Reiterkarspitze (2422 m)

Reiterkarspitze Nordrinne

Schwierigkeit InfosGesamteindruck
3 / ZS+
HöhenmeterGehzeit Infos
1300 m4 h
ExpositionLawinengefahr Infos
Nord, West
Beliebtheit
Skitourenführer Osttirol, Oberkärnten
Abfahrt von Obertilliach zur Brücke über die GailMorgendlicher Aufstieg durchs RollertalHerrliche Hänge im RollertalEine Gruppe spurt zur KaralmAm Gipfelgrat der ReiterkarspitzeEinfahrt vom Gipfel in die NordrinneSteiler Pulverschnee von seiner besten Sorte  in der Nordrinne (links)

Die einsamere Seite eines Mode-Skitourenberges

Die Osthänge der Reiterkarspitze aus dem Winklertal gehören zu den beliebtesten Skizielen im Gailtal. Vergleichsweise wenig bekannt ist jedoch die Westseite zum Rollertal hin, wo es bei sicheren Bedingungen gleich mehrere gute, etwas steilere Abfahrtsmöglichkeiten gibt, die deutlich länger Pulverschnee aufweisen als die sonnigen Osthänge. Wie bei den meisten Touren in den Karnischen Alpen hat man aber auch hier erstmal einen einstündigen Talhatscher, bevor die Skitour so richtig los geht.

Anfahrt

Mit dem Zug steigt man an der Brenner-Strecke in Franzensfeste in den Zug nach Lienz um und fährt bis Silian oder Tassenbach. Von dort mit dem Bus Nr. 965 nach Obertilliach, wo man direkt mit den Ski starten kann.

Ausgangspunkt

Bushaltestelle Obertiliach-Ort. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann etwa 1,5 km östlich von Obertiliach rechts zum Sägewerk abbiegen und sich dort irgendwo einen geeigneten Abstellplatz für sein Gefährt suchen, wodurch man sich nach der Tour die 20-30 Minuten leicht ansteigenden Rückmarsch in den Ort spart.

Routenverlauf

Von der Bushaltestelle folgt man der Seitenstraße nach Süden durch die Häuser hinab bis zu den leicht abfallenden Wiesen. Über diese fährt man nun nach Südosen hinab bis kurz vor den Bach und auf der Langlaufloipe noch ein Stück nach Osten, bis man rechts am Bach entlang zu einer Brücke (1278 m) kommt (unweit des Sägewerks, von hier starten die i.d.R. die Autofahrer). Jenseits der Brücke hält man sich rechts und folgt einem Fahrweg in den Wald und aufwärts hinein ins Rollertal. Der Weg führt nun immer mehr oder weniger ansteigend (läuft bei der Abfahrt gut heraus) in etwa einer Stunde zur Bödenalpe (1578 m). Rechts vom Bach geht man noch bis in den Talschluss (oder bei geringer Schneelage und sicheren Verhältnissen folgt man dem ansteigenden Fahrweig auf der rechten Hangseite unterhalb sehr steiler Hänge). Kurz vor dem Talschluss steigt man an einem steileren, bewaldeten Rücken rechts hinauf zu einer flachen Terrasse, zu der auch Fahrweg führt.Nun folgt man der Wegtrasse um ein felsiges Eck nach Süden in das flache Kar südöstlich des Spitzköfele, wo die meist die gut ausgetretene Spur an einer Rechtskehre nach rechts aufwärts zu zu diesem ebenfalls lohnenden Gipfel führt. Von der Rechtskehre steigt man geradeaus weiter nach Südosten, einen kurzen aber steilen Hang querend, in die flache Mulde der Karalpe (1989 m) auf. Von hier führt ein perfektes, rund 30° steiles Nordkar hinauf zu einer Gratscharte westlich der Reiterkarspitze. Nur die letzten 50 Hm zur Scharte sind etwas steiler (ca. 35°). Von der Scharte (ca. 2290 m) folgt man nun dem Westgrat, bzw. weicht teilweise in dessen Südseite aus, bis hinauf zum flachen Gipfelrücken der Reiterkarspitze und folgt diesem nach Norden zum Gipfelkreuz.

Blick auf die Nordwestseite der Reiterkarspitze

Abfahrt

Die Aufstiegsroute bietet für sich bereits eine lohnende Abfahrt. In das Nordwestkar kann man auch zwischen Vorgipfel und Gipfel deutlich steiler (40-45°) direkt einfahren. Noch spektakulärer ist die direkte Nordrinne (Nordwestrinne): Vom Gipfelkreuz fährt man wenige Meter den Nordrücken hinab und fahrt dann nach links über eine kurze Steilstufe auf einen flachen Absatz hinab. Von diesem führt eine anfangs enge und durchweg 40-45° steile Rinne in schnurgerader Linie hinab zur Karalm. Von dieser muss man bei hoher Schneelage nicht über die Aufstiegroute abfahren, sondern kann direkt durch die Bachschlucht in den Talboden abfahren. Von dort läßt man es am Aufstiegsweg hinablaufen bis zur Brücke über die Gail. Wer in Obertilliach gestartet ist, zieht hier am besten nochmal die Felle auf und spaziert gemütlich über den Schwemmkegel die 150 Hm wieder hinauf in den Ort. Alternativ kann man auch am Sägewerk vorbei zur Bushaltestelle an der Hauptstraße gehen (5-10 Min.) und von dort mit dem Bus zurückfahren.

Varianten

Abfahrt übers Kleinkartörl: Eine weitere lohnende Abfahrtsvariante führt anfangs über die gut eingefahrene Normalroute auf der rechten Seite des Nordrückens hinab ins Kleinkartörl (2167 m). Von dort kann man durch ein schönes, Nordwestseitiges Kar in Richtung Rollertal abfahren. Vor einem Steilabbruch überquert man dabei eine Rinne nach rechts (Norden) und erreicht so in moderatem Skigelände den Talboden und die Aufstiegsroute.

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