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Wallis 2001 - Zumsteinspitze und Signalkuppe

Tourenbericht einer Skihochtourenwoche im Wallis. Sechster Tag - Zumsteinspitze und Signalkuppe.

6. Tag der Skihochtourenwoche im Wallis - Donnerstag 26.4.01

Blick zum Matterhorn bei Sonnenaufgang

Wir stehen wirklich mal um 4.30 auf und es fällt noch nicht einmal besonders schwer. Schließlich rufen die Berge, heute Zumsteinspitze und Signalkuppe. Der Himmel ist sternklar und wir hoffen mal wieder auf gutes Wetter. Als wir losgehen - natürlich als letzte - wird es schon langsam hell. Die Kulisse ist gigantisch, die weißen Berge wirken im Halbdunkel fast gespenstisch. Wir kommen aus dem Schauen und Staunen in dieser grandiosen Landschaft kaum heraus. Auch photographiert wird natürlich eifrig. Nur warm wird es nicht so schnell wie gehofft, die Sonne will nicht auf unseren Weg scheinen, wir laufen ihr quasi davon.

Endlich in der Sonne im oberen Teil des Zwillingsgletschers

Als wir endlich, nach 3 Stunden immer nahe an der Fröstelgrenze, in die Sonne kommen, ist gleich noch einer da - der Wind. Und es wird immer windiger. Trotzdem macht das Gehen Spaß, es geht schon leichter, da wir mittlerweile ganz gut akklimatisiert sind. Erst die letzten 200 hm schnaufen sich dann wieder schwerer - und der Gipfel ist immerhin 4563 m hoch. Die Finger werden kalt beim Steigeisen anziehen, aber die paar Klettermeter kurz vorm Gipfel sind noch ganz witzig. Doch langsam zehrt der Wind an den Nerven, immer wieder wird man fast umgeschmissen, und nach dem 2. Steigeisenwechsel sind die Hände dann wirklich kalt. Die Signalkuppe schaffen wir nur noch, weil da eine Hütte oben steht - ein sehr verlockender Gedanke.

Abfahrt von der Zumsteinspitze   Skidepot unter der Signalkuppe  Aufstieg zum windgeschützten Winterraum

Leider stellt sie sich dann doch als nicht bewirtschaftet heraus und der Winterraum ist nicht gerade warm - aber wenigstens windgeschützt. Zum Auftauen reichts, zum Warmwerden nicht. Irgendwann müssen wir dann doch wieder raus in den Wind. Die Abfahrt ist super, bester Pulver und lauter schöne Hänge - wenn man doch nur noch mehr Kraft hätte. Aber man sieht an den anderen, dass es wohl schon Spaß machen muss.

Grandiose Abfahrt von der Signalkupppe  Zwillingsgletscher mit Matterhorn

Je weiter hinunter man kommt, umso wärmer wirds und irgendwann sind die Knochen dann tatsächlich wieder warm - an diesem Tag kamen einem schon manchmal Zweifel, ob das Frieren irgendwann wieder aufhört. An der Hütte können wir noch gemütlich in der Sonne sitzen und die Klamotten trocknen - die Socken werden zum erstenmal in dieser Woche richtig trocken. Der Gestank lässt sich allerdings nicht mehr daraus vertreiben.

Übersicht des Tourenberichts

Freitag 27.4.

  

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