Fit für Skitouren in zwei Monaten

24.10.2026 von Markus Stadler
Aufstieg auf einer Skitour
Aufstieg auf einer Skitour

Taucht im Oktober oder November auf den Webcams der erste Schnee auf, schaut man meist zuerst aufs Material: Ist für die kommende Saison ein neuer Tourenski fällig? Kleben die Felle noch? Ist die Bindung in Schuss? Sind frische Batterien fürs LVS-Gerät im Haus? Die eigene Kondition wird hingegen oft als “gottgegeben” angenommen. In meinem Beitrag zum Mindset für Skitouren schreibe ich: „Eine solide Grundfitness und das Beherrschen der nötigen technischen Fertigkeiten für Aufstieg und Abfahrt sind die Basis für gelungene Skitouren.“

In diesem Beitrag geht es um den ersten Teil dieses Satzes - die Vorbereitung deines Körpers auf die Skitourensaison. Gemeint sind nicht die Leistungs- oder Wettkampfsportler, die ganz andere Trainingsumfänge und -intensitäten haben. Der Beitrag richtet sich an Durchschnittstourengeher mit Beruf und Familie, die es in einem guten Winter auf vielleicht 10 bis 20 Skitouren bringen, oft auch auf weniger. Für sie dienen die Skitouren im Winter in erster Linie als Ausgleich zum bewegungsarmen Alltag. Für diese Zielgruppe reicht es, Anfang November anzufangen und das Training bis Weihnachten konsequent durchzuziehen, für die ganz Motivierten bis in den Januar. Was dafür an zwei Abenden pro Woche und an einem Wochenendtag nötig ist, welche Übungen Sinn machen und ab wann die ersten Touren an die Stelle des Trainings treten, erkläre ich dir im Folgenden.

1. Was eine Skitour vom Körper verlangt

Grundsätzlich muss man beim Training zwischen Aufstieg und Abfahrt unterscheiden. Der Aufstieg ist stundenlange Ausdauerarbeit, bei der die Beine mit jedem Schritt das eigene Gewicht samt Ausrüstung anheben. Im Skitourenrennen liegen die Teilnehmer fast die ganze Zeit an oder über der anaeroben Schwelle, also bei einem Tempo, bei dem man sich nicht mehr unterhalten kann. Skibergsteigen gilt deshalb als eine der anstrengendsten Ausdauersportarten. Bei einer normalen Skitour ohne Wettkampfsetting kann man es zwar deutlich gemütlicher angehen lassen, aber je nach Gelände, Schneeverhältnissen oder Spuranlage wird der Durchschnittsbergsteiger durchaus in Situationen kommen, die für ihn ähnlich anstrengend sind. Wie stark die Beinkraft dabei mitspielt, wenn es ums Spuren geht. Wer im Sommer eine Kondition für eine Wanderung über 1500 Höhenmeter hat, schafft beim Winterwandern im teils knietiefen Schnee vielleicht nur 1000. Oder wer auf einer Skitour in einer optimal angelegten Spur 1500 Höhenmeter aufsteigen kann, dem wird nach 1000 Höhenmetern Spurarbeit im schweren Pappschnee spätestens die Kraft ausgehen.

Bei der Abfahrt sind die Muskeln anders gefordert: Beim Bremsen und Aufkanten wird der Oberschenkel unter Last gedehnt, er gibt nach und bremst gleichzeitig, die Muskulatur arbeitet dabei wie ein Stoßdämpfer (sogenannte exzentrische Arbeit). Für Skitouren hat man das in Tirol an 50 Tourengehern nachgemessen. Nach einem einzigen Tourentag war die Kraft von Oberschenkelvorderseite und Oberschenkelrückseite messbar geringer, beim Anheben (konzentrisch) wie beim Nachgeben (exzentrisch). Über fünf Tourentage hintereinander nahm die Ermüdung aber nicht weiter zu. Darauf bereitet man sich mit Übungen vor, bei denen die Muskulatur beides leistet: anheben und nachgeben. Dass die Abfahrt vom Lämpersberg über 1300 Höhenmeter ohne Abfahrtspausen dem einen oder anderen zu schaffen macht, kommt also zu einem guten Teil von dieser nachgebenden Arbeit, und die lässt sich vorher trainieren.

2. Der Zeitplan von Anfang November bis Januar

In den meisten Wintern sind ab Mitte/Ende November erste kurze Skitouren möglich, manchmal auch erst um oder nach Weihnachten. Brauchbare Tourenbedingungen, so dass ein Gelegenheitstourengeher regelmäßig auf ein bis zwei Skitouren pro Woche kommt, stellen sich üblicherweise erst ab Anfang oder Mitte Januar ein. 

Von Anfang November bis Weihnachten sind es gut sieben Wochen, bis Mitte Januar knapp elf. In dieser Zeit lassen sich Beinkraft und Ausdauer spürbar verbessern, wenn man den Rhythmus einigermaßen konsequent durchhält. Sollten bereits während dieser Phase die ersten kleineren Voralpen-Skitouren an einzelnen Wochenendtagen möglich sein, lassen sie sich perfekt in den folgenden Plan integrieren.

Bis dahin sieht die Woche fürs Training so aus:

  • Zwei Krafteinheiten an zwei Abenden, jeweils etwa 50 bis 60 Minuten inklusive Aufwärmen, mit mindestens einem Tag Pause dazwischen (z. B. Dienstag und Donnerstag)
  • Eine längere Ausdauereinheit am Wochenende, zum Beispiel eine halb- oder ganztägige Bergwanderung oder ein paar Stunden radeln oder joggen. Falls der Winter einen Frühstart hinlegt, kann man dafür auch bereits moderate Skitouren nutzen.
  • 5 bis 10 Minuten Dehnen im Anschluss an jede Einheit

Ausdauertraining in der gleichen Woche steht dem Kraftaufbau kaum entgegen (das ist über 43 Studien hinweg nachgerechnet). Nur die Schnellkraft scheint etwas zu leiden, vor allem wenn beides in der gleichen Einheit stattfindet, daher liegen Kraft und Ausdauer im Plan auf getrennten Tagen. Tipp: Wer sich diesen Wochenplan samt Gewichten und Steigerung nicht selbst zurechtlegen möchte, für den erledigt das eine Coaching-App wie huuman, die die Krafteinheiten um die Skitourentage herum in die Woche legt

3. Ausdauer für den Aufstieg

Die Ausdauereinheit am Wochenende kommt dem Aufstieg am nächsten. Ideal ist eine Bergwanderung, für Untrainierte anfangs mit 500 bis 600 Höhenmetern, gegen Weihnachten mit 800 bis 1000 Höhenmeter am Stück bergauf, gerne mit dem Rucksack, den man auch auf Tour trägt. Das entspricht etwa den ersten Touren der Saison, und so weit sollte man dann kommen, ohne stille Reserven mobilisieren zu müssen. Wer ohnehin den Sommer regelmäßig beim Bergwandern ist, muss vielleicht gar nicht viel ändern und einfach seine Wochenendgestaltung fortführen. Wichtig sind zum einen die Regelmäßigkeit und dass das Tempo passt. Man sollte sich noch gut unterhalten können und das Tempo möglichst gleichmäßig über die ganze Zeit ohne Pausen durchhalten. Ohne Berg vor der Haustür tut es das Radl oder zügiges Gehen über etwa 1,5 bis 3 Stunden. Auch joggen ist dafür optimal geeignet - dafür reichen dann bereits 1-2 Stunden in gemütlichem Tempo. In den meisten Wintern kommt es im November oder Dezember zu einem ersten Wintereinbruch nach dem man bereits mit Tourenski ausrücken kann. Dann kann man seine Ausdauereinheit zum Beispiel an den Spitzingsee verlegen und mit den Tourenski auf den noch nicht geöffneten Skipisten zum Stümpfling und/oder Rosskopf marschieren.

4. Kraft für Aufstieg und Abfahrt: das Programm für zwei Abende

Jeder Trainingsabend beginnt mit 10 bis 15 Minuten Aufwärmen (kurze Joggingrunde, Hometrainer, Treppe, Kniebeugen ohne Gewicht). Je intensiver das Training, umso wichtiger ist das Aufwärmen, das gilt hier genauso wie beim Krafttraining fürs Klettern. Danach kommen fünf Übungen, bei denen die Abwärtsbewegung immer langsam ausgeführt wird, also 3 bis 4 Sekunden lang, weil diese nachgebende Arbeit dem Bremsen in der Abfahrt entspricht:

  • Kniebeuge, bis die Oberschenkel waagrecht sind: 3 Sätze mit 8 bis 10 Wiederholungen, ab der dritten Woche mit Rucksack (5 bis 15 kg) oder Kurzhanteln.
  • Ausfallschritt rückwärts, bis das hintere Knie fast den Boden berührt: 3 Sätze mit 8 Wiederholungen je Bein, später ebenfalls mit Rucksack
  • Einbeinig auf einer 20 bis 30 cm hohen Stufe stehen und das Standbein langsam beugen, bis die Ferse des freien Beins vor der Stufe kurz den Boden tippt, dann wieder hochdrücken: 3 Sätze mit 8 bis 10 Wiederholungen je Bein, das ist die Bremsbewegung der Abfahrt.
  • Einbeinige Hüftbrücke für Oberschenkelrückseite und Gesäß, in Rückenlage mit einem Fuß am Boden und dem anderen Bein gestreckt das Becken anheben, bis Oberkörper und Oberschenkel eine Linie bilden: 3 Sätze mit 10 Wiederholungen je Seite, alternativ Kreuzheben mit Kurzhanteln und geradem Rücken (für Einsteiger ohne fachkundige Betreuung eher nicht zu empfehlen), 3 Sätze mit 8 Wiederholungen.
  • Wandsitz mit waagrechten Oberschenkeln: 3 Sätze mit 30 bis 60 Sekunden (trainiert die Abfahrtshaltung ohne Ski).

Zwischen den Sätzen liegen 1 bis 2 Minuten Pause. Mit Aufwärmen und Dehnen sollte man für einen Abend also etwa 60 Minuten einkalkulieren. Wie schwer das Ganze sein muss, ist gut untersucht (nachzulesen in einer Auswertung von 178 Studien). Jedes Krafttraining ist besser als keins, für den Kraftzuwachs schneiden aber höhere Lasten und mehrere Sätze am besten ab. Ganz vorne lag die Kombination aus höherer Last, mehreren Sätzen und drei Einheiten pro Woche, viele andere Kombinationen lagen allerdings dicht dahinter. Für den Durchschnittstourengeher mit Beruf und Familie halte ich zwei Abende für den besseren Kompromiss. Für das Training zu Hause heißt das: so viel Gewicht bzw. so viele Wiederholungen, dass die letzten zwei jedes Satzes schwerfallen. Von Woche zu Woche kommt eine kleine Steigerung dazu, erst mehr Wiederholungen, dann mehr Gewicht.

In den ersten zwei Wochen sollte man allerdings ohne Zusatzgewicht bleiben, weil die betont langsame Abwärtsbewegung anfangs Muskelkater macht. Der gehört in dieser Phase dazu: Ein Muskel, der diese Belastung einmal hinter sich hat, bekommt beim nächsten Mal deutlich weniger Muskelkater, und diese Gewöhnung ist der Zweck der ersten zwei Wochen. Zum Schluss der Einheit kommen ein paar Minuten lockeres Ausradeln oder Gehen und das Dehnen (siehe Punkt 5).

Tipp 1: Die Zeit zwischen den Übungen sollte man so lange bemessen, dass man sich von der vorangegangen Übung gut erholt hat. Das hängt zum einen von der Ähnlichkeit der beiden Übungen ab und zum anderen von der individuellen Konstitution. Die Zeit ist auf jeden Fall länger als zwischen den Sätzen einer Übung und der Puls sollte sich wieder auf Ruheniveau beruhigt haben (also etwa 3 bis 5 Minuten).

Tipp 2: Das Zusatzgewicht kann für die ersten drei Übungen unterschiedlich hoch sein - gerade so viel, dass man die letzte Wiederholung beim dritten Satz noch gerade so schafft. Als Zusatzgewicht im Rucksack eignet sich optimal ein Wassersack, den man mit der gewünschten Wassermenge füllt. Wer beim ersten Satz merkt, dass man zu optimistisch war, kann für die nächste Runde ein wenig ausschütten. Ist die Belastung am Anfang ohne Zusatzgewicht bereits zu hoch, kann man entlasten, in dem man z. B die Hände auf ein Möbelstück auflegt. Übungen 4+5 werden ohne Zusatzgewicht gemacht. Bei der Hüftbrücke kann man die Intensität erhöhen indem man die Übung langsamer ausführt. Ist diese Übung anfangs zu schwer, winkelt man das Bein in der Luft ab. Beim Wandsitz variiert man die Ausführungsdauer.

5. Beweglichkeit für die Spitzkehre

Die Spitzkehre ist eine wichtige Technik für den Aufstieg beim Skitourengehen. Ein spezielles Vorbereitungstraining dafür macht wenig Sinn, entscheidend ist hier die richtige Technik und die Übung im Gelände und bei unterschiedlichem Schnee. Vorbereiten kann man aber die Beweglichkeit, die dabei sehr von Vorteil ist. Der Bergski wird angehoben und um 180 Grad gedreht, dafür braucht es eine bewegliche Hüfte und eine gut gedehnte Oberschenkelmuskulatur, damit der Ski hoch genug kommt. Der Tipp aus der Anleitung zur Spitzkehre gilt deshalb für den ganzen Winter: „gut aufwärmen und Beine und Hüften dehnen“.

Bei rund 10 Minuten Dehnen pro Woche ist der Gewinn an Beweglichkeit ausgeschöpft, mehr Aufwand bringt kaum noch zusätzliche Beweglichkeit (so das Ergebnis einer Auswertung von 189 Studien zu statischem Dehnen). Wer wenig beweglich ist, profitiert mehr. Auch Krafttraining macht beweglicher, im Schnitt genauso gut wie Dehnen, die tiefe Kniebeuge und der Ausfallschritt aus Punkt 4 zählen also mit.

Nach jeder Einheit kommen drei Dehnübungen mit je zweimal 30 bis 45 Sekunden: 

  • Hüftbeuger im Kniestand (ein Knie am Boden, das Becken nach vorne schieben), 
  • Oberschenkelrückseite mit der Ferse auf einer Stufe, 
  • tiefe Hocke mit den Fersen am Boden für Hüfte und Knie. 

Dazu kommt eine Übung, bei der man das Bein aus eigener Kraft anhebt und kurz oben hält, statt es nur zu dehnen: im Stand das gebeugte Bein anheben, den Fuß nach außen drehen und zwei Sekunden oben halten, 8 Wiederholungen je Seite (so hebt man den Bergski beim Umsetzen). 

Ein gut trainierter Gleichgewichtssinn hilft natürlich auch bei der Spitzkehre, allerdings kann man dem Umkippen auch mit dem richtigen Einsatz der Stöcke begegnen. Fürs Skifahren ist ein zuverlässiger Gleichgewichtssinn trotzdem wichtig. Die Ausfallschritte und die einbeinige Stufenübung aus Punkt 4 schulen ihn nebenbei mit.

6. Erste Skitouren im Trainingsrhythmus

Jeder Winterstart ist anders. Nur selten sind vor dem Jahreswechsel Skitouren schon so zuverlässig möglich, dass sie für ein systematisches Training planbar sind. Aber meistens sind doch ein paar Tage dabei, an denen auf gutmütigen Wiesenbergen oder zumindest auf den im Frühwinter noch geschlossenen Pisten so viel Schnee liegt, dass er für den Aufstieg und die Abfahrt ausreicht. Natürlich ist das stark abhängig vom Wohnort. Sofern man die Möglichkeit hat, das zu nutzen, nimmt man sie in den Rhythmus auf, anstelle der Ausdauereinheit am Wochenende. 

Für die ersten Touren der Saison passen kurze, einfache Ziele am besten. Wer noch keine Skitourenerfahrung hat, hält sich an die Regeln aus der Lawinenstrategie für Anfänger: Warnstufe 1 und 2, wenig gefährdete Berge, viel begangene Modetouren. Am besten sucht man sich eine der typischen Frühwinter-Skitouren aus, die es in jeder Region gibt und wo sich nach dem ersten Schnee die lokale Tourengeher-Community trifft und in großer Zahl die Hänge verspurt.  

Die beiden Trainingsabende unter der Woche bleiben im Plan. Das nächste Krafttraining mit vollem Gewicht sollte aber frühestens zwei Tage nach der Tour stattfinden, weil die Beinkraft am Tag danach noch nicht wieder ganz da ist. Ein zweiter Tourentag am Wochenende ist dagegen kein Problem, die Ermüdung summiert sich über mehrere Tage nicht auf (siehe oben).

Ab Anfang oder Mitte Januar, wenn dann vielleicht öfter zwei oder auch mal drei längere Touren pro Woche möglich sind, kann man das Training ausklingen lassen. Die Kraft lässt sich, zumindest bei Jüngeren, über Monate mit einer Einheit pro Woche halten, sofern das Gewicht gleich bleibt (für Ältere siehe Punkt 7). Die Ausdauer holt man sich ab dann über die Touren selbst, und den meisten genügt bis Saisonende eine Einheit pro Woche. Wer nur bis Weihnachten trainiert hat, hält die Form bis zu den regelmäßigen Touren im Januar auf die gleiche Weise.

7. Was sich mit dem Alter ändert

Beim Skitourengehen zählen neben der Kondition auch Erfahrung, Routine und Technik, und die gleichen mit dem Alter vieles aus. Ganz ohne Folgen bleibt das Alter aber nicht. Die meisten Zahlen dazu stammen allerdings von deutlich Älteren als dem Durchschnittstourengeher mit Beruf und Familie. Mit 75 Jahren geht die Kraft bei Männern um 3 bis 4 Prozent pro Jahr zurück, bei Frauen um 2,5 bis 3 Prozent, und damit zwei- bis fünfmal schneller als die Muskelmasse. Die Muskelmasse zu halten schützt also nicht automatisch vor Kraftverlust.

Die Ausdauer (maximale Sauerstoffaufnahme) sinkt im Erwachsenenalter um rund 10 Prozent pro Jahrzehnt, bei Sportlichen wie bei Unsportlichen. Intensives Training bremst das bei Männern bis ins mittlere Alter, danach kaum noch. Was mit 60 bis 76 Jahren trotzdem noch geht, hat man in Salzburg ausprobiert: Zwölf Wochen lang sind die Teilnehmer an rund 28 Tagen unter Anleitung alpin Ski gefahren, danach war ihre Beinkraft um 16 Prozent höher und die maximale Sauerstoffaufnahme um 7 Prozent.

Für das Programm oben ändert sich damit wenig. Es bleiben die gleichen Übungen und der gleiche Wochenplan, nur mit mehr Sorgfalt beim Aufwärmen, kleineren Steigerungsschritten und einem Tag Pause mehr, wenn er nötig ist. Um die Form ab Januar zu halten, sind für Ältere allerdings eher zwei Einheiten pro Woche mit zwei bis drei Sätzen sinnvoll als eine, zumindest ist das die Menge, die für den Erhalt der Muskelmasse bei Älteren untersucht ist.

Fazit

Mit der Grundfitness allein ist es beim Skitourengehen natürlich nicht getan, Technik, Tourenplanung und Lawinenkunde gehören genauso dazu. Ob man die letzten 500 Höhenmeter noch sauber abfährt und am Montag ohne Muskelkater in die Arbeit geht, hängt aber in erster Linie an der Grundfitness. Der Aufwand hält sich in Grenzen: zwei Abende mit fünf Übungen, ein Wochenendtag am Berg, dazu fünf bis zehn Minuten Dehnen, sieben Wochen lang. Ab Januar reichen regelmäßige Skitouren zweimal pro Woche und ein Krafttraining pro Woche, um dann zur Hochsaison im Februar/März und für längere Skihochtouren im April optimal gerüstet zu sein. Wer über Wochen Knie- oder Rückenbeschwerden hat, lässt das besser von einem Arzt oder Physiotherapeuten anschauen, statt mehr Sätze zu machen. Wenn du für das Krafttraining einen ausführlicheren Plan brauchst, dann findest im huuman-Blog einen Zwei-Tage-Plan, der neben den Beinen auch den Oberkörper trainiert.