Hoher Kopf - Nurpenstal - Roßkopf, Tuxer Alpen

31. 01. 2026 | Tourenverhältnisse Tuxer Alpen
von Markus Stadler

Sehr gute Bedingungen bei der Überschreitung von der Weidener Hütte zur Rastkogelhütte

Am vierten Tag unserer Durchquerung der Tuxer Alpen ging es nach dem gestrigen spannenden Übergang von der Lizumer Hütte heute von der Weidener Hütte zur Rastkogelhütte. Als Erstes stand der Aufstieg auf den Hohen Kopf auf dem Programm (Skiführer Tuxer und Zillertaler Alpen, Tour B16a), der von der Hütte weg gute Bedingungen aufweist. Im ersten Teil in der Waldschneise bricht man abseits des eingespurten Bereichs im Schwimmschnee oft auf die Stauden durch. Oberhalb liegt in den flacheren Mulden schöner Pulverschnee. Im unmittelbaren Kammbereich ist auf verschneite Steine zu achten. Die Abfahrt nach Norden in den Nurpensgrund (Tour B16b) war noch unverspurt, es waren aber noch alte, verschneite Spuren sichtbar. Die Lawinenlage zeigte sich hier weniger kritisch als am Vortag, aber im oberen Teil durfte man trotzdem noch Vorsicht walten lassen. Nach unten hin ging aber die gesamte Schneedecke in spannungsfreien, komplett aufgebauten Altschnee über, mit zu dünner Pulverschneeauflage, als dass sie Schneebretter bilden könnte.

Es folgte der Anstieg auf den Rosskopf (Tour B13). Zuerst folgten wir der ausgetretenen Spur in Richtung Kleinen Gilfert, bis wir auf einer einer Almstraße nach Süden querten. Auf einer flachen Rampe gelangt man von dort ins Pfundsjoch, wobei wir auf diesem Stück fast ununterbrochen von Setzungsgeräuschen begleitet wurden. Der Aufstieg entlang des Nordgrats zum Roßkopf könnte noch einiges mehr an Schnee vertragen. Im oberen Teil haben wir ein längeres Stück unsere Ski am Rucksack getragen (ca. 100 Hm) – es gab aber auch eine Skispur über die steilen, steinigen Hänge. Die Ostabfahrt vom Rosskopf zum Sidanjoch (Tour G4 bzw. Tour A9a) war überraschend wenig verspurt und mit 10 cm Pulverschnee auf der oft harten Unterlage richtig gut. Ebenso dann die Südosthänge vom Joch hinab zur Straße, wo man in den flachen Passagen immer noch im Pulver schwingen könnte. Steilere Stücke hatten jedoch schon einen Harschdeckel. Mit einem letzten kurzen Gegenanstieg erreichten wir dann in der späten Nachmittagssonne die Rastkogelhütte.