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Kletterrouten Wilder Kaiser » Hintere Karlspitze » Nordflanke

Nordwestgrat

Bewertung Ernsthaftigkeit Infos
5- E4
KletterzeitKletterlänge
6-9 h1000 m
WandhöheExposition
700 mNW
Beliebtheit
Wilder Kaiser Kletterführer
Die Karlspitzen von Nordwesten mit dem Routenverlauf des Nordwestgrats auf die Hintere Karlspitze

Die Karlspitzen von Nordwesten mit dem Routenverlauf des Nordwestgrats auf die Hintere Karlspitze

Routencharakter

Langer alpiner Anstieg entlang einer natürlichen Linie. Im Felsteil überwiegend guter aber naturbelassener Fels, dazwischen ein langes Stück Gehgelände mit teils steilen und brüchigen  Grasschrofen.

Schwierigkeit

5- (Stelle), mehrmals 4+ und 4 überwiegend 3, längere Strecken Gehgelände.

Absicherung

Zwei Haken an der Schlüsselstelle, ansonsten durchweg mobil abzusichern.

Empfohlene Ausrüstung

Schlingen, Stopper, Friends

Erstbegeher

Jörg Brutscher und Leonore Dobrovsky, 22.07.2019

Zustieg

a) Vom Hans-Berger-Haus, bzw. Hinterbärenbad auf dem Weg in Richtung Stripsenjoch, bis rechts der Weg zum Kopftörl abzweigt. Dieser führt in den Hohen Winkel und dort direkt unter die Westwand des Totenkirchls. Unter ihr entlang aufwärts zum Beginn der Winklerschlucht und rechts davon am Wandfuß, noch ein Stück aufwärts unter den Pfeilerfuß des untersten NW-Grates der Hinteren Karlspitze. (Ca. 1,5 h vom Hans-Berger-Haus).

b) Vom Stripsenjoch den Weg nach Westen hinab bis links ein markierter Weg (mit einer kurzen Eisenleiter) ebenfalls in den Hohen Winkel führt, weiter wie a) zum Einstieg (45 Min.).

c) von der Wochenbrunner Alm über die Gruttenhütte zum Kopftörl und jenseits über steiles Geröll in den Höhen Winkel hinab. Rechts am Wandfuß zum Einstieg (ca. 2-2,5 h vom Parkplatz

Einstieg

Einstieg am Fuß des runden Pfeiler etwa 100 m rechts der Winklerschlucht,  bzw. 20m links einer einsetzenden Rissverschneidung (ca. 1600 mNN).

Routenverlauf

Zunächst über Platten rechtshaltend, eine Aufsteilung umgehend, dann linkshaltend zu Stand auf schwach ausgeprägten Köpfl (4+, 40m). Rechts aufwärts über Verschneidung hinweg (alter Rückzugshaken), dann gerade bis zu Stand unter Überhang (4+, 40 m). Erst links queren, dann rechts aufwärts zu Stand an Grat (4, 35m). Grat gerade hoch bis zu Stand schwach ausgeprägter Höhlung (3, 45m). Links aufwärts, grob die Linie des Risses verfolgen zu kl. Band (4, 40m). Verschneidung weiter immer linkshaltend empor, bis ein seichter Kamin einsetzt (4+, 48m). Kamin hoch, dann leichtes Gelände bis zu einer Gratschulter (1, 30m). Links Rinne hoch (2) bis zum Grat, diesen weiter bis zum Gehgelände. Zunächst mit Latschen bewachsenen Grat, dann Steilwiese und leichte Schrofen gerade hoch bis unter den Gipfelaufbau. Dort erst rechtshaltend, dann links Steilrinne (2) zu Absatz, weiter rechtshaltend Rinne hoch bis zu kleiner Einschartung, dort Stand. Links hinüberqueren zu Rinne, diese zunächst leicht überhängend hoch (2H), dann weiter zu Stand (5-, 25m). Rechts aufwärts zu kl. Grat, und weiter rechts durch Schlucht bis zu Erweiterung (3, 45m). Weiter, leicht linkshaltend, bis in leichtes Gelände (2, 50m). Danach links hoch und den Grat weiter bis zum Hauptgipfel verfolgen. (Jörg Brutscher)

Abstieg

a) Zum Ellmauer Tor: Vom Gipfel am Grat nach Süden abwärts bis in ein Schärtchen, wo nach links der Normalweg hinabführt zum Ellmauer Tor. Der Weg ist markiert und gut ausgetreten, man sollte aber sicher im 1-2. Schwierigkeitsgrad abklettern können. Gehzeit ca. 30 Min. vom Gipfel zum Ellmauer Tor. Von hier in einer weiteren Stunde nach Norden über den Eggersteig durch die Steinerne Rinne zum Stripsenjoch oder in 1 1/4 h zur Griesner Alm bzw. nach Süden in knapp 1 Stunde zur Wochenbrunner Alm. oder in 45 Min. zur Gruttenhütte.

b) Zum Einstieg: Vom Gipfel den Südgrat hinab bis in den Sattel zwischen Vorderer und Hinterer Karlspitze. Nun rechts (Westen) über steile Schrofenrinnen hinab in das teils grüne Kufsteiner Karl. Hier hält man sich immer an seinem rechten Rand und kommt absteigend bis auf die letzte grasige Felsrippe ganz rechts unten, bevor das Kar abbricht. Nun geht es rechts durch eine Rinne hinter einem markanten Felsturm hinab. Durch ein Schärtchen mit einem durchgebrochenen Felsfenster  wechselt man in die Nordwestseite. Weiter rechts absteigend folgt man einer Rampe, die rechts von einem Felsriegel begrenzt wird, hinab bis zu einem kleinen Geröllabsatz vor dem letzten Steilabbruch ins Kar. Eine Rinne führt links hinab und über eine senkrechte Stufe (2-3) klettert man einige Meter zu einem Grasfleck ab. Nun quert man nach links hinaus und über glatte aber geneigte Platten geht es die letzten Meter hinab ins Kar. Am Wandfuß in in Kürze zurück zum Einstieg (ca. 1,5 h vom Gipfel). Nur für alpin sehr erfahrene, am besten ortskundige Bergsteiger empfehlenswert, die diese Route bereits vom Aufstieg her kennen. Wird nur noch selten begangen, daher kaum Begehungsspuren, schwer zu finden, mit diversen Verhauermöglichkeiten (siehe auch Übersichtsfoto)

Informationsquelle

Jörg Brutscher

Externer Link

Routenbeschreibung mit Fototopo bei Jörg Brutscher

Topo

Ein Fototopo der Route gibts auf der Website von Jörg Brutscher (siehe externer Link)


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