Irrlicht

Bewertung Ernsthaftigkeit
8+ E3-   Infos
Kletterzeit Kletterlänge
5-7 h 420 m
Wandhöhe Exposition
400 m NNW
Beliebtheit
3

Routencharakter

Tolle, steile Parallellinie zur Via Classica, die direkt aus der Schlucht startet. Im unteren Teil meist wasserzerfressene Riss- und Wandkletterei in sehr gutem Fels (nur die 3. SL ist etwas splittrig), in der Headwall fantastische Kletterei in tollem Lochfels.

Schwierigkeit

8+/9- (eine Seillänge), häufig 7 bis 8, zwischendurch auch leichter

Absicherung

Gut mit Bohr- und Normalhaken abgesichert, bzw. dort wo gut mobile Placements möglich sind, muss man selbst mit Cams, Schlingen und Keilen absichern.

Empfohlene Ausrüstung

12 Expresschlingen, Cams 0,4 bis 2, ein großer Klemmkeil

Erstbegeher

Jörg Meyer und Peter Heiss 2026

Hinweise

Der Zustieg zum Einstieg kann im Frühjahr oder auch im Frühsommer heikel sein, solange in der Schlucht noch Schnee liegt. Dann kann man über die Via Classica die ersten beiden Seillängen einfach umgehen.

Zustieg

Von der Griesneralm auf nicht zu verfehlendem Weg in Richtung Stripsenjochhaus. Nach gut einer halben Stunde zweigt links der Weg in die Steinerne Rinne ab. Dort wo der anfangs leicht fallende Weg wieder anzusteigen beginnt, rechts auf Steigspuren gerade hinauf zu der dunklen, im Frühjahr und oft auch noch im Frühsommer schneegefüllten Schlucht.

Einstieg

Vom Beginn der Schlucht (links beginnt die Via Classica) noch etwa 30- 50 Höhenmeter hinein in den Schluchtgrund bis zu einem markanten Überhang auf der linken Seite. Einstieg bei einer gefädelten Sanduhr.

Achtung: In den meisten Jahren ist hier (oder war hier als die Erderwärmung noch nicht an Fahrt aufgenommen hatte) bis in den Sommer ein nach oben hin recht steiles Schneefeld. Dann kann der Zustieg deutlich erschwert bis heikel sein und ggf. können Steigeisen nötig sein. Besser umgeht man dann die ersten beiden Längen über die Via Classica.

Routenverlauf

Nach dem steilen Einstieg tangiert die Route kurz die Via Classica am Beginn deren 4. Seillänge, quert dann nach rechts in die nächste Rissreihe und führt über dieses hinauf auf das große Schrofenband unter der Headwall, wo sie wieder fast mit der Via Classica zusammentrifft. Dort führt sie dann über die Kante rechts des tiefen Kamins der Via Classica hinauf zum Fleischbank-Nordgrat.

Abstieg

a) Es kann über die Tour abgeseilt werden (mindestens 50 m Doppelseil). Unten wird in die Schlucht abgeseilt und das Seil wird dann nass. Es gibt dort noch einen letzten Abseilstand oberhalb der letzten Steilstufe. Vorsicht - nicht geeignet bei Starkregen oder Gewitter - dann tost hier ein Wasserfall inklusive Steinschlag!

b) Am Ausstieg nach links zum Nordgrat queren und über diesen in ca. 1 - 1,5 h absteigen und abseilen bis knapp unterhalb des Einstiegs. 

c) Vom Ausstieg über die beiden Ausstiegslängen der Via Classica hinauf zum Nordgrat und über diesen weiter aufsteigen bis zum Gipfel der Fleischbank (2-3) - vom Routenende noch etwa 45 Minuten. Dort über den üblichen Fleischbankabstieg zum Ellmauer Tor (abklettern und abseilen, ca. 1 h) und durch die Steinerne Rinne hinab zur Griesneralm (gut 1 h).

Übernachtung oder Einkehr

evtl. Stripsenjochhaus

Informationsquelle

Topo und Fotos: Jörg Meyer

Fotos aus der Route