Dülfer

Bewertung Ernsthaftigkeit
5 E4+   Infos
Kletterzeit Kletterlänge
5 h 500 m
Wandhöhe Exposition
400 m N
Beliebtheit
1

Routencharakter

Abgelegene Alpinroute mit einer eher rustikalen Schlüsselseillänge, die teils splittrig und brüchig ist. Ansonsten meist fester, plattiger Fels. Wird heutzutage praktisch nicht mehr geklettert, obwohl sie vermutlich insgesamt nicht unlohnend wäre. Laut Alpenvereinsführer von 1978 “Großartige Kletterei an festem, plattigem Fels”.

Schwierigkeit

5 (eine Seillänge) meist 4 und leichter

Absicherung

Nur wenige, sehr alte Normalhaken vorhanden.

Empfohlene Ausrüstung

Keile, Schlingen, Haken

Erstbegeher

Hans Dülfer; Josef Klammer; Franz Nieberl; Alfred Wolchowe 13.09.1913

Hinweise

Anspruchsvolle alpine Route.

Zustieg

Vom Hans-Berger-Haus: Am Wanderweg in Richtung Stripsenjochhaus bis zur Großen Neustadler Wiese. Hier rechts aufwärts Richtung Kopftörl und nach ca. 200 m rechts auf Steigspuren und einigen Markierungen folgend zur zum Einstieg in die Totensesselschlucht.

Vom Stripsenjochhaus: Etwa 10 Minunten nach Westen in Richtung Kaisertal absteigen, bis links der Weg zum Kopftörl abzweigt. Über eine Eisenleiter in den Hohen Winkel, wo man auf den Weg trifft, der vom Hans-Berger-Haus heraufkommt. auf ihm kurz aufwärts, dann rechts den Markierungen zur Totensesselschlucht folgen.

Einstieg

Rechts unterhalb der Totensesselschlucht in einer markanten Wandeinbuchtung beginnt der Zustieg in die Schlucht mit einer Seillänge (3) über die erste Steilstufe. Man folgt der Schlucht aufwärts (Stellen 3, meist Gehgelände und 1-2) bis zu ihrem Ende. Hier entweder durch einen engen Durchschlupf durch ein Loch oder links davon vorbei (4, Bohrhaken) in die Totensesselscharte (ca. 1 Stunde aus dem Kar). Hier befindet sich der Einstieg.

Routenverlauf

Die Route steigt von der Scharte auf dem leichtesten Weg hinauf in Richtung des zentralen Überhangs in der Nordwand. Dieser wird auf seiner linken Seite durch einen brüchigen Riss überwunden. Oberhalb quert man etwa 60 m nach rechts zu der Plattenrampe rechts der Wandmitte und folgt dieser links haltend, am letzten Wulst rechts vorbei, zum Gipfel.

Abstieg

Vom Gipfel über markierte, teils stahlseilversicherte Schrofen südwestlich absteigen bis zum Kaiserschützensteig. Diesen steil und stahlseilversichert absteigen in den oberen Scharlinger Boden. Von hier auf dem markierten Steig hinab zum Hans Berger Haus (2 Stunden).

Übernachtung oder Einkehr

Hans-Berger-Haus, Anton-Karg-Haus. Zustieg von Kufstein 2 bis 2,5 h, Bike von Vorteil (aber offiziell nicht erlaubt). Alternativ kann man auch am Stripsenjochhaus starten (allerdings dann langer Gegenanstieg beim Rückweg).

Fotos aus der Route